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Gründertrio von vilisto - © vilisto GmbH

vilisto sichert sich eine weitere Finanzierungsrunde

Durch integrierte Sensoren sollen die Thermostate des Hamburger Startups lernen, wann Büroräume normalerweise genutzt werden

Das Hamburger Startup vilisto hat eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Das Jungunternehmen entwickelt selbstlernende Heizkörperthermostate für Bürogebäude. Um den Vertrieb und den Marktstart mit einer Serienproduktion zu beschleunigen, erhalten die Gründer eine Folgefinanzierung des bereits beteiligten europäischen Unternehmens KIC InnoEnergy SE sowie von fünf Business-Angels. Durch integrierte Sensoren sollen die vilisto-Thermostate lernen, wann ein Raum normalerweise genutzt wird und sich an das Verhalten der Mitarbeiter anpassen. Die Räume sollen aufgrund dieser gelernten Informationen selbstständig abgesenkt und so Heizenergie gespart werden.

Integrierte Präsenzerkennung

„Mit unseren Thermostaten lösen wir das Nutzer-Investor Dilemma im Bürobereich, in dem Mitarbeiter die Heizenergie zwar nutzen, aber nicht bezahlen“, sagt Christian Brase, Mitgründer und CSO von vilisto. Im Gegensatz zu verfügbare Lösungen auf dem Markt bedürfe vilisto keiner Programmierung oder einer Fernsteuerung per App. „Durch die Anwendung von selbstlernenden Algorithmen und die vollautomatische Funktionsweise durch integrierte Präsenzerkennung entfällt dieser Aufwand. Es müssen keinerlei Einstellungen getätigt werden“, erklärt Christoph Berger, Mitgründer und CEO von vilisto.

Thermostate gehen in Serie

Im vergangenen Winter konnte die Technologie in ersten Pilotprojekten erfolgreich getestet werden. Beim Kooperationspartner RheinEnergie AG in Köln sollen in einem gemeinsam durchgeführten Projekt nahezu 30 Prozent Heizenergie eingespart worden sein. Nun startet die Serienproduktion der intelligenten Thermostate. Dabei können ausschließlich Unternehmen die neue Technologie erwerben. „Der größte Mehrwert der vollautomatischen Thermostate liegt im Bürobereich, dort, wo sich keiner um die Heizung kümmert“, so Christoph Berger.

Höhere Einsparpotentiale

Die Technologie soll „alte“ Probleme mit den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung und künstlichen Intelligenz lösen. „Das Heizen von Bürogebäuden geschieht aktuell wahnsinnig inneffizient und wir sehen hier deutlich höhere Einsparpotentiale als beispielsweise im Bereich privater Wohnungen“, sagt Dr. Lasse Landt, Business Creation Manager bei InnoEnergy. „Die Kombination aus der Weiterentwicklung im Team zusammen mit dem sehr positiven Marktfeedback hat uns und eine Reihe erfahrener Business Angels überzeugt, vilisto zusätzlich zum initialen Investment weiter zu unterstützen.“
ca

Quellen und weitere Informationen:
www.vilisto.de

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