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Hamburger Senat verabschiedet "Strategie Digitale Stadt"

Neue Leitstelle soll Prozess koordinieren. Projektbeispiel ist die Hamburg Open Online University

Verwaltungsangebote werden zunehmend digital zur Verfügung gestellt und Hamburger Unternehmen und Initiativen entwickeln neue digitale Formate in allen Bereichen: Hamburg ist auf dem Weg zur digitalen Stadt. Am Dienstag verabschiedete der Hamburger Senat eine „Strategie Digitale Stadt“. Prozesse sollen gebündelt und geeignete Strukturen für eine optimale Entwicklung geschaffen werden.

„Ob man die Digitalisierung aller Lebensbereiche persönlich gutheißt oder nicht: Sie findet mit großer Geschwindigkeit statt. Wir müssen aus der Bedrohungsdiskussion eine Chancendiskussion machen“, sagte Bürgermeister Olaf Scholz: „Wenn Hamburg diesen Prozess mitgestalten will, ist dafür jetzt die Zeit zum Handeln. Andernfalls wären wir später auf vorgegebene Lösungen Dritter angewiesen.”

Hamburg Open Online University

So werde der Senat künftig in allen Initiativen und Projekten mit seiner Beteiligung den Aspekt der Digitalisierung verstärkt berücksichtigen. Eine Leitstelle Digitale Stadt soll den Prozess begleitend koordinieren. Ein konkretes Projektbeispiel ist die hochschulübergreifende Digitalisierungsstrategie von Senat und Hochschulen, die der Senat ebenfalls beschlossen hat. In ihrem Zentrum steht die Hamburg Open Online University.

Hamburg will bei Digitalisierung Vorreiterrolle einnehmen

Das von allen staatlichen Hochschulen mitgetragene Konzept soll die klassische Präsenzlehre der Hamburger Hochschulen mit den Möglichkeiten digitaler Technologien zusammenführen. Damit bietet sich für Hamburg die Chance, bei der digitalen Lehre eine Vorreiterrolle einzunehmen.

Ziel des Senats ist es, technische Innovationen für die optimale Entwicklung der Freien und Hansestadt Hamburgs als Digitale Stadt zu nutzen. Hamburg will damit einen Raum bieten, um neue technologische Lösungen zur Verbesserung der Servicequalität und des städtischen Lebens in sozial- und umweltverträglicher Weise in praktischer Anwendung zu erproben.

Sicherheit und Datenschutz

Die Bandbreite der Projekte reicht von der digitalen Verwaltung über intelligente Verkehrssysteme und Hafenorganisation (smartPORT), digitale Geodaten sowie Bildungs- und Kulturangebote bis hin zur digitalen Infrastruktur der gesamten Energieversorgung (SmartEnergy).

Um das hierfür notwendige Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, werde der Senat durch eine entsprechende Steuerung auch den zentralen Stellenwert von IT-Sicherheit und Datenschutz sicherstellen.

Leitstelle Digitale Stadt

Eine besondere Herausforderung des umfassenden Ansatzes der Digitalen Stadt liege darin, eine weit größere Zahl von Akteuren einzubeziehen als nur die Verwaltung selbst. Hierfür wird unter anderem eine Leitstelle Digitale Stadt bei der Senatskanzlei geschaffen, die die einzelnen Projekte koordinierend begleitet.

„Die Digitalisierung ist eine gesamtstädtische Aufgabe. Mit der Leitstelle Digitale Stadt wollen wir die vielfältigen Projekte und Prozesse über die Verwaltung hinaus vernetzen“, erläuterte der Staatsrat der Senatskanzlei Dr. Christoph Krupp. „Wir verstehen uns dabei ausdrücklich als Ansprechpartner für die Öffentlichkeit und strategische Partner, wie zum Beispiel Unternehmensgründer.“

Für den Projektzeitraum bis Ende 2016 stellt der Senat Mittel in Höhe von insgesamt rund 3,7 Millionen Euro aus den Etats der Behörde für Wissenschaft und Forschung sowie der Senatskanzlei zur Verfügung.
ker

Quelle:
Pressestelle Senatskanzlei
www.hamburg.de

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