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Hamburg: Die Zukunft gestalten  - © HPA/Fotograf: Andreas Schmidt-Wiethoff

Mit Innovationen die Zukunft gestalten

2018 sollen die Rahmenbedingungen für die Digitalisierung in Hamburg verbessert werden. So startet im Januar mit der 5G-Testphase das "Netz der Zukunft"

Mit einem technologischen Testgebiet im Hamburger Hafen, der als hochdigitalisiertes Umfeld schon seit langem als eine Art Testlabor für die Stadt fungiert, hoher Wirtschaftskraft mit positiven Zukunftsaussichten und einer innovativen Gründerszene scheint Hamburg auf dem Weg in die Zukunft gut aufgestellt. 2018 gibt es einige wichtige Weichenstellungen.

5G: Im Hamburger Hafen wird der neue Mobilfunkstandard getestet

Im Januar startet die Testphase für das Netz der Zukunft: 5G steht für die fünfte Generation der mobilen Internetnutzung und ist schneller, sicherer und flexibler als seine Vorgänger. Die hohen Datenübertragungsraten gelten als Grundlage für das Internet der Dinge und weitere Schlüsseltechnologien, wie das autonome Fahren. Getestet wird 5G aktuell in Deutschland und Italien: Venedig bekam den Zuschlag für das Ausloten touristischer Nutzungsperspektiven, im Hamburger Hafen testet die Hamburg Port Authority die industriellen Möglichkeiten. Insgesamt 7,7 Millionen Euro stellt die EU für die zweijährige Testphase zur Verfügung. Besonders interessant: 5G erlaubt Network slicing.

Mit 5G gibt es nicht mehr ´Das Netz`, sondern der neue Standard erlaubt eine Vielzahl parallel betriebener, virtueller Netze auf Basis einer gemeinsamen, physischen Infrastruktur. Diese Netz-in-Netz-Technik, die in ihrer Sicherheit und Verlässlichkeit mit dem Festnetz vergleichbar sein soll, bietet die Möglichkeit, zukunftsweisende Anwendungen, wie die Steuerung der Verkehrsampeln, die Einbindung von schiffsgebundenen Umweltsensoren oder die Anbindung weiterer Infrastruktur per Funk für den Hafen zu realisieren.

Der aktuelle Teststatus für 5G bedeute einen zweijährigen Technologievorsprung für die Stadt, so HPA-CEO Jens Meier. „Wir sammeln jetzt wertvolle Erfahrungen und wenn der Standard 2020 Wirklichkeit wird, wissen wir, was wie und wo anzuwenden ist. Das ist ein unbezahlbarer Vorsprung – sowohl für den Hamburger Hafen als auch für die Stadt Hamburg.“

Hamburg Invest: Neue zentrale Anlaufstelle für Startups

Die Entscheidung für Hamburg als Testgebiet für den neuen Mobilfunkstandard soll die Innovationskraft des Standorts maßgeblich vorantreiben. Um klugen Ideen auch künftig den Weg zu ebnen, entsteht zum 1. Januar 2018 bei Hamburg Invest (ehemals HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH) eine zentrale Anlaufstelle für lokale wissens- und technologieorientierte Startups. Immerhin ist Hamburg Gründerhauptstadt Deutschlands und durch die Konzentration der Startup-Betreuung bei Hamburg Invest soll zudem die internationale Vermarktung und Sichtbarkeit des Hamburger Startup-Ökosystems gestärkt werden.

Masterplan Industrie um Zukunftsfelder 3D-Druck und Industrie 4.0 ergänzt

Neben der Weiterentwicklung des Hamburger Startup-Ökosystems soll auch die Entwicklung neuer Technologien vorangetrieben werden. 2018 rücken insbesondere die beiden Zukunftsfelder 3D-Druck und Industrie 4.0 in den Fokus. Diese beiden Bereiche wurden noch im Dezember 2017 in den „Masterplan Industrie“ als eigenständige Handlungsfelder integriert. Der Masterplan Industrie hat sich zum Ziel gesetzt, die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Hamburger Industrie dauerhaft zu sichern sowie Beschäftigung zu erhalten und neu zu schaffen.

Die Digitalisierung der Wirtschaft – Industrie 4.0 – bietet große Chancen und Herausforderungen für Beschäftigte und Hamburger Unternehmen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. Der 3D-Druck wiederum, der sich in den letzten Jahren rasant entwickelt hat, birgt großes Potential insbesondere für die Luft- und Raumfahrtindustrie. Durch die Erweiterung des Masterplans Industrie um zwei neue digitale Handlungsfelder, sollen die Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit der Hamburger Industrie 2018 weiter ausgebaut werden.

Bucerius Lab Symposium zur Digitalisierung der Arbeit

Big Data, künstliche Intelligenz, Digitalplattformen und selbstlernende Roboter – wie wird der technologische Fortschritt unsere Arbeitswelt verändern? Mit dieser Frage beschäftigt sich das zweite Bucerius Lab Symposium Die Digitalisierung der Arbeit – Schafft der Mensch den Menschen ab? am 13. und 14. April 2018 im Museum der Arbeit.

Das erste Bucerius Lab-Symposium „Die kalifornische Herausforderung“ lockte im Frühjahr 2016 über 1.000 Besucher und internationale Experten in die Hamburger Kulturfabrik Kampnagel. Die Symposien finden im Rahmen des Bucerius Lab statt, einem Labor für Zukunftsfragen. Es konzentriert sich auf den digitalen Wandel, der in den letzten Jahren zu einem zentralen Motor gesellschaftlicher, ökonomischer, politischer und kultureller Veränderungen geworden ist.
ys/kk

Weitere Informationen unter:
www.hamburg-port-authority.de
www.hamburg-invest.com
www.hamburg.de/bwvi/masterplan-industrie
www.buceriuslab.de

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