Titel Tourismus neu
Handelskammer_Hamburg - © Handelskammer Hamburg/Daniel Sumesgutner

17. Tourismustag in Hamburg: Eine Branche im Wandel

Diskutiert wurden Zukunftsthemen wie Sharing und neue Angebote für die Generation Y. Im Fokus: Herausforderungen der Digitalisierung

Von Sharing über Startups bis hin zur Ansprache der “Generation Y” – für eine weitere erfolgreiche Entwicklung sieht die Tourismusbranche in Hamburg vor allem den digitalen Wandel, Nachhaltigkeit und Bürgerakzeptanz als zentrale Herausforderungen. “Tourismus im Wandel” lautete daher auch das Motto beim 17. Hamburger Tourismustag an diesem Dienstag (4. Oktober) in der Handelskammer Hamburg. Gekommen waren rund 350 Gäste aus der Hamburger Tourismusbranche.

Wichtiger Wirtschaftsfaktor für Hamburg

Die Messlatte für Hamburg als eine der weltweit führenden Touristenmetropolen liegt bereits sehr hoch: Aktuell steht die Hansestadt bei den beliebtesten Reisezielen in Deutschland an Position 3 und innerhalb Europas auf Platz 11. „Der Tourismus ist eine der wichtigsten Branchen unserer Stadt und bietet etwa einhunderttausend Menschen jeglicher Qualifizierungsstufe und jeglicher Herkunft die Möglichkeit zur Erwerbstätigkeit. In unserem Mitgliedsdatenbestand zählen wir knapp 7.000 Unternehmen, die zu dieser Branche gehören. Sie reicht über alle Rechtsformen und Betriebsgrößen vom „Alleinkämpfer“ bis zum internationalen Konzern”, sagte Andreas Bartmann, Vizepräses der Handelskammer Hamburg, in seiner Begrüßungsrede.

Steigende Übernachtungszahlen

Hamburg ist ein Touristenmagnet bei deutschen und ausländischen Gästen, was jetzt auch der aktuelle “Global Destination Cities Index Report” belegt. Danach liegt Hamburg europaweit an der Spitze beim Wachstum der Auslandsübernachtungen. Der von der Firma Mastercard jährlich herausgegebene Report bewertet auf Basis von Daten seit dem Jahr 2009 die weltweit 132 wichtigsten Städteziele hinsichtlich Übernachtungsentwicklung, Ausgabeverhalten der Besucher und gegenseitiger touristischer Vernetzung. Hamburg hat danach seit 2009 bei den Auslandsübernachtungen ein Wachstum von durchschnittlich 8,7 Prozent pro Jahr zu verzeichnen und liegt damit vor Berlin (8 Prozent), Istanbul (7,8 Prozent) und Kopenhagen (7,7 Prozent) an der Spitze in Europa.

Bürgerakzeptanz

Derartiges Wachstum geht nicht ohne die Akzeptanz der Bewohner. Andreas Rieckhof, Staatsrat der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: „Der Tourismus steigert die Lebensqualität und Wirtschaftskraft Hamburgs – davon profitieren sowohl die Gäste der Stadt als auch die Hamburgerinnen und Hamburger selbst. Wachstum ist für uns kein Selbstzweck. Wir wollen die positive Entwicklung weiter aktiv gestalten, damit die Akzeptanz bei der Bevölkerung auf dem hohen Niveau bleibt.“

Für Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH sowie der Hamburg Convention Bureau GmbH, bieten sich dem Hamburgtourismus große Chancen durch die Digitalisierung: „Die digitale Transformation bietet uns perspektivisch die Chance, den persönlichen Dialog mit unseren Gästen noch individueller zu gestalten. Die Vielzahl der zur Verfügung stehenden Informationen, die Möglichkeit des 1:1-Dialoges und das Wissen um die Bedürfnisse bieten uns die Möglichkeit, noch individuellere Hamburg-Erlebnisse zu schaffen.“

Spannende Themen in Vortragsrunden

Nach den Keynotes ging es mit Vortragsrunden zu verschiedenen Zukunftsthemen weiter. Ein Thema war die bereits erwähnte Bürgerakzeptanz, ein anderes beschäftigte sich mit neuen jungen Zielgruppen wie der Generation Y. Wie diese am besten zu erreichen sei, referierte Udo Schumacher von der Agentur ressourcenmangel. Authentisch sein, so einer seiner “10 Tipps für eine wirkungsvolle Ansprache”. Analysetools aktiv nutzen und Angebote verbessern, ergänzte er. Schnell sein, auf den Kunden zugehen und herausfinden, welche Inhalte die Kunden auf welchen Kanälen wirklich erreichen und ansprechen, riet er und präsentierte entsprechende Beispiele.
kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg-tourismus.de/tourismustag
www.hamburg-tourismus.de

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