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Informationsaustausch in der Pause - © www.mediaserver.hamburg.de / Timo Sommer und Lee Maas

Zukunftsbranchen: Schraubst Du noch oder druckst Du schon?

Rahmenbedingungen für Industrie 4.0 sollen verbessert werden. Technologien wie 3D-Druck werden in Hamburg unter anderem in der Luftfahrtindustrie genutzt

Mit der Digitalisierung der Wirtschaft – in der Industrie als „Industrie 4.0“ bezeichnet – sind große Chancen und Herausforderungen für Beschäftigte und Hamburger Unternehmen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, verbunden. Die Spezialisierung auf wissensintensive Industrien und Dienstleistungen, deren hoher Verflechtungsgrad und das gute Qualifikationsniveau am Standort Hamburg bieten gute Grundlagen für die Anforderungen der industriellen Zukunft. Neue Potenziale für den Standort Hamburg bietet ebenfalls die Querschnittstechnologie 3D-Druck.

Bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen geht es beispielsweise um technische und rechtliche Fragestellungen, aber auch um mit Industrie 4.0 verbundene neue Anforderungen an Arbeitsprozesse und Aus- und Weiterbildung, für die entsprechende Angebote entwickelt werden müssen.

3D-Druck in der Luftfahrt

Die Chancen des 3D-Druck werden am Standort Hamburg insbesondere in der Luft- und Raumfahrtindustrie bereits genutzt. Zum Beispiel in der anwendungsbezogenen Forschung im Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) ebenso wie in der industriellen Fertigung (z.B. Airbus). Stärken liegen insbesondere auf dem Gebiet des 3D-Metalldrucks. Die Luftfahrtforschung nimmt hier eine wichtige Vorreiterrolle für andere Branchen ein. Das vorhandene wissenschaftliche Know-How vor Ort, zum Beispiel durch das Laserzentrum Nord, spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Industrie 4.0 und 3D-Druck – Zukunftsfelder für Hamburg

Aufgrund der hohen Relevanz der Digitalisierung der Wirtschaft wollen die Partner des Masterplan Industrie den Unternehmen und den Beschäftigten möglichst gute Rahmenbedingungen für eine Umsetzung von „Industrie 4.0“ und „3D-Druck“ am Standort Hamburg bieten. Daher vereinbarten die Partner, dem Masterplan Industrie die zwei neuen Handlungsfelder „Industrie 4.0“ und „3D-Druck“ hinzuzufügen. “Gerade für den Industriestandort Hamburg sind diese beiden digitalen Handlungsfelder von besonderer Bedeutung“, so Michael Westhagemann, Vorstandsvorsitzender vom Industrieverband Hamburg.

„Die Weichen für die Zukunft der Industrie werden global gestellt. Wir müssen uns als Standort an die Spitze der Bewegung setzen, wollen wir künftig im Konzert der wichtigen Industrienationen eine wesentlich Rolle spielen”, so Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch. Damit sei nicht gemeint, analoge Prozesse auf digital umzustellen. “Wir müssen grundlegender denken, Industrie und Mittelstand werden ihre Geschäftsmodelle, ihr Verständnis von Technologie, Arbeitsprozesse, Entwicklungsverfahren und Wertschöpfungsketten tiefgreifend verändern müssen.“

Masterplan Industrie

Den Masterplan Industrie gibt es seit 2007. Zur Sicherung und künftigen Entwicklung des Industriestandorts Hamburg haben damals die Handelskammer, der IVH und der Senat sieben zentrale Handlungsfelder und Strategien formuliert. Seit 2014 ist mit dem DGB Nord auch die Arbeitnehmerseite vertreten. Durch Fortschreibungen oder – wie in diesem Fall – Ergänzungen werden neue Entwicklungen berücksichtigt.
bkr/kk

Quelle und weitere Informationen:
Masterplan Industrie
www.hamburg.de/presse

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