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Digitale Nomadin Anja Greszik  - © Peggy Anke

Digitale Nomaden – die neue Freiheit

Berufliche Weltenbummler: Digitale Nomaden arbeiten ortsunabhängig und flexibel. Auch in Hamburg findet die neue Arbeitswelt Anklang

Laptop, Internet und Strom – mehr brauchen Menschen, die ihren Lebensunterhalt digital verdienen, meist nicht. Als Digitale Nomaden sind sie so völlig ortsunabhängig und können im Café um die Ecke, in Co-Working-Spaces oder aber auf einer Insel arbeiten, wo andere Urlaub machen. Sie verbinden das Arbeiten mit dem Reisen und schätzen dabei vor allem eines: Selbstbestimmung und Freiheit. Dass dies schon längst kein Randphänomen mehr ist, belegt eine aktuelle Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Demnach wünschen sich 93 Prozent der Befragten, frei über ihre Arbeitszeit und ihren Arbeitsort entscheiden zu können. Auch der Hamburger Social Media Managerin und Journalistin Anja Greszik ist Freiheit wichtig. Sie reist gern – Hamburg ist und bleibt dabei aber ihr fester Anker.

Digitales Nomadentum als Way of Life

Die junge Frau lebt seit 2012 als Digitale Nomadin. Nach ihrer Tätigkeit in einer Werbeagentur wollte sie vor allem eines: frei sein. Sie machte sich selbstständig und war in den letzten drei Jahren auf fünf Kontinenten unterwegs. Dabei schätzt die Jobnomadin vor allem drei Dinge: Freiheit, die neugewonnenen Freunde und Fernweh. So hat sie bereits Redaktionspläne während einer Busfahrt auf den Philippinen geschrieben oder eine Digitalstrategie auf einem Kreuzfahrtschiff nach Brasilien entwickelt. Doch hinter all dieser Freiheit und den kleinen und großen Abenteuern steckt eine Menge Organisationstalent: Was ist das nächste Ziel? Wo übernachtet man und gibt es dort gutes WLAN?

Dabei verliert Greszik ihr Zuhause nie aus den Augen: „Hamburg ist und bleibt mein Anker. Ich habe meine feste Wohnung hier behalten und würde nie so weit gehen, nur noch aus dem Koffer zu leben.“ So verbringt sie jährlich etwa 5-7 Monate in Hamburg, um zur Ruhe zu kommen. Die nächste große Reise würde die Digitale Nomadin gern im Frühjahr 2018 machen. Es soll nach Südostasien gehen, um sich dort der Meditation und Yoga zu widmen – als Ausgleich zum schnelllebigen (Reise-)Alltag.

Auch bei der Otto Group: Digitales Arbeiten mit maximaler Flexibilität

Auch bei immer mehr Hamburger Firmen, wie zum Beispiel der Otto Group, wird Flexibilität bereits gelebt. Jeder Mitarbeiter des Konzerns erhält zu Arbeitsbeginn ein Notebook, mit dem er Zugriff auf das unternehmenseigene Netzwerk hat – standortunabhängig. „Vor allem unseren etwa 1.000 Mitarbeitern aus den IT-, E-Commerce- und Business-Intelligence-Abteilungen stehen besonders flexible Arbeitsstrukturen zur Verfügung. Sie können entweder unsere extra eingerichteten Co-Working-Spaces auf dem Unternehmensgelände nutzen oder echtes Homeoffice machen. Damit geben wir unseren Mitarbeitern einen großen Vertrauensvorschuss – und wir werden nicht enttäuscht. Der Tapetenwechsel klappt erstaunlich gut und sorgt häufig für frische Ideen“, berichtet Frank Surholt, der stellvertretende Pressesprecher von Otto, den Hamburg News.
sb/kk

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