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Hamburg wird bei Startups immer beliebter

In einer PwC-Umfrage liegt Hamburg noch vor Berlin, Frankfurt und München. Die Studie zeigt auch, wo Gründer die größten Risiken sehen

Hamburg gewinnt als Standort für Startups weiter an Bedeutung. Neben Berlin und Frankfurt hat vor allem die Hansestadt aus Sicht von Start-ups das größte Potenzial. Wie aus einer Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) hervorgeht, liegt Hamburg in der Gunst der Gründer an der Spitze: 74 Prozent der 450 befragten Startups glauben, dass der Startup-Standort Hamburg zukünftig weiter an Bedeutung gewinnt. „Die von uns befragten Gründer sind mit dem Startup-Standort Deutschland zufrieden, auch im Hinblick auf Aspekte wie Vernetzungsmöglichkeiten oder den Zugang zu finanziellen Mitteln“, erklärt Philipp Medrow, Leiter der PwC Startup-Initiative NextLevel. Nähere Genaue Gründe wurden in der Studie nicht genannt. Erst im Mai hatte der Gründungsmonitor der Kreditanstalt für Wiederaufbau ergeben, dass Hamburg in Deutschland die Stadt mit den meisten Gründungen ist.

In Hamburg sind die jungen Unternehmen in allen Branchen gut vertreten. Eindrucksvoll präsentierten sich beispielsweise Gründer der Ernährungsbranche am Montag beim Food Innovation Camp in der Handelskammer Hamburg. Etwa jedes zehnte Hamburger Startup setzt auf eine kulinarische Geschäftsidee. Laut dem Hamburg Startup-Monitor der privaten Initiative Hamburg Startups entstammen aktuell allein 12,5 Prozent der dort verzeichneten Unternehmen der Food-Branche. Aber auch in anderen Branchen – wie beispielsweise im Luftfahrtbereich oder bei innovativen Logistik Themen sind immer mehr Gründer aus Hamburg und der Metropolregion aktiv.

Digitale Infrastruktur und Vernetzungsmöglichkeiten

Im Mittelfeld des Rankings liegen die Städte München, Köln und Düsseldorf. Insgesamt zeigen sich die befragten Startups sehr zufrieden mit dem Gründungsklima an ihrem jeweiligen Standort. So meinten 68 Prozent, die Rahmenbedingungen seien „eher gut“, 18 Prozent bezeichneten sie sogar als „sehr gut“. Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang die digitale Infrastruktur und die Vernetzungsmöglichkeiten. „Grundsätzlich siedeln sich Startups in der Regel in größeren Städten an, wo sie auf eine gute Infrastruktur und bestehende Ökosysteme zugreifen können“, sagt Philipp Medrow. Insbesondere in ländlichen Regionen gebe es daher vor allem beim Breitbandausbau Nachholbedarf.

Innovative Finanzierungsmodelle

Das größte volkswirtschaftliche Risiko für ihr eigenes Geschäftsmodell sehen die meisten Befragten, wie bereits im Vorjahr, im Fachkräftemangel (29 Prozent). Aber auch Cyber-Angriffe stellen ein Risiko dar: Rund jedes siebte Startup wurde in den letzten drei Jahren mindestens einmal Opfer eines Cyber-Angriffs. Ein weiterer interessanter Aspekt der Studie zeigt, dass Startups in Deutschland bei ihrer Finanzierung immer innovativer werden. Schon jetzt nutzen fünf Prozent aller jungen Unternehmen neue Kapitalquellen wie Crowdfunding und Kreditplattformen. Die wichtigste Finanzierungsquelle bleiben allerdings mit 84 Prozent die Eigenmittel – private Ersparnisse oder Geld aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Dahinter folgen Bankkredite (61 Prozent) und öffentliche Fördermittel (25 Prozent).
mm/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.pwc.de

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