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Die Gründerinnen des Hamburger Startups SugarShape in der Vox-Show "Die Höhle der Löwen" - © VOX

„Die Höhle der Löwen“- Juroren investieren in SugarShape

In der VOX-Show konnte das Dessous-Label die Erfolgsserie von Hamburger Startups fortsetzen. Doch nun gibt es Zweifel: Der Deal könnte geplatzt sein

Gewürzmischungen, Dirndl, Sporthandtücher und nun Dessous – schon wieder kehrt ein Hamburger Startup mit reicher Beute aus der Höhle der Löwen (“DHDL”) zurück. Die SugarShape- Gründerinnen Sabrina Schönborn (35) und Laura Gollers (27) handelten in der Vox-Show einen Deal mit den Löwen Judith Williams und Frank Thelen aus. Sie einigten sich auf den Verkauf von 20 Prozent ihrer Firmenanteile im Gegenzug für 500.000 Euro. „Mit dem Investment können wir unsere Träume und Ziele für dieses Jahr umsetzen“, sagte Sabrina, die ihrer Schwester Laura nach dem Auftritt strahlend in den Armen lag. Inzwischen sind jedoch Zweifel aufgekommen, dass es nach der Sendung, die an diesem Dienstag ausgestrahlt, aber bereits vor Monaten produziert wurde, doch nicht zu dem dort ausgehandelten Deal gekommen sein könnte.

Mit Produkten überzeugt

Überzeugt haben die Unternehmerinnen aus der Metropolregion die Jury in der Sendung unter anderem mit ihrer VIB („Very Important Boobs“) -Box, zu der es nach Aussage der Gründerinnen „aktuell kein vergleichbares Produkt auf dem Markt gibt.“ Die VIB-Box funktioniert nach dem Prinzip des „Curated Shoppings“: Kundinnen füllen online einen Fragebogen zu ihren Wäschevorlieben und Körpermaßen aus. Fitting-Expertinnen stellen ihnen daraufhin eine individuelle Box mit Wäsche- und Bademoden-Sets zusammen, die die Frauen bequem zu Hause anprobieren können.

Die Nöte des anderen Geschlechts

Bei ihrem Pitch gingen die Schwestern aus Stelle bei Hamburg aufs Ganze. Zwei Models präsentierten die Sugarshape-Dessous direkt im Studio. „Ich bin froh Löwe zu sein“, sagte DHDL-Juror Ralf Dümmel sichtlich angetan. Nach der Vorstellung ergriff dann aber doch die einzige Löwin in der Show – Judith Williams – zuerst das Wort. „Die Qualität eurer Produkte ist hervorragend“, lobte die Unternehmerin mit eigenen Marken im Mode-und Kosmetik-Segment. Als Laura daraufhin das eigens für SugarShape-Kollektionen entwickelte Größensystem ausführlich erklärte, blickten die Schwestern aber auch in die fragenden Augen von vier männlichen Juroren. An dieser Stelle war klar: Bei den Herren in der Runde ist Überzeugungsarbeit gefragt.

Noch keine schwarzen Zahlen

„Davon verstehe ich gar nichts. Ich bin leider raus“, war die erste Reaktion von Juror Jochen Schweizer. Wie Sabrina und Laura ihren Unternehmenswert berechnen, wollte Geschäftsmann Carsten Maschmeyer wissen. „Wir erwarten für das laufende Jahr einen Umsatz von 2 Millionen Euro“, erklärte Sabrina. Ende des Jahres werde SugarShape den Break Even Point erreichen, so die studierte Wirtschaftspsychologin. Dass das Unternehmen bisher noch keine schwarzen Zahlen schrieb, stimmte Juror Ralf Dümmel skeptisch. „Die Firmenbewertung ist viel zu hoch“, sagte der DS Produkte-Chef und war raus. Das Produkt sei einfach nicht ihr Fachgebiet, meinten Online-Fachmann Frank Thelen und Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer und begründeten damit ihre Absage.

500.000 Euro für 20 Prozent

Plötzlich hing alles an Judith Williams und die setzte vielversprechend an: „Sie haben einen Millionenmarkt gefunden.“ Gründerin Sabrina korrigierte die Zahl nach oben: „Es sind sogar drei Milliarden in Deutschland und 25 Milliarden in Europa.“ Da zeigte sich auch Frank Thelen beeindruckt („Jesus!“). Und schon war auch der Online-Experte wieder im Rennen. „Ich glaube, dass ich in meinem Geschäftsfeld etwas für Sie tun kann“, fuhr Mode-Expertin Williams fort – einzige Prämisse: Frank Thelen muss mit an Bord. Der eröffnete den Schwestern sogleich ein Angebot: Im Gegenzug für 500.000 Euro forderten Williams und er 20 Prozent der Unternehmensanteile. Sabrina und Laura wollten für dieses Investment ursprünglich nur zehn Prozent abgeben. Doch die Schwestern fackelten nicht lange und machten den Deal: „Wenn wir beide Löwen dabei haben, dann ist das Gold wert!“

Deal nach der Sendung geplatzt?

Doch ob der Deal tatsächlich zustande kommt, ist offenbar nicht sicher. Wie das Branchenportal Gründerszene aktuell berichtet, sei der Deal nach der Sendung, die bereits vor einigen Monaten gedreht wurde, geplatzt. Konkrete Gründen wurden demnach nicht genannt.

Ein Sprecher von Judith Williams habe lediglich mitgeteilt, dass das Startup sowie die Löwen gemeinsam entschieden hätten, von dem Deal Abstand zu nehmen. Ähnliches habe auch SugarShape der Gründerszene per E-Mail bestätigt: “Zwar ist am Ende der Deal aus der Show so nicht zustande gekommen, aber es gibt bereits Ideen für eine zukünftige Kooperation”, wird das Startup dort zitiert.
Man stehe in intensivem Austausch, mit Judith Williams habe man beispielsweise an neuen Produktideen und mit Frank Thelen an der Online-Strategie gearbeitet.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.sugarshape.de
www.vox.de/die-hoehle-der-loewen
www.gruenderszene.de

Die Hamburg News berichteten bereits über mehrere Startups, die in der aktuellen Staffel der TV-Show zu sehen sind: Reiche Beute: Hamburger Gründer siegen in der Höhle der Löwen und Towell+ gewinnt in der VOX-Show Die Höhle der Löwen

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