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© beliya

Mit Designer-Handtaschen Gutes tun

Hamburger Startup beliya leistet mit Charity-Mode praktische Entwicklungshilfe. Die Idee dürfte bei Weihnachts-Shoppern gut ankommen

Good Couture ist das Motto des sozialen Modeunternehmens beliya. Die Produkte der beiden Hamburger Gründerinnen – Accessoires von Schlüsselanhängern bis Taschen – sind nachhaltig produziert. Der Kauf einer Tasche ermöglicht den Schulbesuch eines Kindes in Afrika für ein Jahr. Die Förderung ist ganz persönlich. So steht der Name des Kindes, das die Unterstützung erhält, an der Tasche. Außerdem kann die Kundin „ihr“ Kind auf der Website www.beliya.de kennenlernen und begleiten. Dafür arbeitet beliya mit vier afrikanischen Partnerschulen zusammen. Das Geschäftsmodell, mit einem Kauf gleichzeitig auch etwas Gutes zu tun, dürfte gerade in der Weihnachtszeit bei vielen Kunden gut ankommen.

Material aus Überschussware bekannter Designer

Die beiden Gründerinnen Andrea Noelle (36) und Annika Busse (35) lassen alle Produkte in Handarbeit fertigen. Die Materialien stammen zum Großteil aus Überschussware bekannter Designerkollektionen. „Wir lassen die Produkte direkt bei den Unternehmen in Italien und Ungarn herstellen. Dabei achten wir streng auf die Produktionsweise und kontrollieren diese regelmäßig selbst“, erläutert Annika Busse in einem Gespräch mit den Hamburg News. Die Kollektionen weisen mit Produktnamen wie „Hope“ und „Love“ bereits auf die Intention des Labels hin. Der Erlös jedes Produkts geht zu einem großen Teil an Kinder in Afrika, deren Schulbesuch für ein Jahr mit jeder Tasche finanziert wird. 2013 wurde beliya für ihre Idee mit dem Hamburger Marketingpreis HAMMA-Award in der Kategorie Kreativpreis Social Marketing ausgezeichnet.

Etwas an die Gesellschaft zurückgeben

Nach dem Abitur studierten Annika Busse und Andrea Nolle Betriebswirtschaft und Politikwissenschaften und promovierten über das Thema “Mikrokredite”. Nachdem sie in großen Konzernen wie Jil Sander und Mulberry arbeiteten, entschlossen sie sich, etwas an die Gesellschaft zurückzugeben und gründeten beliya.

Umzug und Vergrößerung stehen an

Seit dem Start vor zwei Jahren arbeiteten die beiden Gründerinnen mit einer fest angestellten Mitarbeiterin, weiteren Freelancern und Praktikanten in einem crowdworkingspace für soziale Start-ups und Projekte. Jetzt sind sie umgezogen und haben sich dabei vergrößert: Am neuen Sitz in der Hamburger Neustadt befinden sich Büro und Showroom. Dort werden die Taschen auch direkt vertrieben. Außerdem verkaufen ausgewählte Geschäfte in Hamburg, Oldenburg, Berlin und München sowie der eigene und ausgesuchte Onlineshops die Produkte.

Ihre Geschäftsidee kommt an. Busse: „Mittlerweile sind wir in der Lage, über 500 Kinder an unseren vier Partnerschulen zu unterstützen.“ Aktuell findet auf www.oneplanetcrowd.de eine Crowfundingaktion zur Sanierung einer Schule in Rehoboth in Namibia statt.
jan/ker

Quellen und weitere Informationen:
www.beliya.de
www.stepsforchildren.de
www.oneplanetcrowd.de

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