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Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz und Silpion-Geschäftsführer Patrick Postel - © Silpion IT Solutions GmbH

Neues High-Tech-Zentrum für Hamburg: Startschuss für Gründerwerft

Inkubator-Modell mit Festanstellungsgarantie für startups im Falle eines Scheiterns. Bewerbungsphase beginnt

Um den digitalen Aufbruch aktiv mitzugestalten, startet die Software Allianz Hamburg (SAH) mit ihrer neuen Initiative “Gründerwerft” ein neues Inkubator-Modell für die Hansestadt. Am Sitz des IT-Unternehmens Silpion GmbH auf dem Gelände Brandshofer Deich wurde das Gründerwerft-Modell am Freitagabend von SAH-Mitgründer und Silpion-Geschäftsführer Patrick Postel vorgestellt. Im Beisein von Bürgermeister Olaf Scholz wurde gleichzeitig der Startschuss zum Bewerbungsprozedere für Gründer gegeben. Im Januar 2015 will die Gründerwerft ihre Aktivitäten auf dem Gelände am Brandshof an der Grenze Hammerbrook/Rothenburgsort starten.

Mit Netz und doppeltem Boden

Das neue Start-Up-Konzept der Gründerwerft nach Angaben der Initiatoren: Der Aufbau neuer Technologie-Unternehmen geschieht dort quasi mit Netz und doppeltem Boden. Im Gegensatz zu klassischen Inkubator-Konzepten bekommen Gründer nicht nur Räumlichkeiten und Infrastruktur zur Verfügung gestellt, sondern auch eine Festanstellungsgarantie im Falle des Scheiterns.

Damit werde das größte Hindernis für Unternehmensgründungen beseitigt. So ließen sich gerade diejenigen fürs Gründen begeistern, denen auch in großen Unternehmen alle Karrierewege offenstehen. “Wenn man engagierten Jung-Unternehmern Kapital zur Verfügung stellt, liegt es nahe, dass man diesen insgesamt eine ganze Menge Können zutraut und sie deshalb auch einstellen würde”, sagt Patrick Postel. “Meiner Erfahrung nach scheitern gerade Internet-Start-Ups nicht am Unvermögen der Gründer. Auch mangelt es nicht an gutausgebildeten Leuten oder brillanten Ideen. Vielmehr gehören sehr viel Glück und der richtige Moment zu einer erfolgreichen Firmengründung. Aufgrund der existentiellen Risiken schrecken viele Beinahe-Gründer am Ende jedoch immer wieder zurück. Das wollen wir ändern.”

Stärkung des IT- und Wirtschaftsstandorts Hamburg

Postel sieht die Gründerwerft daher in allererster Linie als IT-nahen Nachwuchsförderer, Katalysator und Technologelieferanten. Ziel: die nachhaltige Bündelung von Know-How zur IT-technischen Umsetzung von Gründer-Geschäftsideen, und damit auch die Stärkung des IT- und Wirtschaftsstandorts Hamburg. Ein Modell, das schon bald deutschlandweit Schule machen könnte, kommt sie doch aufgrund der größeren Planungssicherheit auch Investoren zugute, so die Initiative.

Paten und Netzwerk-Hilfe

Die Festanstellungsgarantie ist demnach nicht der einzige Besonderheit der Gründerwerft. Die Jungunternehmen werden darüber hinaus vom ersten Tag an IT-seitig begleitet. Je nach Thema und Technologieschwerpunkt stellt die SAH geeignete Paten und kofinanziert in begrenztem Umfang die Gründer mit Miete, Infrastruktur, Coaching, Technologietransfer und der Bereitstellung eines umfangreichen Netzwerks von Unternehmern und Interessenten.

Grundstein für Gründercampus

Die Gründerwerft soll jedoch erst der Anfang sein. Sie legt zugleich die ersten Grundlagen für einen neuen großen Gründercampus in der Hansestadt, der dazu dienen soll Synergien im Bereich IT-Wirtschaft zu schaffen. Der Campus ist für das erste Quartal 2015 geplant und soll ebenfalls auf dem großräumigen Gelände am Brandshof entstehen. Erste Pläne von Unternehmen aus den Bereichen Digital, Technologie, Marketing und Business Development, dorthin zu ziehen, gibt es bereits. “Wenn es gelingt, hier Kräfte zu bündeln und beispielsweise neben dem eher technologiebezogenen Focus der Gründerwerft auch andere, zum Beispiel contentorientierte StartUp-Vorhaben anzusiedeln, dann kann hier ein weiterer Nukleus der digitalen Zukunft Hamburgs entstehen”, so Olaf Scholz. Er betonte in seiner Rede, den Blick nach der HafenCity und dem Sprung über die Elbe “stromaufwärts nach Osten” zu richten. “Es sollte uns nicht wundern, wenn das nächste Kreativquartier hier zu finden ist. Die dafür nötigen Netzwerke entstehen derzeit.”
ker

Weitere Informationen:
www.gruenderwerft.com

Über die Software Allianz Hamburg (SAH)

Die SAH ist ein Zusammenschluss führender mittelständischer Hamburger IT-Unternehmen. Sie wurde im November 2010 als Joint-Venture von den drei erfolgreichen Technologie-Dienstleistern Silpion, AKRA und Project Partners aus der Region Hamburg gegründet. Durch die Kooperation von mittlerweile 22 IT-Firmen ist ein starker Anbieter für Großprojekte im Raum Hamburg entstanden.

Über Silpion

Die Silpion IT-Solutions GmbH ist einer der führenden Full-Service-IT-Dienstleister Norddeutschlands. Das Hamburger Unternehmen wurde im Jahr 2000 als Ingenieurbüro für gehobene IT-Anwendungen gegründet und ist seitdem in den Geschäftsfeldern Softwareentwicklung und Infrastrukturmanagement tätig. Für seine Lösungen setzt Silpion je nach Bedarf seiner Kunden kommerzielle, Open-Source-Produkte oder Eigenentwicklungen ein. Silpion zählt heute 135 feste und 180 freie Mitarbeiter und ist neben dem Hauptstandort Hamburg auch in Berlin vertreten. Zu ihren Kunden zählen zahlreiche mittelständische und große Unternehmen diverser Branchen, darunter Otto, Vattenfall, Haspa, Kühne und Nagel, Axel Springer, Gruner + Jahr, Cinemaxx, Navigon.
(Angaben: Silipon GmbH)
www.silpion.de

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