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12min.me – ein Erfolgsevent aus Hamburg - © 12min.me/ Kinga Woiciechowska

Erfolgsevent aus Hamburg: 12min.me begeistert mit neuen Themen

Mobilität der Zukunft, Führungsstrategien und IoT – der Ideenreichtum der Veranstalter kennt keine Grenzen. Aber wieso dauert jeder Vortrag nur zwölf Minuten?

Was haben ein Vortrag mit dem Titel „Deep Learning for Dummies“, eine Antwort auf die Frage „Was bringen bunte Zellen für die Forschung?” und die Aufforderung, sich stärker parteipolitisch zu engagieren, gemeinsam? Sie alle dauern jeweils zwölf Minuten, genau zwölf Minuten. Jedenfalls bei 12min.me, einem Hamburger Veranstaltungsformat, das seit seinem Auftakt im Oktober 2013 ein Hit in ganz Deutschland geworden ist, und sogar darüber hinaus.

Die Regeln sind ganz simpel: Die Teilnehmer dürfen über alles reden, nur nicht über zwölf Minuten, denn nach dieser Zeit läutet gnadenlos eine Schiffsglocke. Anschließend hat das Publikum die Möglichkeit Fragen zu stellen und dafür ebenfalls zwölf Minuten Zeit. Drei Vorträge gibt es an einem Abend, dazu in den Pausen und danach reichlich Gelegenheit für Gespräche bei Bier und Kartoffelchips.

Interdisziplinäre Brücken schlagen

Das Ursprungsformat „Ignite Talks“ erlebte vor wenigen Tagen seine 40. Auflage. Fester Termin ist immer der zweite Donnerstag eines Monats, traditioneller Veranstaltungsort sind die Räume der Absolute Software GmbH am Jungfernstieg. Die Themen sind nicht auf einen bestimmten Bereich beschränkt, auch wenn es meist mehr oder weniger um die Digitalisierung unserer Gesellschaft geht. Die Veranstaltungsreihe soll interdisziplinäre Brücken schlagen – zwischen verschiedenen Branchen und der sogenannten Old & New Economy. Hauptorganisator von 12min.me ist Oliver Rößling von Absolute Software.

Der Sieger erhält einen goldenen Anker

Inzwischen gibt es von 12min.me zahlreiche Ableger, die sich auf bestimmte Fachgebiete konzentrieren. Etwa auf Gesundheit und Medizin, passenderweise im UKE. Oder auf Geld und Finanzen, unterstützt von der Haspa. Das heißt dann Code Rouge. Nur scheinbar anrüchig zu geht es auch bei „In Flagranti“ zu, denn hier stehen ganz seriös juristische Fragen auf der Tagesordnung. Ein besonderes Spektakel ist der Startup Slam. Bei einem Mix aus zwölf-minütigem Vortrag und Unterhaltung nach Poetry-Slam-Manier können Startup-Gründer ihre Idee kreativ vorstellen. Abgestimmt wird per Applaus, der Sieger erhält einen goldenen Anker.

Eine Stadt frei von Verkehrsemissionen und ohne Staus

Gerade in den letzten Monaten sind einige neue Formate zur 12min.me-Reihe hinzugekommen. Zu den jüngsten Ablegern zählt 12min.MOVE. Bei der dritten Auflage des Events am 24. Mai stehen Kurzvorträge rund um die Mobilität der Zukunft, um die Vision einer Stadt frei von Verkehrsemissionen und ohne Staus, auf dem Programm. Im Juni folgt dann gleich noch ein ganz frisches Format: 12min.IOT. In Kooperation mit PricewaterhouseCoopers kommen am 15. Juni Fragen rund um den Bereich „Internet der Dinge“ – zum Auftakt mit speziellem Fokus auf die Energiebranche – auf den Tisch. Passend dazu ist einer der ersten Speaker Robert Heinecke, Gründer des Hamburger GreenTech-Startups Breeze.

Brücken zwischen Old und New Economy

Vor wenigen Wochen ging das neue Format 12min.COM – Caps’n'Collars in die zweite Runde. “Caps’n'Collars” (oder Kappen und Krägen) steht dabei symbolisch für ein neues Netzwerkformat von Startups bzw. der New Economy und bereits erfolgreichen Unternehmern der Stadt aus Traditionsunternehmen, Mittelstand und Konzernen. Als Kooperationspartner konnten die Organisatoren die Hamburger Handelskammer und die Hamburgische Investitions- und Förderbank gewinnen. Bei dem ebenfalls jungen Format 12min.LEAD zeigen Speaker unter dem Motto „Leading from any chair“ neue und traditionelle Führungsansätze und Erfahrungen.

Die Fangemeinde von 12min.me wächst

Längst ist 12min.me nicht nur in Hamburg aktiv. In zahlreichen deutschen Städten und darüber hinaus zum Beispiel auch in Budapest in Ungarn feiert das Format Erfolge. Egal wo und mit welchem Thema, eines haben alle Veranstaltungen gemeinsam: Sie sind kostenlos und für alle zugänglich. Das ständig wachsende Organisationsteam verdient daran nichts. Sein Lohn: Es hat eine Eventreihe. Die Wahl der zwölf Minuten hat Oliver Rößling zufolge übrigens keinen bestimmten Grund. Sterne auf der Europa-Flagge, Monate im Jahr, Stunden auf der Uhr – es lasse sich immer alles super durch zwölf teilen, sagt der Organisator.
mj/ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.absolute.de
www.meetup.com

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