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Hamburg liegt bei Gründungen bundesweit mit an der Spitze

Neue Studie benennt Stärken, Chancen und Handlungsfelder. Befragung unter 700 Gründerinnen und Gründern in der Hansestadt

Hamburg nimmt beim Gründungsgeschehen seit Jahren einen vorderen Platz ein. Jedoch lässt sich deutschlandweit ein Abwärtstrend im Gründungsniveau beobachten, von dem auch Hamburg betroffen ist. Das Gründungsniveau sowie seine Entwicklung sind das Resultat regional variierender Faktoren wie unterschiedlicher Wirtschaftssektoren, Arbeitsmarktentwicklungen sowie Förderprogramme, welche eher positiv auf die Gründungsintensität in Hamburg gewirkt haben. Jetzt sollte der Abwärtstrend gestoppt werden, so das Ergebnis eines neuen Gründungs-Gutachtens.

Individualisierung der Gründungsförderung

“Regionale Innovationssysteme verändern sich fundamental. Gründungen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Dafür braucht ein Standort ein offenes Klima und ein internationales Ökosystem; eine passgenaue Gründungsförderung kann maßgeblich hierzu beitragen”, sagt Prof. Dr. Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts HWWI. “Der fortschreitende technologische Wandel verlangt den Hamburger Netzwerkpartnern ab, laufend neue Innovations- und Transformationsprozesse anzustoßen. Damit einher geht die Notwendigkeit einer Individualisierung der Gründungsförderung.”

Umfassendes Gutachten zu Gründern

Das vorliegende Gutachten des HWWI wurde angefertigt im Auftrag der Hamburger Wirtschaftsbehörde, der BürgschaftsGemeinschaft Hamburg, Creditreform, der Hamburger Sparkasse, der Hamburg Marketing, der Handelskammer Hamburg, der HanseMerkur Versicherungsgruppe, der Hamburgischen Investitions- und Förderbank und KPMG.

Befragung unter Gründerinnen und Gründern in Hamburg

Für ein besseres Verständnis der regionalen Gründungssituation wurde mit Unterstützung der Creditreform und der Handelskammer Hamburg eine eigene Befragung unter rund 700 Gründerinnen und Gründern in Hamburg durchgeführt. In der Stichprobe nahmen die Befragten mehrheitlich nur eines der vorhandenen Förderangebote in Anspruch.

Die am häufigsten genutzten Finanzierungsquellen für die Gründung und spätere Investitionen sind persönliche Beziehungen oder eigene Ersparnisse. Für die Standortwahl sind private Gründe am ehesten ausschlaggebend. Gründe, die besonders für den Standort Hamburg sprechen, sind eine gute Erreichbarkeit, ein Netzwerk vor Ort, die Verfügbarkeit von Flächen und die Qualität der vorhandenen Infrastruktur. Die Ergebnisse der Befragung legen aber auch nahe, dass es aus Sicht der Befragten am Standort Hamburg noch Verbesserungspotenzial gibt, was die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für Gründerinnen und Gründer betrifft.

Empfehlungen für die Gründungsförderung in Hamburg

Mit Hilfe der Informationen aus Statistiken, der Befragung sowie Experteninterviews mit Akteuren des Hamburger Gründungsnetzwerks und mit Start-up-Gründern wurden Handlungsfelder für die Gründungsförderung in Hamburg abgeleitet. „Wenn die Netzwerkpartner ein gemeinsames Bündnis gründen, würde das die Erfolgschancen Hamburgs im überregionalen Standortwettbewerb weiter erhöhen“, sagt Isabel Sünner, Senior Researcher am HWWI. “Ziel sollte es sein, gemeinschaftlich an der Entwicklung und Umsetzung einer Gesamtstrategie für die Gründungsförderung in Hamburg zu arbeiten.”

Transfer fördern

“Hamburg ist mit den geplanten Forschungs- und Innovationsparks auf dem richtigen Weg, um die Gründerszene wirkungsvoll in der Metropolregion Hamburg zu verankern”, sagt Dr. Rolf Strittmatter, Vorsitzender der Geschäftsführung Hamburg Marketing GmbH. “Mit Clustern wie Erneuerbare Energien, Logistik und Luftfahrt sind wir stark aufgestellt. Jetzt gilt es, den Transfer zwischen Forschung, Wissenschaft, Wirtschaft und Startups auszubauen, um den Standort international noch attraktiver zu machen.”

Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch lobt die innovativen Köpfe der Hansestadt und verspricht Unterstützung: Wer in Hamburg gründen möchte, ist gut aufgehoben. Hamburg ist eine dynamische Metropole mit einer lebendigen Gründerszene, wie die Studie bestätigt. Damit das auch so bleibt, wird der Senat Gründungen in klassischen Branchen weiter unterstützen, aber auch Gründungen in technologieintensiven Bereichen durch Forschungs- und Innovationsparks oder neue digitale Angebote fördern.”
kd/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hwwi.org/

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