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Hamburger Startup Foodguide – per Smartphone Restaurants mit dem ´besonderen Etwas` finden  - © Foodguide

Hamburger Startup Foodguide: per Handy zum perfekten Dinner

SOMMER-SERIE Startups - Teil 6: Nach einem speziellen Algorithmus werden dem User besondere Restaurants und Gerichte empfohlen

Thailänder zelebrieren die Mahlzeiten sehr gern: Ein möglichst vielfältiges Speisenangebot und reichlich Zeit zum Genießen. Auch die Deutschen lieben gutes Essen. „Und doch gehen sie anders mit Essen um als Asiaten, wo die gemeinsame Mahlzeit oft den sozialen Mittelpunkt des Tages darstellt“, hat Malte Steiert während seines Auslandssemesters 2013 in Bangkok festgestellt – der 23-Jährige studierte damals Digital Media Management an der Hochschule Macromedia.

Die Idee: Ein soziales Netzwerk für Essen

Wieder in Hamburg vermisste Steiert die Vielfalt an Restaurants, die nicht nur anständiges Essen sondern darüber hinaus das 'besondere Etwas’ zu vertretbaren Preisen zu bieten hatten. „Es gab keine Portale, die mir bei der Suche nach diesen ganz besonderen Locations helfen konnten“. Zwar gab es Yelp und TripAdvisor, doch die boten nicht die Art von detaillierter Beschreibung mit schönen Fotos und Preis-Angaben, wie Steiert sie sich wünschte.

So entstand die Idee zu Foodguide – einem sozialen Netzwerk für Essen, in dem Nutzer Restaurants und Gerichte entdecken und miteinander teilen können. Die App für’s Smartphone funktioniert wie die Dating-App Tinder: Je nach Gefallen nach rechts oder links wischen.

In allen deutschen Städten ab 250.000 Einwohnern und in Europa

Foodguide startete im Mai 2014 zunächst als Food Blog bei Instagram. Vor gut einem Jahr tat Steiert sich mit Nico Pliquett (27 Jahre) zusammen, der ebenfalls an der Makromedia Hochschule studiert hatte und bereits Gründererfahrung mitbrachte. „Nico ist für den technischen Part zuständig, ich für den Social-Media-Bereich“, erklärt Steiert. Eine erfolgreiche Entscheidung, denn Foodguide wächst rasant. „Heute sind wir kuratiert in jeder europäischen Hauptstadt vertreten und in allen deutschen Städten ab 250.000 Einwohnern“.

Für die User ist die App kostenlos. Foodguide finanziert sich über die beteiligten Gastronomen und bietet drei Zahlungsmodelle an: Eine monatliche Gebühr für Zusatzfunktionen, sowie Einmal-Zahlungen für Peek campaigns oder Sponsored Posts.

Unterstützung durch Accelerator-Programm

Inzwischen ist Foodguide nicht nur einer wachsenden Zahl von Usern ein Begriff, das Startup gehörte zu den 10 Finalisten des diesjährigen Webfuture Awards der Standortinitiative nextMedia.Hamburg. Und im Mai zog Steiert für drei Monate in den Axel Springer Plug and Play Accelerator in Berlin ein. Neben der Summe von 25.000 Euro profitierte das junge Unternehmen vor allem von dem hochkarätigen Netzwerk und dem Kontakt zu Experten der Hamburger Startup-Szene. „Es gab zahlreiche tolle Coachings, Workshops und Investorengespräche. Dabei konnten wir unter anderem überprüfen: Wie solide ist unser Businessplan? Das war ein wichtiges Thema für uns.“
ys/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.thefoodguide.de
www.axelspringerplugandplay.com
www.nextmedia-hamburg.de

In der SOMMER-SERIE Startups sind bereits folgende Artikel erschienen:
Teil 1: Hamburger Gründer bei Virtual Reality-Anwendungen ganz vorn
Teil 2: Startup Dock: Hamburg braucht eine Pay-It-Forward Culture
Teil 3: Hamburger Greentech-Startup bentekk entwickelt Benzol-Messgerät
Teil 4: Hamburger Startup DailyDress liefert die Fashion-App für das perfekte Outfit
Teil 5: Deutschlandpremiere: Fintech Week kommt nach Hamburg

Accelerator-Programme

Je nach Stand der Gründeridee erhalten Jung-Unternehmen durch „Startup-Beschleuniger“ wertvolle Hilfe bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsidee, dem Geschäftsmodell oder ihres Produkts. In Hamburg gibt es eine Reihe unterschiedlicher Accelerator-Programme, etwa der next media accelerator (nma), die comdirect Start-up Garage oder das Greenhouse Lab, dem Innovation Lab von Gruner + Jahr.
next-media-accelerator
Greenhouse Lab
www.comdirect-garage.de

Lesen Sie dazu auch: Fünf Accelerator-Programme aus Hamburg

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