Hamburg-News-media-it-creative-industries-innovation-future-business
Findeling Gründer Florian Schneider und Katharina Walter  - © Findeling / Lina Gerke

Warum Findeling jetzt auch im B2B-Geschäft aktiv ist

Als "digitalisierte Messe“ soll nun die neue Plattform Fairling den lokalen Einzelhandel mit nationalen und internationalen Herstellern vernetzen

Das Hamburger Startup Findeling stand bisher für eine App, die kleine, inhabergeführte Geschäfte und potenzielle Kunden zusammenbringt. Seit März 2017 sind die Startup-Gründer Katharina Walter und Florian Schneider aber auch im B2B-Geschäft aktiv. Mit ihrer frisch gelaunchten Plattform Fairling bauen sie eine Brücke zwischen lokalen Geschäften und deutschen wie internationalen Herstellern. „Fairling ist eine kuratierte Online-Messe, die den B2B-Vertrieb vereinfachen, digitalisieren und standortunabhängig machen will. Dabei begleiten wir Marken durch eine strategische Kampagnenplanung von der Awareness bis zum Purchase und der Platzierung in den richtigen Offline Stores – und noch weit darüber hinaus“, sagt Katharina Walter den Hamburg News.

Win-win-Situation für lokale Händler und internationale Marken

Die Idee zur Ausgründung und Aufbau eines zweiten Standbeins entstand mit der wachsenden Nachfrage von Herstellern aus dem Lifestyle-, Mode-, Interior-Bereich, wie die Gründerin berichtet. Diese sahen das Findeling-Netzwerk, das bis Ende 2016 700 inhabergeführte Geschäfte – 400 davon in Hamburg – umfasste, als einzigartige Möglichkeit, ihre potenziellen Business-Kunden zu erreichen. Lokale Geschäfte, die selten die Ressourcen haben, um deutschlandweit und international Messen zu besuchen, sind ebenfalls vom Nutzen überzeugt. So bringt Fairling drei Monate nach dem offiziellen Launch bereits rund 1.000 lokale Einzelhändler aus Hamburg, Berlin, München und Köln und 300 Marken, davon rund 75 Prozent aus der europäischen Textilbranche, zusammen.

Amsterdam, Kopenhagen und Barcelona im Visier

Bis zum Launch der aktuellen Plattform vergingen zwölf Monate, in denen der Prototyp erarbeitet und verbessert wurde. Ab September 2016 stand die Beta-Version den Herstellern zur Verfügung. „Wir haben ein Targeted Advertisement entwickelt, das zielgerichtet Marken mit Einzelhändlern verbindet: “Matching Labels & Stores”. Wir möchten damit eine Lücke schließen, die andere Online-Werbemaßnahmen nicht füllen können“, erklärt Walter. Noch in diesem Jahr soll Fairling mit lokalen Händlern an den Standorten Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart vernetzt werden. Für das kommende Jahr stehen europäische Großstädte wie Amsterdam, Kopenhagen und Barcelona auf dem Plan. Das fünfköpfige Team ist mit Fairling um neun Freelancer an unterschiedlichen Standorten gewachsen.

Fokus auf nachhaltige Produkte und Slow Fashion

Auch das erste Standbein der Findeling-Gründer, die lokale Shopping-App, ist weiter auf Erfolgskurs. 2016 ermöglichte die Plattform demzufolge knapp 200.000 Usern das gezielte Finden von passenden lokalen Einkaufsmöglichkeiten anhand einer Produkt- und Markensuchmaschine sowie einer eigens entwickelten “Shop Recommender”-Technologie. „Unser Alleinstellungsmerkmal besteht in dem speziellen Fokus auf nachhaltige Produkte und Slow Fashion“, sagt Walter. In der Findeling-App können lokale Produkte und Geschäfte nach speziellen Gütesiegeln wie „Bio“, „Vegan“, „Handgemacht“ oder „Upcycling“ gefiltert werden. Da die User den Läden, die über Findeling posten, folgen können, schaffe die App auch ein aktives Netzwerk zwischen Inhabern und Kunden. Noch 2017 soll Findeling auch lokale Händler in Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf mit den App-Nutzern verbinden.

ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
info.fairling.de
blog.findeling.de

Weitere Artikel

  • Es gibt keine älteren Artikel in dieser Kategorie.
  • Es gibt keine neueren Artikel in dieser Kategorie.