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Das Team hinter der "Wunder"-App - © WunderCar Mobility Solutions GmbH

„Wunder-App” aus Hamburg erobert Mega Cities

Knapp 60 Mitarbeiter aus rund 30 verschiedenen Nationen arbeiten in der HafenCity an einer Mobilitätslösung, die den Verkehr in Metropolen entlasten soll

Kann ein Startup in Deutschland mit seiner Geschäftsidee nicht landen, gilt dies nicht zwangsläufig auch für den internationalen Markt. Kaum ein Unternehmen zeigt dies besser, als die WunderCar Mobility Solutions GmbH. Die App des Hamburger Startups vermittelt private Mitfahrgelegenheiten für den Weg zur Arbeit oder nach Hause. Beim sogenannten „Carpooling“ teilen sich Fahrer und Mitfahrer die Fahrkosten. Anders als ein professioneller Fahrer erzielt der Anbieter bei „Wunder“ keinen Gewinn. Jedoch werden die Fahrtkosten für alle Beteiligten gesenkt und Fahrten besser ausgelastet. Weil der Service gegen das deutsche Personenbeförderungsgesetz verstößt, ist er hierzulande verboten.

Fokus auf Mega Cities in Emerging Markets

Ganz anders ist die Situation im asiatischen Raum: Mittlerweile hat die „Wunder“-App nach Angaben des Unternehmens dort in sechs Großstädten auf den Philippinen, in Indien und in Malaysia über 1 Million Mitfahrgelegenheiten ermöglicht. Bis Ende 2018 soll die App in den meisten Mega Cities in den sogenannten Emerging Markets aktiv sein, wie der Wunder-Gründer und frühere Airbnb-Deutschlandchef Gunnar Froh kürzlich im Interview mit Gruenderszene verkündete. Neben einer Entlastung für den Straßenverkehr und einer Verbesserung der Luftqualität verspricht sich der Gründer vom Fokus auf die Mega Cities auch einen geschäftlichen Vorteil: Die hohe Bevölkerungsdichte führe zu deutlich mehr Transaktionen, sodass sich die Technologie des Startups schnell verbessern könne.

Investment in zweistelliger Millionenhöhe

Ohne viel Aufsehen hat das Startup kürzlich neues Kapital in zweistelliger Millionenhöhe von den Altinvestoren Blumberg, Cherry und Sixt sowie einem neuen Milliarden-Fonds aus London eingesammelt, wie Gruenderszene zuerst berichtete. Trotz internationaler Expansion und frischem Kapital – die knapp 60 spezialisierten Mitarbeiter aus rund 30 verschiedenen Nationen arbeiten auch im vierten Jahr nach der Gründung weiterhin in Hamburg. Hier in der Zentrale in der HafenCity laufe die Kommunikation am besten, wie Froh berichtet. Erst wenn das Unternehmen weiter wachse, werde ein zweiter Standort anvisiert.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.wunder.org
www.gruenderszene.de

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