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IT Business Hafen - © www.mediaserver.hamburg.de / C. O. Bruch

Studie: Hamburg ist die beliebteste Medienstadt Deutschlands

Untersuchung von nextMedia.Hamburg, Deloitte und XING. Immer mehr Media Worker arbeiten außerhalb klassischer Medienunternehmen

Um ein Ergebnis der Studie gleich vorwegzunehmen: Hamburg ist für Media Worker die beliebteste Metropole in Deutschland. Bei der Standortwahl zähle vor allem das Gesamtpaket der Stadt als Lebensraum. Doch was ist ein Media Worker überhaupt? Nicht einfach, denn immer mehr Medienschaffende arbeiten nicht mehr bei klassischen Medienunternehmen wie Verlagen oder Werbeagenturen. „Technologie und Inhalte wachsen immer enger zusammen. Von der Medienindustrie wurden die Zeichen der Zeit erkannt und so sitzen digitale Experten und IT-Profis in den großen Verlagshäusern mittlerweile Schreibtisch an Schreibtisch mit den Redakteuren“, so Hamburgs Kultursenator Dr. Carsten Brosda am Donnerstag bei der Präsentation der bundesweiten Studie „#dasmitmedien – Media Worker Report“, die gemeinsam von der Medien- und Digitalinitiative nextMedia.Hamburg, Deloitte und XING durchgeführt wurde.

Der digitale Wandel verändert die Branche

Kaum eine Branche wird derzeit so stark vom Sog der digitalen Transformation erfasst wie die Medienindustrie. Medienschaffende sind heute längst nicht mehr nur in Verlagen, Rundfunkanstalten oder Agenturen beschäftigt. In branchenfremden Bereichen ist die Zahl der Media Worker der Studie zufolge seit 2015 um 50 Prozent gestiegen, jeder sechste Medienschaffende ist bereits in einer anderen Branche beschäftigt. Insgesamt steigt die Zahl der Media Worker in Deutschland: So sind beim beruflichen Netzwerk XING in diesem Jahr fast 528.000 Media Worker registriert – acht Prozent mehr als noch 2015.

Medienindustrie meets Digitalwirtschaft

Die Fähigkeiten von Media Workern seien heute überall gefragt – besonders in der IT-Wirtschaft: Der Anteil der Medienexperten sei hier in den vergangenen zwei Jahren um 39 Prozent gestiegen. Gleichzeitig arbeiten auch immer mehr Digitalexperten in der Medienindustrie – seit 2015 ist die Anzahl der IT- und Software-Spezialisten in klassischen Medienunternehmen um 121 Prozent gestiegen. Die Digitalisierung und der damit verbundene Veränderungsdruck sei in allen Sektoren das zentrale Thema, das Media Worker derzeit am meisten beschäftigt. 85 Prozent von ihnen nehmen eine stark oder sehr stark fortschreitende Digitalisierung an ihrem Arbeitsplatz wahr. Als Treiber der Entwicklung werden dabei die großen IT-Konzerne (45 Prozent) sowie Startups (37 Prozent) gesehen. Medienunternehmen selbst gehören nur für 14 Prozent der Befragten zu den Innovationstreibern.

Hamburg ist die beliebteste Medienstadt Deutschlands

Rund 30 Prozent der Media Worker arbeiten in Hamburg, München oder Berlin – Hamburg ist dabei die beliebteste Medienmetropole: 31 Prozent bezeichnen die Hansestadt als attraktivsten Standort, gefolgt von Berlin (23 Prozent) und München (15 Prozent). Bei der Standortwahl seien nicht nur die reinen Job-Inhalte, sondern das Gesamtpaket der Stadt als Lebensraum relevant. Dabei zahlen den Angaben der Befragten zufolge vor allem bezahlbarer Wohnraum (23 Prozent) und gute Freizeitmöglichkeiten (22 Prozent) auf die Attraktivität des Standorts ein.

Flexible Arbeitszeiten sind für Media Worker Standard, auch beim Arbeitsort nimmt die Agilität zu: Mehr als 80 Prozent der Media Worker arbeiten ohne feste Arbeitszeiten. Zudem sind 55 Prozent der Befragten auch bei der Wahl des Arbeitsorts flexibel. Vier von zehn Medienschaffenden (39 Prozent) arbeiten auch in flexiblen Teamkonstellationen. Zwei von drei Befragten sehen das als Trend und geben an, dass Flexibilität in den Arbeitsverhältnissen deutlich zunehmen wird.
bkr/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.dasmitmedien.de
www.nextmedia-hamburg.de
www.deloitte.com/de
www.xing.com

Über die Studie

Für die Studie hat XING im August 2017 eine anonymisierte Auswertung der XING-Profile von 528.000 Media Workern durchgeführt, die entweder in einem Medienunternehmen tätig sind (in den Branchen Marketing, PR und Design; Medien und Verlage) oder als Tätigkeitsbereich in anderen Branchen die Funktion eines Medienschaffenden angeben (Tätigkeitsbereich Grafik, Design, Marketing und Werbung; PR, Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus). Parallel dazu hat Deloitte rund 1.000 Personen befragt, die sich im Selbstverständnis als Media Worker bezeichnen. Als „Media Worker“ definiert die Studie die Gesamtheit der Beschäftigten einer vielfältigen Medienszene jenseits einer statischen Clusterlogik: Menschen, die im Medienbereich tätig sind. Sie arbeiten an der Schnittstelle von Content und Technologie – in der Medienindustrie ebenso wie in Unternehmen anderer Branchen.

Über nextMedia.Hamburg und die Initiative #dasmitmedien

nextMedia.Hamburg ist die Hamburger Initiative für die Medien- und Digitalwirtschaft. Sie wird getragen von der Freien und Hansestadt Hamburg, der Hamburgischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH, dem Verein Hamburg@work sowie engagierten Unternehmen und Persönlichkeiten. Ziel der Initiative ist es, die Spitzenposition der Medienmetropole Hamburg zu sichern und die Rahmenbedingungen für die hiesigen Unternehmen zu verbessern. Die Initiative ist der Ansprechpartner zu allen Fragen der digitalen Wirtschaft für Unternehmen, Institutionen und die Öffentlichkeit in Hamburg.

Über Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Risk Advisory, Steuerberatung, Financial Advisory und Consulting für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen; Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte Legal erbracht. Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited („DTTL“), eine „private company limited by guarantee“ (Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Recht), ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen. DTTL und jedes ihrer Mitgliedsunternehmen sind rechtlich selbstständig und unabhängig. DTTL (auch „Deloitte Global“ genannt) erbringt selbst keine Leistungen gegenüber Mandanten.

Über Xing

Das soziale Netzwerk für berufliche Kontakte begleitet seine Mitglieder durch die Umwälzungsprozesse der Arbeitswelt. Mitglieder auf Xing können auf dem XING Stellenmarkt den Job suchen, der ihren individuellen Bedürfnissen entspricht, mit den News-Angeboten von XING auf dem Laufenden bleiben und mitdiskutieren oder sich auf dem Themenportal XING spielraum über die Veränderungen und Trends der neuen Arbeitswelt informieren. 2003 gegründet, ist XING seit 2006 börsennotiert und seit September 2011 im TecDAX gelistet. Die Mitglieder tauschen sich auf XING in rund 80.000 Gruppen aus oder vernetzen sich persönlich auf einem der mehr als 150.000 beruflich relevanten Events pro Jahr. XING ist an den Standorten Hamburg, München, Barcelona, Wien und Zürich vertreten.

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