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Luftfahrt - © www.mediaserver.hamburg.de/M. Brinckmann

Hamburg erfolgreich beim Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt

Zwei von vier Trophäen gehen in die Hansestadt: Neben dem etablierten Player Airbus Operations überzeugte das Startup Jetlite

Hamburg ist neben Seattle und Toulouse einer der weltweit führenden Standorte der zivilen Luftfahrtindustrie. Forschung und Innovation haben hier einen besonders großen Stellenwert. Auch unter den diesjährigen Gewinnern des Innovationspreises der Deutschen Luftfahrt (IDL) sind Hamburger Unternehmen besonders stark vertreten. Der Flugzeughersteller Airbus Operations aus Hamburg überzeugte in der Kategorie „Industrie 4.0“, das Hamburger Startup Jetlite in der Kategorie „Customer Journey“. Damit stehen die beiden Sieger für die Erfolge etablierter und junger Luftfahrtakteure aus Hamburg. In den weiteren Wettbewerbskategorien „Emissionsreduktion“ und „Fliegen neu denken“ setzten sich Premium Aerotec aus Varel und Wingcopter aus Dieburg durch.

Laudationen von Vertreter aus Politik und Wirtschaft

Jetlite und Airbus Operations sind Mieter im ZAL und sind, ebenso wie Premium Aerotec, Mitglieder bei Hamburg Aviation. Darüber hinaus gingen Diehl Aerosystems und Lufthansa Technik gemeinsam mit einem Konzept für ein integrierbares Galley Bar-Modul ins Finale, das ebenfalls im ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrforschung in Hamburg entwickelt wurde.

Zur Preisverleihung in der vergangenen Woche erschienen über 100 Gäste, darunter hochkarätige Vertreter aus Politik, Forschung, Luftfahrtindustrie und Luftverkehrswirtschaft. Die Sieger, die erst vor Ort von ihrer Prämierung erfuhren, wurden in einem feierlichen Akt gekürt und erhielten die IDL-Trophäe, ein stilisiertes Flugzeug im Glaskorpus.

Nach der Eröffnungsrede des Parlamentarischen Staatssekretärs der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Dirk Wiese, folgten die Laudationen von Norbert Barthle (MdB), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dieter Janecek (MdB), Wirtschaftspolitischer Sprecher Bündnis 90 Die Grünen, Volker Thum, Hauptgeschäftsführer BDLI, sowie Catrin Hinkel, Mitglied des Vorstandes von Accenture.

Umsetzbarkeit als wichtiges Wettbewerbskriterium

Das Hamburger Startup Jetlite überzeugte die Juroren mit einer Algorithmus-basierten Lösung zur Steigerung des Komforts bei Langstreckenflügen. Spezielle Kabinenbeleuchtungs- und Ernährungskonzepte sollen für eine Reduzierung des Jetlags sorgen. Airbus Operations setzte sich mit einem „Printed Electrics“-Ansatz durch. Das Drucken von Kabeln ermögliche den Ersatz von Kabeln in ihrer bisherigen Form und greife dabei den Trend der Elektrifizierung des Flugzeugs auf, so das Urteil.

Die Experten-Jury unter Vorsitz von Prof. Rolf Henke, DLR-Luftfahrtvorstand, hatte in einem mehrstufigen Verfahren die Preisträger in den vier Kategorien aus zahlreichen Einsendungen ausgewählt. Die Gewinner-Konzepte überzeugten neben ihrer Innovationskraft durch ihre Umsetzbarkeit.
ca

Quellen und weitere Informationen:
www.bdli.de
www.bitkom.org

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