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Dan Zakai, Gründer und CEO von Mindspace - © MINDSPACE

Neue Coworking-Fläche Mindspace öffnet Mitte April

Der Anbieter aus Israel will vor allem auch die internationale Vernetzung vorantreiben - und richtet sich mit seinem Angebot nicht nur an Gründer

Flexibilisierung, Globalisierung und Digitalisierung verändern die Arbeitswelt. Neue Formen des Zusammenarbeitens entstehen. Besonders Kreative wissen: die besten Ideen werden oft beim Gespräch an der Kaffeemaschine geboren. In fast allen großen Städten gibt es Coworking-Räume, wo Büro und die technische Infrastruktur gemeinsam genutzt werden und Web-Entwickler, Juristen, Architekten oder Designer nebeneinander arbeiten. Das Angebot eignet sich insbesondere auch für eine wachsende Anzahl von Unternehmen, die das Risiko längerer Flächenbindung vermeiden wollen und für internationale Unternehmen, deren Mitarbeiter zeitweise in Hamburg sind.

24 Stunden, sieben Tage die Woche

In der Hansestadt gibt es bereits zahlreiche dieser Coworking-Spaces, die Hamburg News stellten einige von Ihnen unlängst in einer kleinen Serie vor. Mitte April kommt mit Mindspace ein weiteres hinzu. Der Coworking-Flächen-Anbieter aus Tel Aviv eröffnet dann eine der ersten Dependancen außerhalb Israels in Hamburg. 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche sollen die Mieter Zugang zu der 4.000 Quadratmeter umfassenden, auf vier Etagen verteilten Bürofläche haben. Über 600 mietbare Arbeitsplätze will Mindspace bieten. Dan Zakai, Gründer und CEO von Mindspace, präsentierte die Räumlichkeiten am Rödingsmarkt.

Hunde erlaubt

Beim Rundgang im März gehört noch ein wenig Fantasie dazu, sich vorzustellen, wie die Location bei der Eröffnung in wenigen Wochen aussehen wird. Dutzende Handwerker auf jeder Etage, Schutzplanen, Baulärm, junge Künstler aus Berlin bemalen die noch weitestgehend kahlen Wände. „Wir mögen Vintage-Stücke mit industriellen und urbanen Einflüssen. Die Büros werden nicht zu modern oder kitschig”, so Zakai. Immer wieder muss er das Gespräch unterbrechen, um Fragen von Handwerkern oder der bereits das Gebäude begutachtenden Mietinteressenten zu beantworten. Dann streunt ein wuscheliger Terrier vorbei. „Hunde sind in unseren Büros erlaubt, Katzen nicht”, sagt der ehemalige Investmentbanker und lacht.

Eine Küche auf jeder Ebene

Trotz Baustellenatmosphäre im Inneren beeindruckt das „Alte Klöpperhaus“ am Rödingsmarkt – ein über 100 Jahre altes, denkmalgeschütztes Kaufmannshaus – schon auf den ersten Blick mit heller Sandsteinfassade und Jugendstilelementen. Im Inneren kommt mit 3,80 Meter hohen Decken, großen Fenstern und verglasten Büroabschnitten der Loftcharakter zum Ausdruck. Im Zentrum jeder Ebene soll eine Küchenzeile mit Kaffeemaschine, Kühlschrank und Mikrowelle ausgestattet werden. Einmal wöchentlich ist eine Happy Hour mit Bier und Speisen geplant. „Oder wir laden junge Köche ein, die hier ihre neuesten Kreationen präsentieren. Wir wollen alles, nur keine Routine”, erklärt Zakai.

Networking-Events

Mit 600 Euro für einen einzelnen Arbeitsplatz haben die exklusiven Büroflächen ihren Preis. Dafür stehen den Mitgliedern acht Community-Manager zur Verfügung, es gibt technisch ausgestattete Groß- und Einzelbüros, Reinigungs- und Reparaturleistungen und Vergünstigungen für Restaurants und Fitnessclubs. In der Event-Area sollen regelmäßig Networking-Events veranstaltet werden. Das könnten Gründer-Vorträge, Start-up-Speeddatings oder Workshops sein.

Innovationen schaffen

Zwar sollen auch junge Startups und Freelancer einziehen, gleichzeitig will der Anbieter aber auch Unternehmen mit 30 bis 50 Mitarbeitern ansprechen. „Wenn Gründer, Designer und Freelancer auf ausgereifte Unternehmen treffen, entstehen Synergien, die Innovationen schaffen. Das wollen wir mit Mindspace fördern“, so Zakai. In Tel Aviv habe sich das Konzept bewährt. Dort arbeiteten Freelancer und Gründer neben Mitarbeitern großer Konzerne, wie Barclays, ProSieben oder Coca-Cola.

Ausflug nach Tel Aviv

Warum Mindspace als erste internationale Dependancen mit Hamburg und Berlin gleich zwei deutsche Metropolen gewählt hat? Aus Deutschland sei immer wieder starkes Interesse an der Startupszene Tel Avivs bekundet worden. Es habe zahlreiche Besuche politischer Akteure und von Initiatoren verschiedener Förderprogramme gegeben. Hamburg als Standort besteche durch die starke Medienbranche. Der Wille zu mehr Innovation sei förmlich spürbar. Die bisherige Nachfrage nach den Büroflächen am Rödingsmarkt bestätige Zakai in seiner Wahl des Standortes an der Elbe. In Zukunft gelte es die internationalen Standorte von Mindspace stärker miteinander zu vernetzen. „Wir wollen Firmen aus Tel Aviv nach Hamburg und Berlin und umgekehrt schicken.“
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.mindspace.me.de

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