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© mediaserver.hamburg.de/C. Spahrbier

Musikwirtschaft ist ein Milliardenmarkt - Studie in Hamburg vorgestellt

Branche ist mit elf Milliarden Euro Umsatz ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. In keiner anderen Medienbranche arbeiten so viele Menschen wie in dem Bereich. Davon profititiert auch Hamburg

Die Teilbranchen der deutschen Musikwirtschaft haben im vergangenen Jahr insgesamt elf Milliarden Euro umgesetzt. Mit insgesamt 127.000 Selbständigen und Arbeitnehmern übertreffen sie die Erwerbstätigenzahlen jeder anderen Medienbranche. Die Bruttowertschöpfung lag dabei 2014 mit rund 3,9 Milliarden Euro sogar über der von Filmwirtschaft, Radioveranstaltern, Buch- oder Zeitschriftenverlagen. Innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft leistet die Musikwirtschaft damit einen bedeutenden Beitrag zur Einkommensentstehung.

Dies sind Ergebnisse der Studie „Musikwirtschaft in Deutschland“, die an diesem Mittwoch im Hamburger Rathaus im Vorfeld des „Musikdialogs“ vorgestellt wurde. Die Erhebung liefere nun erstmals fundierte Zahlen des musikwirtschaftlichen Gesamtmarktes mit seinen wichtigsten Teilsektoren.

Auch Hamburg profitiert von der Branche

Innerhalb der sieben Teilbranchen der Musikwirtschaft wiederum haben die „Musikveranstaltungen“ (27%) und „Musikaufnahmen“ (22%) die höchste Bruttowertschöpfung, gefolgt von den Bereichen „Musikinstrumente“ (19%), „Kreative“ (15%), „Musikunterricht“ (10%), „Musikverlage“ (5%) und „Verwertungsgesellschaften“ (2%).

Auch die Hansestadt, in der heute das Reeperbahn Festival, Deutschlands wichtigstes Event der Musikwirtschaft, eröffnet wird, profitiert von der Branche. “Ob live, auf physischen Tonträgern oder in digitaler Form – Musik ist von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Das wissen wir in Hamburg schon länger, schließlich profitiert unsere Stadt in besonderem Maße z.B. vom Musiktourismus. Der Branche bietet sich mit der Studie die Chance, deutschlandweit als Schlüsselbranche der Kreativwirtschaft wahrgenommen zu werden“, so Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz.

Vorreiterrolle im digitalen Wandel

Brigitte Zypries, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie sagte: „Die Musikwirtschaft ist eine wichtige volkswirtschaftliche Größe innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland, das zeigt diese Studie eindrucksvoll. Gleichzeitig nimmt diese Branche eine Vorreiterrolle im digitalen Wandel ein: Sie wurde als eine der ersten von der digitalen Revolution getroffen und hat gute und erfolgreiche Lösungen entwickelt, an denen sich andere Branchen ein Beispiel nehmen. Die Musikwirtschaft ist damit in zweifacher Hinsicht eine zentrale Teilbranche in der deutschen Kreativwirtschaft.”

Zur Studie

Die Untersuchung wurde vom Institut für Kommunikationswissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena (IfKWJ) unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Seufert durchgeführt. Auftraggeber sind in Kooperation die wichtigsten Verbände der Musikwirtschaft, Förderer die Freie und Hansestadt Hamburg und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Ziel der Studie war es unter anderem, vorhandene Informationslücken in den Daten des statistischen Bundesamtes zur wirtschaftlichen Lage der Selbständigen und Unternehmen der deutschen Musikwirtschaft zu schließen, die Aussagekraft bereits bestehender Studien zu vervollständigen und damit die tatsächlichen Branchenrealitäten abzubilden. An der Umfrage zwischen Mitte März und Ende Juni 2015 beteiligten sich rund 1.300 Unternehmen mit Gesamtumsätzen von über fünf Milliarden Euro.
kk

Quelle und weitere Informationen zur Studie:
www.musikindustrie.de
www.hamburg.de/mediendialog
www.kultur-kreativ-wirtschaft.de

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