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Neuro Flash: Neuer Ansatz für intelligente Marktforschung  - © Thomas Loos

Neuro Flash: Neuer Ansatz für intelligente Marktforschung

SOMMER-SERIE Startups, Teil 9: Die auf Neuropsychologie und Big Data basierende Marktforschung verspricht valide Ergebnisse in kurzer Zeit

Der Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg liegt darin, das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt zu bringen. Darum investieren Unternehmen viel Geld und Zeit in Marktforschung. Interviewer bitten mit Klemmbrett unter dem Arm um ein paar Minuten Zeit für eine Meinungsumfrage oder erheben Daten telefonisch und online. „Das Problem ist nur, die Menschen können oft gar nicht sagen, was sie wollen. Klassische Marktforschung verschlingt viel Zeit und erbringt oft unsichere Ergebnisse“, umreißt Dr. Jonathan Mall (32 Jahre) das Problem, das er mit seinem Startup Neuro Flash lösen will.

Im Fokus: Das Gehirn der Probanden

Seine Marktforschung basiert auf neurokognitiven Methoden und Big Data. Mall und sein Co-Founder, der Kybernetik-Ingenieur Vjatscheslav Kondratjev (32), setzen direkt dort an, wo die Kaufentscheidung getroffen wird – im Gehirn der Probanden. „Wir haben in den letzten Jahren herausgefunden, welches Verhalten welcher Gehirnfunktion entspricht und können auf diese Weise ableiten, wie das Gehirn auf Wahrnehmung reagiert“, erklärt der promovierte Neuropsychologe. Untersucht wird dies anhand kleiner, spielerischer Experimente mit Probanden je nach Marktforschungsziel – von Design über Produktnamen bis zu Werbeslogans. Ein Ansatz, der in nur wenigen Tagen valide Ergebnisse erbringt statt nach mehreren Wochen, verspricht Mall.

Seit dem ersten Tag rentabel

Um zu belegen, dass unsere wissenschaftliche Methode funktioniert, haben wir eigens in Studien investiert und können unsere Lösung Kunden nun überzeugend präsentieren.“ Darüber hinaus halten sich die Fixkosten des 2015 gestarteten Unternehmens in Grenzen. Büro-Kosten entfallen, da das Team eher selten zusammenkommt – jedenfalls nicht in persona. „Wir kommunizieren über Chat-Programme wie Slack oder Teamspeak und arbeiten mit dem Projektmanagement Tool Jira.“ Dennoch will ein siebenköpfiges festes Team plus freie Mitarbeiter ernährt werden. Und das funktioniert, betont Mall: „Wir sind seit dem ersten Tag rentabel und finanzieren uns aus dem Cashflow.“

Zahlende Kunden sind starke Motivatoren

Sein Rat an frische Startups: „So schnell wie möglich den Kunden bezahlen lassen.“ Ein Startup sei dazu da, eine Lösung für ein bestehendes Problem zu präsentieren und jede Lösung hat ihren Wert. „Die Lösung eines Startups mag zu Beginn vielleicht noch nicht bei 100% liegen, aber nichts motiviert zum härteren Arbeiten, als ein zahlender Kunde. Und kein Feedback ist ehrlicher, als das eines zahlenden Kunden.“

Um diese zufrieden zu stellen, gibt das Neuro Flash-Team alles, arbeitet Tag und Nacht und glaubt an den Erfolg. „Ich hatte Anfang dieses Jahres zwei lukrative Stellenangebote von einem Online-Auktionshaus und einem der großen strategischen Beratungshäuser“, erzählt Mall. „Ich habe überlegt, mich auch sehr geschmeichelt gefühlt, und sie dann ausgeschlagen. Ein eigenes Startup gewinnbringend zu etablieren und dabei zu wissen, das ist das Beste was der Kunde bekommen kann – das bedeutet mir mehr!“
ys/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.Neuro-Flash.com

In der SOMMER-SERIE Startups sind bereits folgende Artikel erschienen:
Teil 1: Hamburger Gründer bei Virtual Reality-Anwendungen ganz vorn
Teil 2: Startup Dock: Hamburg braucht eine Pay-It-Forward Culture
Teil 3: Hamburger Greentech-Startup bentekk entwickelt Benzol-Messgerät
Teil 4: Hamburger Startup DailyDress liefert die Fashion-App für das perfekte Outfit
Teil 5: Deutschlandpremiere: Fintech Week kommt nach Hamburg
Teil 6: Hamburger Startup Foodguide: per Handy zum perfekten Dinner
Teil 7: Synergeticon vernetzt Werksarbeiter und Maschinen
Teil 8: Hamburger Startup Sponsoo: Plattform für Sportsponsoring

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