Hamburg-News-media-it-creative-industries-innovation-future-business
© Sofa Concerts

Sofa Concerts: Live-Musik im Wohnzimmer

Sofa Concerts bringt Künstler und Musikliebhaber zusammen. Das Startup ist unter den zehn finalen Bewerbern für den Darboven Idee-Förderpreis 2015

Freitagabend in einer beschaulichen Zwei-Zimmer-Wohnung. Auf einem knautschigen Ledersofa, Küchenstühlen und Sitzkissen haben ein Dutzend junger Leute Platz gefunden. Das Licht ist schummrig, die Atmosphäre warm und vertraut. Ab und zu wird am Bier genippt, während die Anwesenden gebannt dem Gitarristen, der in der Mitte der Runde sitzt, lauschen. Gefühlvoll zupft er auf den Saiten, dann stimmt er einen selbstkomponierten Song an. So – oder so ähnlich – beginnt ein Konzert von Sofa Concerts.

Profile für Musiker und Gastgeber

Das Hamburger Startup bietet Künstlern eine positive Umgebung um ihre Songs zu präsentieren und Musikliebhabern die Möglichkeit, Live-Konzerte im eigenen Wohnzimmer oder auch auf größeren Veranstaltungen zu organisieren. Möglich macht dies die Online-Plattform von Sofa Concerts SofaConcerts.org. Hier können sich Musiker und Gastgeber auf ihren Profilen vorstellen, Kontakte knüpfen und Feedback geben.

Die WG-Küche ist konzerttauglich

“Mit Sofa Concerts haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, Bühnen zu schaffen, wo vorher keine waren”, sagen die Gründerinnen, Miriam Schütt und Marie-Lene Armingeon, im Interview mit Hamburg Startups. Das geschäftstüchtige Duo ist von seiner Idee überzeugt: “Wir zeigen, dass der Weg zu guter Live-Musik nicht weit ist. Egal ob Wohnzimmer, Dachboden oder WG-Küche – jeder Raum hat das Zeug zur Konzertlocation!”

Die Finanzierung

Die Vorteile von Sofa Concerts für Musiker und Gastgeber sind offensichtlich: Die Plattform bietet Künstlern einen Vermarktungskanal und Musikliebhabern die Möglichkeit, ihre Leidenschaft mit Freuden und weiteren Musikbegeisterten zu teilen. Sofa Concerts finanziert sich demnach selbst über eine Vermittlungsprovision von 13 Prozent der Gagen, die Künstler und Gastgeber untereinander vereinbart haben. Diese liegen im Schnitt bei 150 Euro für ein Konzert im persönlichen Rahmen, bei größeren Veranstaltungen rangieren die Honorare zwischen 600 und 1200 Euro.

Sofa Concerts auch im Ausland

Seit der Gründung 2013 hat sich das Konzept nicht nur deutschlandweit etabliert. Mittlerweile haben sich nach Auskunft von Miriam Schütt Musiker und Gastgeber aus 16 Ländern auf Sofa Concerts angemeldet, darunter nicht nur Musikbegeisterte aus dem europäischen Ausland, sondern auch Künstler aus den USA und Neuseeland. “Wir wollen mit Sofa Concerts weiter im europäischen Ausland, aber auch Übersee expandieren und somit Newcomern die Möglichkeit geben vielfältige, internationale Begegnungen zu schaffen”, so die Gründerin. Insgesamt seien auf der Plattform 1.700 Musiker und rund 1.000 Wohnzimmerprofile regisitriert.

Aktuelle Nominierung

Dass hinter Sofa Concerts eine Geschäftsidee mit Zukunftspotential steckt, sahen auch die Jury und das Publikum beim MUSIC WORKS Day 2014. Dort setzten sich Marie-Lene Armingeon und Miriam Schütt gegen drei weitere Finalisten durch. Aktuell ist Sofa Concerts unter den zehn letzten Bewerbern für den Darboven Idee-Förderpreis, der gezielt innovative Gründungsideen von Frauen auszeichnet. Bis Anfang November stimmen Internet-User auf brigitte.de über die fünf Ideen ab, die am 4. November vor einer Fachjury präsentiert werden. Sofern Sofa Concerts ins Finale einzieht, entscheidet sich am Folgetag, ob Miriam Schütt und Marie-Lene Armingeon den mit 50.000 Euro dotierten Förderpreis entgegennehmen können.
ca/kk

Quellen und weitere Informtionen:
www.hamburg-startups.net
www.monitor.hamburg-startups.net
www.sofaconcerts.org
www.facebook.com

Weitere Artikel

  • Es gibt keine älteren Artikel in dieser Kategorie.
  • Es gibt keine neueren Artikel in dieser Kategorie.