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Hamburger Startup Sponsoo: Plattform für Sportsponsoring - © betahaus Hamburg

Hamburger Startup Sponsoo: Plattform für Sportsponsoring

SOMMER-SERIE Startups, Teil 8: Von American Football über Boxen bis Surfing – Sponsoo führt Sportler und Sponsoren zusammen

Andreas Kitzing und sein Co-Founder Béla J. Anda sind selbst leidenschaftliche Sportler – in ihrer Freizeit. Kitzing jobbte zudem während seines BWL-Studiums beim HSV, so dass ihm auch die geschäftliche Seite eines Sportvereins nicht fremd ist. Doch während der HSV potentiellen Sponsoren durchaus ein Begriff ist, müssen aufstrebende Einzelsportler zunächst die Aufmerksamkeit möglicher Finanziers erringen. Und genau hier setzt Sponsoo an.

Vielzahl interessanter Sponsoring-Möglichkeiten

Sportler aller Sportarten aus ganz Deutschland, aber auch Vereine oder Verbände, stellen auf der Online-Plattform ein, was sie Sponsoren zu bieten haben: Bandenwerbung, Trikot-Sponsoring oder auch eine Anzeige im Vereinsmagazin. Interessierte Sponsoren unterstützt Sponsoo bei der Abwicklung etwa mit Musterverträgen, Vorschlägen zur Logo-Platzierung oder Trikot-Bestellung und setzt auf Wunsch ganze Sport-Sponsoring-Kampagnen um. „Gerade der Breitensport bietet eine Vielzahl interessanter Sponsoring-Möglichkeiten, die jedoch mit einigem Aufwand verbunden sind. Mit Sponsoo helfen wir Marketing-Entscheidern, interessante Sportler oder Sportarten zu identifizieren und das Sponsoring ohne großen Aufwand zu realisieren“, erläutert Kitzing. Kommt es zum Abschluss, erhält Sponsoo einen prozentualen Anteil an der Sponsoringsumme. Die Vermittlung von Trikots ist eine weitere Einkommensquelle für das Startup.

Unterstützung in Sachen Entrepreneurship

Kitzing hatte sich schon während seines Studiums an einer ersten Startup-Idee versucht, „die aber am Ende nicht wirklich funktioniert hat, vor allem weil wir schlicht nicht wussten, wie wir unsere coole Idee in ein erfolgreiches Geschäftsmodell umsetzen sollten.“ Als er für sein MBA-Studium nach Cambridge ging, war er beeindruckt wie viel Unterstützung es dort seitens der Universität für angehende Entrepreneure gab. „Es gab Kurse zum Thema Gründen und eine große Community, die sich gegenseitig half“, erinnert sich der 30-Jährige. Ein derart gründerfreundliches Umfeld ist inzwischen auch in Hamburg entstanden. So gibt es Anlaufstellen wie das Startup Dock der TUHH, an das sich Studierende aller Hamburger Hochschulen mit Gründerambitionen wenden können.

SpeedUP! und BETAPITCH Hamburg

Kitzing und Anda gründeten Sponsoo im August 2014, im Januar 2015 ging ihre Website offiziell online. Erleichtert wurde ihnen die Startphase durch SpeedUP!, ein von der EU geförderter Accelerator, der dem Jungunternehmen zehn Monate lang einen monatlichen Betrag von 5.000 Euro sicherte. Weitere 50.000 Euro folgen in Kürze, da sich Sponsoo als eines der besten Startups im Programm qualifizieren konnte. Sechs Monate kostenlose Miete brachte ihnen zudem der BETAPITCH Hamburg im Juli 2015 ein. Das Coworking-Space betahaus stellt offene, digital vernetzte und kollaborative Arbeitsorte zur Verfügung, die flexibel sind und als Inkubationsplattform für Netzwerk, Innovation und Produktion dienen.

Mit Sponsoo etwas bewirken

Noch ist Sponsoo nicht in den schwarzen Zahlen, doch das sei aktuell auch gar nicht der Plan, betont Kitzing. „Alles was wir einnehmen geht als Reinvest ins Startup. Unser vorrangiges Ziel heißt wachsen.“ So sollen die aktuell fünf Vollzeitmitarbeiter auf acht gesteigert werden, um das Unternehmen in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Entwicklung zu unterstützen. Vor allem jedoch geht es Kitzing darum, mit seinem Startup etwas zu bewirken. „Wir haben einen Einzelsportler aus Syrien, der als Leistungssportler auf internationaler Ebene gerade beginnt Erfolg zu haben und den wir exklusiv mit Sponsoren ins Gespräch bringen.“ Und ein paar 1.000 Euro mehr machten etwa für einen Sportverein einen Riesenunterschied, „denn es ermöglicht vielen Menschen einfacher und zu günstigen Konditionen Sport treiben zu können – das ist fantastisch.“
ys/kk

Quellen und weitere Informationen unter:
www.sponsoo.de
www.speedupeurope.eu
www.hamburg.betahaus.de
www.nextmedia-hamburg.de

In der SOMMER-SERIE Startups sind bereits folgende Artikel erschienen:
Teil 1: Hamburger Gründer bei Virtual Reality-Anwendungen ganz vorn
Teil 2: Startup Dock: Hamburg braucht eine Pay-It-Forward Culture
Teil 3: Hamburger Greentech-Startup bentekk entwickelt Benzol-Messgerät
Teil 4: Hamburger Startup DailyDress liefert die Fashion-App für das perfekte Outfit
Teil 5: Deutschlandpremiere: Fintech Week kommt nach Hamburg
Teil 6: Hamburger Startup Foodguide: per Handy zum perfekten Dinner
Teil 7: Synergeticon vernetzt Werksarbeiter und Maschinen

Startup Dock

Das Startup Dock ist ein an der TUHH angesiedeltes Institut, das Studierende aller Hamburger Hochschulen bei Gründungsprojekten unterstützt. Gegründet 2013 mit dem Ziel, aus dem wissenschaftlichen Potenzial technologieorientierte Innovations- und Gründungsprojekte entstehen zu lassen und eine lebendige Gründungskultur auf dem Campus zu schaffen, kooperiert das Startup Dock etwa mit der Universität Hamburg oder der HAW Hamburg bei Veranstaltungen wie dem Hamburg Innovation Summit oder dem „UniPitch“. Der nächste UniPitch, eine gemeinsame Veranstaltung der Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie des Gründerzentrums der Handelskammer Hamburg in Zusammenarbeit mit nextMedia.Hamburg, findet am 16. November statt.
startupdock
www.uni-pitch.de
www.hamburg-innovation-summit.de
www.nextmedia-hamburg.de

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