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Kreuzfahrtjahr 2014: So viele Traumschiffe wie noch nie in Hamburg

189 Kreuzfahrtschiffe steuerten den Hamburger Hafen an - mit fast 600.000 Passagieren. Ein Plus von sieben Prozent. Für 2015 weiter stabile Nachfrage erwartet

Für die Kreuzfahrtsaison 2014 rechnet das Hamburg Cruise Center (HCC) mit insgesamt 189 Schiffsanläufen und etwa 590.000 Passagieren. Damit wäre 2014 für Hamburg ein erneutes Kreuzfahrt-Rekordjahr. Das vorerst letzte Schiff in diesem Jahr wird am 21. Dezember die „Artania“ von Phoenix Reisen sein. Für 2015 rechnet das HCC mit einer weiter stabilen Nachfrage.

Erstmals die meisten Anläufe

„Wir gehen zum Saisonende von einem vorläufig erwarteten Passagiervolumen von 590.000 aus. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von knapp 7 Prozent (2013: 552.459)“, so Gerd Drossel, geschäftsführendes Vorstandsmitglied HCC. Insgesamt wurde der Hamburger Hafen 189-mal von Kreuzfahrtschiffen angelaufen (+ 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), davon waren 180 Start- und Zielanläufe, darunter 52 Teilreisewechsel, und neun Transitanläufe. Der Anteil der Turnaroundgäste, die in Hamburg ihre Reise beginnen bzw. beenden, liegt bei 95 Prozent (2013: 94 Prozent). „Hamburg festigt seine Position an der Spitze des deutschen Kreuzfahrthafenrankings und zählt nicht nur die meisten Ein- und Aussteiger in der Saison 2014 (Turnaroundgäste), sondern auch erstmalig die meisten Anläufe“, so Drossel weiter.

Deutsche sind leidenschaftliche Kreuzfahrer

Der Anteil an deutschen Kreuzfahrtgästen am Hamburger Gesamtpassagiervolumen liegt für die Saison 2014 bei 85 Prozent (2013: 80,1 Prozent). Dies verdeutlicht Hamburgs Position als optimaler Ein- und Ausstiegshafen für die deutsche Kreuzfahrerklientel. Der wachstumsstarke deutsche Quellmarkt (2013: 1,7 Millionen), der seit Jahren prozentual größere Zuwächse verzeichnen kann als der britische und amerikanische Markt, kombiniert mit dem Trend von Kreuzfahrten ab/an der eigenen Haustür, wird den Standort Hamburg auch in Zukunft weiter begünstigen.

Italiener auf Platz zwei

Der restliche Anteil verteilt sich sehr vielfältig auf die verschiedensten Nationen, insgesamt 131, auf. Auf Rang zwei liegen die italienischen Passagiere mit 2,6 Prozent. Insgesamt konnten knapp 15.500 Italiener gezählt werden, davon ca. 14.000 die ab/an Hamburg gefahren sind und 1.500 italienische Transitpassagiere. Der enorm gestiegene Anteil an italienischen Passagieren begründet sich durch die Positionierung von MSC Kreuzfahrten und Costa Kreuzfahrten mit regelmäßigen An- und Abfahrten ab Hamburg.

Dicht gefolgt von den Schweizern

Es folgen die Schweizer mit 2,2 Prozent; dies entspricht knapp 13.000 Ein- und Aussteigern. Die britischen Passagiere machen einen Anteil von 2 Prozent aus; insgesamt 12.000 Passagiere, davon ca. 4.000 britische Ein- und Aussteiger zuzüglich 8.000 Transitgästen. Dieser Anteil ist auf die Reisen der Cunard-Schiffe und den Weihnachtsanlauf zurückzuführen, der im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Jeweils 1,7 Prozent der Passagiere stammen aus Österreich, Frankreich und den USA, gefolgt von den Spaniern mit 1,2 Prozent.

Hamburg: ein Standort für die gesamte Kreuzfahrtindustrie

Reedereien nutzen den Anlauf in Hamburg auch für vor- bzw. nachgelagerte Werftaufenthalte oder kombinieren den geplanten Werftaufenthalt mit einem zusätzlichen Anlauf in der Hansestadt. Der Hamburger Hafen ist europaweit der zweitgrößte Containerhafen und ein bedeutender Universalhafen. So findet sich hier eine entsprechende Vielfalt an maritimen Unternehmen, Zulieferern und Dienstleistern, bspw. die Werft Blohm+Voss, die seit über 135 Jahren im Schiffbau tätig ist und sich für den Schiffumbau und für die Schiffreparatur im Bereich der Kreuzfahrt einen Namen gemacht hat.

Werften profitieren

So wurde erst kürzlich ein „Favoured Customer Agreement“ zwischen der Werft und Carnival Corporation geschlossen. Blohm+Voss ist somit „Preferred Supplier“ für alle Dienstleistungen im Bereich Reparatur und Service für die Carnival-Flotte in Europa. Mit dieser Vereinbarung ist Blohm+Voss die einzige nord-europäische Werft, mit der die Carnival-Gruppe einen entsprechenden Vertrag eingegangen ist.

In diesem Jahr werden es bis zum Jahresende insgesamt neun Schiffe sein (2013: 6 Schiffe), die Blohm+Voss in seinen Docks betreuen wird. Gerade erst war die „Quantum of the Seas“ von Royal Caribbean International zu Inspektionsarbeiten im Dock Elbe 17. Im November und Dezember folgen die „Black Watch“, die „Braemar“, die „Aurora“ und die „Balmoral“. Die totale Werftaufenthaltszeit für das Jahr 2014 über alle Kreuzfahrtschiffe bemisst sich dabei auf 106 Tage (2013: 93 Tage).

Kreuzfahrtjahr 2015: die Nachfrage bleibt stabil

Für das kommende Jahr rechnet die Branche mit einer stabilen Nachfrage. Gerd Drossel: „Die Kapazitäten pro Schiff nehmen in Nordeuropa weiterhin zu und folglich werden auch zukünftig in Hamburg immer größere Schiffe die Terminals anlaufen.“ So wird beispielsweise die „MSC Magnifica“ mit einer Passagierkapazität von 2.518 im kommenden Jahr durch die „MSC Splendida“ mit insgesamt 3.247 unteren Passagierbetten ersetzt. Die „MSC Splendida“ werde damit das größte Passagierschiff sein, das von der Hansestadt aus regelmäßig Kreuzfahrten anbietet. AIDA Cruises zeige 2015 hingegen nach wie vor am Standort Hamburg die größte Präsenz aller Reedereien.
ker

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburgcruisecenter.eu

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