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Gruner + Jahr Gebäude - © Gruner + Jahr GmbH & Co KG Anna Mutter

Gruner + Jahr entwickelt eine neue Technologie für Nachrichten-Apps

Digitaler Journalismus auf dem Vormarsch. Das Hamburger Medienhaus ist zudem neues Mitglied der Google Digital News Initiative

Gruner + Jahr ist der Google Digital News Initiative (DNI) beigetreten. Die Initiative, die gezielt innovative digitale Journalismusprojekte fördert, unterstützt bereits ein Gruner + Jahr-Projekt mit einem sechsstelligen Betrag. Das Verlagshaus entwickelt nun eine Nachrichten-Applikation, die das Auswählen, Sortieren und Aufbereiten von Webinhalten – im journalistischen Arbeitsalltag auch als “Kuratieren” bekannt – vereinfachen soll. Mit dem Launch der App rechnet Gruner + Jahr im Laufe des nächsten Jahres.

Projekte von Golem.de, NZZ und WirtschaftsWoche

“Neue Wege im digitalen Journalismus müssen nicht nur gedacht, sondern ausprobiert werden. Das tun wir bei G+J. So testen wir aktuell, wie wir modernste Technologie und journalistische Kreativität im Sinne unserer zunehmend mobilen Leser verbinden können. Dass dieser Ansatz auch die ausgewiesenen Technologieexperten bei Google überzeugt hat, freut uns sehr”, sagt Arne Wolter, Chief Digital Officer Gruner + Jahr.

Im Rahmen der DNI arbeitet Google mit Verlagshäusern in ganz Europa zusammen. Zur Förderung des Qualitätsjournalismus und innovativer Projekte, die diesen voranbringen, hat Google einen Fund in Höhe von 150 Millionen Euro ins Leben gerufen. In der ersten Förderrunde erhielten allein Projekte aus Deutschland eine Fördersumme von knapp 4.900.000 Euro. In ganz Europa wurden insgesamt 128 Projekte mit einer Summe von über 27.000.000 Euro unterstützt.

Vermarktung von Arcor.de und Spiegel Mobil

Die Bewerbungsphase für die zweite Förderrunde ist bereits abgelaufen. Eine Jury aus Medienexperten entscheidet über die Vergabe. Im November sollen die ausgewählten Projekte bekannt gegeben werden. Bereits gefördert werden unter anderem Projekte von Golem.de, der NZZ, von Spectrm, vom Tagesspiegel sowie der WirtschaftsWoche. Unter den Mitgliedern der DNI finden sich zum Beispiel die Bauer Media Group, DER SPIEGEL, die Süddeutsche Zeitung und Die ZEIT.

Mit dem Beitritt zum DNI treibt das Hamburger Medienhaus sein Digitalgeschäft voran. 2015 startete Gruner + Jahr bereits das eigene Innovationslabor Greenhouse sowie den mit 50 Millionen Euro ausgestatteten Fonds G+J Digital Ventures. Im Bereich des digitalen Handels- und Werbegeschäfts kaufte der Verlag Firmen hinzu. Vor wenigen Tagen gab Gruner+Jahr bekannt, künftig das Marketing der Online- und Mobile-Angebote der Online-Plattformen Utopia.de und Codecheck.info zu gestalten. Der Verlag vermarktet bereits die Online- und Mobile-Angebote externer Kunden wie Arcor.de oder Spiegel Mobil.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.guj.de/presse
www.digitalnewsinitiative.com
www.gujmedia.de/unternehmens-infos

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