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Hamburg gehört zu den digitalen Zentren Deutschlands

In einer aktuellen PwC-Studie belegt Hamburg unter den bevölkerungsreichsten Städten Deutschlands den zweiten Platz

Köln, Hamburg und München sind die digitalen Zentren Deutschlands. Anhand von 20 Kriterien, die die Bereiche Verwaltung und Politik, Kommunikation, Infrastruktur und Energie abdecken, hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers in Kooperation mit dem Geographischen Institut der Universität Bonn untersucht, wie digital die 25 bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands bereits sind. Von den 20 möglichen Punkten erreichte Hamburg dabei 15,6.

Große Unterschiede

Die Top-10 des Rankings weisen durchschnittlich deutlich bessere Kennzahlen auf als die Städte auf den übrigen Plätzen. Das gilt beispielsweise für das Gewerbesteueraufkommen wie auch für die Beschäftigungszahlen. Auch der Anteil der Hochqualifizierten ist in der Spitzengruppe deutlich höher. Die Bevölkerung der Städte auf den Plätzen eins bis zehn wuchs durchschnittlich um 3,9 Prozent und damit fast doppelt so stark wie in den anderen Städten.

Mehr Bürgerbeteiligung im Internet

Im Auftrag von PwC wurden außerdem mehr als 200 Städte und Landkreise zur Bedeutung und zum Stand der Digitalisierung befragt. Dabei gaben 70 Prozent an, die Digitalisierung spiele eine große oder sehr große Rolle in der Entwicklungsstrategie ihrer Kommune. An vielen Orten in Deutschland ist es zum Beispiel möglich, online einen Termin für das Bürgeramt zu vereinbaren oder per Handy ein Busticket zu kaufen. Auch eine Präsenz in den sozialen Medien ist inzwischen bei den großen Städten weitgehend Standard. Seltener sind dagegen komplexere Serviceleistungen. Nur in neun der 25 untersuchten Städte können Bürger beispielsweise einen Anwohnerparkausweis online beantragen.

Nachholbedarf

64 Prozent der befragten Kommunen nennen die angespannte Haushaltslage als wesentliches Hindernis für eine weitere Digitalisierung. Auch der Ausbau des Breitbandnetzes ist ein zentrales Problem. Deutschland liegt im internationalen Vergleich in diesem Punkt deutlich zurück. Es besteht die Gefahr, dass sich der digitale Graben zwischen den fortschrittlichen Kommunen und denjenigen weiter vertieft, die die Digitalisierung nicht systematisch in Angriff nehmen, so Professor Claus Wiegandt vom Geographischen Institut der Universität Bonn.
pk/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.pwc.de

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