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Breeze-Team um Co-Founder Robert Heinecke (mittig) - © Anne Gaertner

Harburgs Gründerszene startet durch

Hamburg ist deutsche Gründerhauptstadt. Das Startup Dock in Harburg will dazu beitragen, diesen Spitzenplatz zu halten. Hohe Erfolgsquote der Startups

Im alten Harburger Binnenhafen roch es einst nach Gummi und das Areal wurde vor allem von Ölmühlen und Kautschuck verarbeitenden Betrieben bestimmt. Heute steht der Harburger Hafen für Aufbruch, Innovation, Forschung und Entwicklung.

Den Anfang machte die Technische Universität Hamburg (TUHH), die 1978 in Harburg gegründet wurde. Weitgehend unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit wurden hier Reformen umgesetzt, die sich auf die gesamte deutsche Hochschulszene auswirkten. Vor allem aber dreht sich an der TUHH alles um die Themen der Zukunft: Green Technologies, Life Science, Aviation und Maritime Technologies. Hier wurde als Novum für eine technische Universität erstmals ein Lehrstuhl für Entrepreneurship eingerichtet.

Working Space für studentische Teams

Die TUHH will damit entscheidend dazu beitragen, dass sich die Studenten von heute gezielt und ohne Stolpersteine zu den Erfindern und Unternehmern von morgen entwickeln können. Dafür wurde zum Beispiel in den Räumlichkeiten der TU eigens ein Working Space eingerichtet. Hier können studentische Teams Ideen verwirklichen und an den Lösungen von morgen arbeiten. Es entstehen Netzwerke und Kontakte. Mentoren vermitteln wertvolles Wissen. Veranstaltungen öffnen den Horizont. Es entsteht eine Gründungskultur, die das wissenschaftliche Umfeld Hamburgs zu einer attraktiven Adresse für Studierende macht, die eigene Ideen verwirklichen und neue Wege gehen wollen.

Startup Dock am Binnenhafen

Doch neue Technologien und die Entwicklung neuer Lösungen sind nur eine Seite. Die Entwicklung von Geschäftsideen und die Gründung eines Unternehmens eine andere. Deshalb gibt es in Hamburg Harburg das Startup Dock. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und von einem breiten Verbund aus Institutionen und Unternehmen getragen.

Sein Standort ist die Schlossstraße in Harburg. Hier, am Rand des ehemaligen Binnenhafens findet man sie, die Gründer, die schon einen Schritt weiter sind. Es ist ein Gebäude, in dem man ihn förmlich zu spüren glaubt, den Erfindergeist junger Leute, die Ideen haben und entschlossen sind, etwas völlig Neues zu schaffen. Manche sitzen vor großformatigen Displays. Andere haben es sich mit ihrem Notebook in eine Ecke zurückgezogen und scheinen in Gedanken versunken zu sein. Überall sieht man kleine Gruppen, die irgend etwas diskutieren.

Junge Unternehmen auf dem Weg zum Erfolg

Auf einer Tafel direkt neben dem Eingang stehen die Namen der jungen Unternehmen, die auf dem Weg in eine neue Zukunft sind. So geht zum Beispiel Visiolytics neue Wege bei der Analyse von Flüssigkeiten. Aiconnix.ai arbeitet an Lösungen zur Optimierung von Video-Content im Internet. Recalm beschäftigt sich mit Active Noise Cancelling für Sitze. Und das Thema von Bluebird Mountain ist eine Drohne zur Rettung von Lawinenopfern.

„80 Prozent der Startups erweisen sich als erfolgreich,“ weiß Dr. Christian Salzmann und nennt als Beispiel Breeze Technologies, ein Unternehmen im Startup Dock, das vor wenigen Wochen den Hamburger Gründerpreis erhielt. Salzmann ist Executive Director des Startup Docks und meint: „Harburg bildet einen geradezu idealen Mikrokosmos für Unternehmensgründungen. Hier bestehen beste Voraussetzungen, um an bestehende Strukturen anzudocken und von einem industriellen Umfeld zu profitieren, das genau die Technologiebereiche umfasst, aus denen die Zukunft besteht.

Innovationsstandort in der Metropolregion

Ähnlich sieht es auch Martin Mahn. Er ist CEO von TUTECH und Hamburg Innovation. Beides sind privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen der Technischen Universität Hamburg und der Stadt Hamburg. Sie agieren als Berater, Makler, Initiator und Koordinator an der Schnittstelle zwischen den Hochschulen und Unternehmen der Region und damit zwischen Forschung und Markt. Und sie tragen aktiv zu einer intensiven Vernetzung von Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft bei.

Eine Aufgabe von TUTECH besteht zum Beispiel darin, die Wandlung des Quartiers im ehemaligen Harburger Binnenhafen nachhaltig zu fördern. „Hier entsteht einer der interessantesten Innovationsstandorte Deutschlands,“ ist seine Überzeugung: „Wir wollen damit die Voraussetzung schaffen, dass sich Forschung und Unternehmensgründung zum Vorteil der Metropolregion Hamburg auswirken.“ Anders gesagt: Junge Unternehmen sollen hier ein optimales Umfeld vorfinden, um sich weiterentwickeln zu können.

Dafür arbeitet TUTECH eng mit dem Startup Dock auf der einen und der Technischen Universität auf der anderen Seite zusammen. Geboten wird ein Coworking-Space & Inkubator, ergänzt durch Services, wie Gründungsberatung, Training und Coaching und Unterstützung bei der Entwicklung von Businessmodellen und Businessplänen. Harburg ist für junge kreative Unternehmen ein idealer Standort – direkt am Wasser und umgeben von Forschung, Technologie und Innovation.
sw/cm/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.startupdock.de

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