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Die Gründer von Skybus v.l.: Pierre Manière, Marius Schmeding und Peter Sorowka - © Muriel Liebmann

Industrie 4.0: Startup Skybus ermöglicht Kommunikation zwischen Maschinen

Beim Startups@Reeperbahn Pitch tritt der Hamburger Newcomer gegen vier weitere Finalisten an

Das erst im April dieses Jahres gegründete Startup Skybus bringt eine Softwareplattform auf den Markt, über die Industriemaschinen und Softwareanwendungen vernetzt werden können. Auf diese Weise lernen Maschinen „miteinander zu kommunizieren” – Stichwort „Industrie 4.0”. Neben vier weiteren Finalisten tritt Skybus am 23. September 2015 beim Startups@Reeperbahn Pitch im Rahmen des Hamburger Reeperbahn Festivals in Hamburg an.

Ausweitung der industriellen Schnittstellenkommunikation

Ideengeber für das neue Toolkit sind der ehemalige Unternehmensberater Pierre Manière, Software-Entwickler Marius Schmeding und Elektroingenieur Peter Sorowka. Mit technischer und unternehmerischer Expertise arbeiten die drei bereits seit mehreren Jahren gemeinsam im Hamburger Inkubator Gründerwerft an der Software. Die nun entwickelte Skybus-Box wird in bestehende Maschinen-Netzwerke eingehängt und bietet Adapter zu fast allen bestehenden Industrie-Schnittstellen. Über die Onlineplattform sollen Software-Entwickler mit wenigen Zeilen Quellcode Maschinen, Geräte oder Sensoren in ihre Anwendungen integrieren können.

Skybus verbindet Maschinen und Software-Entwickler

Die Geschäftsidee erklären Mitbegründer Pierre Manière und Marius Schmeding im Interview mit nextMedia.Hamburg: „Ein gutes Beispiel ist ein Fall, in dem eine Smartphone-App entwickelt werden soll, die bei Überhitzung einer Maschine den zuständigen Schichtleiter warnen soll. So etwas ist bisher sehr kompliziert, da die Maschinenhersteller keine Kompetenz in Sachen Apps, und die App-Agenturen keinen Bezug zur Maschine haben. Skybus füllt genau diese Lücke.“

Innovatives Konzept im Praxistest

Zwar befindet sich das Startup noch in der Pilotphase, einen ersten Praxistest hat Skybus aber schon bestanden. Im Rahmen eines Forschungsprojektes der RWTH Aachen fungierte Skybus als Schnittstellenlösung zwischen Industriemaschinen und einem Sensorenhersteller. „Unsere Software ist extrem gut angekommen“, sagt Peter Sorowka im Gespräch mit Hamburg News. „Innerhalb weniger Stunden konnten die Programmierer der RWTH Aachen mithilfe von Skybus eine App zur Überwachung der Maschinen entwickeln.“ Das Projekt sei eine wertvolle Referenz und habe den kooperierenden Sensorenhersteller neugierig auf das Konzept von Skybus gemacht.

Voller Terminplan im September

Nicht nur beim Startups@Reeperbahn Pitch ist Skybus mit von der Partie. Noch diese Woche ist das Startup auf der solutions.hamburg, einem dreitägigen Kongress der Digitalisierungsbranche, in Hamburg vertreten. Am 18. und 19. September organisieren die tatkräftigen Gründer einen Hacking-Marathon, im Fachjargon auch „Hackathon“ genannt. Bei dieser Veranstaltung können Software-Entwickler das neue Toolkit anwenden und dessen Potentiale ausschöpfen.

BUS-System in der Cloud

Am Ende steht die Frage, was es eigentlich mit der Namensgebung von Skybus auf sich hat. Mitgründer Pierre Manière löst das Rätsel im Interview mit nextMedia.Hamburg: Industrie-Maschinen sind gewöhnlich mit einem so genannten BUS-System verbunden. Dieses wird mit der neuen Software in eine Cloud gebracht – kurzum: „Skybus“.
ca/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.skybus.io
www.hamburg-startups.net/tag/skybus/
www.monitor.hamburg-startups.net
www.nextmedia-hamburg.de

Zum Startup@Reeperbahn Pitch

Neben vier weiteren Finalisten tritt Skybus am 23. September 2015 beim Startups@Reeperbahn Pitch im Rahmen des Hamburger Reeperbahn Festivals in Hamburg an. Die weiteren Kandidaten sind Antelope aus Frankfurt, das smarte Sportkleidung vertreibt, Funzi aus Finnland, das eine Lern-App für Entwicklungsländer bietet und MedLango aus Berlin, das eine Plattform für medizinische Übersetzungen entwickelt. Mit von der Partie ist auch ein Hamburger Konkurrent: das Startup figo stellt ein innovatives Konzept zum Thema Schnittstellenlösungen im FinTech-Bereich vor. Den Siegern des Wettbewerbs winkt der Spiegel Online Mediapreis – ein Mediabudget in Höhe von 100.000 Euro.
Weitere Informationen zum Startups@Reeperbahn Pitch

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