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NÜWIEL Prototyp: © NÜWIEL / Fotografin: Anne Gaertner

Der intelligente Lastenträger Nüwiel geht in den Praxistest

Das Hamburger Startup arbeitet auf Hochtouren an einem Produkt, das die Logistikbranche umweltfreundlicher machen könnte

Die Gründer des Hamburger Startups Nüwiel wollen mit einem intelligenten, elektrobetriebenen Lastenträger Lärm, Staus und Luftverschmutzung vermeiden. Die Grundlage dafür ist eine spezielle Sensorentechnologie, die die Distanz zwischen Fahrrad und Anhänger misst. Beschleunigt oder bremst der Fahrer, senden die Sensoren über das Kontrollsystem entsprechende Signale. Dadurch weiß der Anhänger genau, wann zu beschleunigen und wann zu bremsen ist. Der Fahrer merkt das Gewicht seines Transportgutes nicht.

Mit ihrem Nüwiel wollen die Ingenieure Natalia Tomiyama, Fahad Khan und Sandro Rabbiosi die Logistikbranche revolutionieren. Um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen, geht der intelligente Lastenträger in diesem Sommer in eine intensive Pilotphase mit fünf Kooperationspartnern in Norddeutschland und Berlin. Genauere Details sollen in den kommenden Wochen folgen.

Der Härtetest: Das Nüwiel auf Europa-Tour

Schon heute kann Mitbegründerin Natalia den Hamburg News berichten, dass ein guter Bekannter von ihr mit dem Lastenträger auf Europa-Tour geht. Auf einer Route von Hamburg nach Barcelona und weiter an die italienische Ostküste werde Nüwiel „dem absoluten Härtetest ausgesetzt“, erzählt die Ingenieurin.

Die Idee für das zukunftsweisende Lastenträgerkonzept kam Nüwiel-Mitgründer Sandro, als er nach einer umweltschonenden Alternative suchte, um seine Kinder durch die Stadt zu fahren. Im Team stellten die Ingenieure fest, dass die Entwicklung eines Anhängers für Kinder deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt, als die eines Lastenträgers, etwa für die Paketzustellung. So wurde die Entwicklung der ursprünglichen Idee zunächst hinten angestellt. Auf lange Sicht wollen die Gründer einen völlig autonomen Transporter auf den Markt bringen.

Old meets New Economy

Im Vorfeld ihrer nun startenden Pilotphase besuchten die Nüwiel-Gründer zahlreiche Events. So waren sie allein im Mai zu Gast beim designxport, bei der VELOHamburg, der brand eins Konferenz und auf der CUBE Tech Fair in Berlin. Auf einem Netzwerkevent der privaten Initiative Hamburg Startups lernten die Gründer ihren heutigen Mentor, Henning Fehrmann von der Fehrmann Metallverarbeitung GmbH, kennen. Bei geschäftlichen Entscheidungen zogen die Gründer ihren erfahrenen Mentor bereits zu Rate. Aber auch umgekehrt kann der Hidden Champion aus der Elbmetropole von seinen Mentees profitieren. So wollen die Nüwiel-Gründer dem Traditionsunternehmen beim Marketing neue Impulse geben.

Nach diversen Netzwerkveranstaltungen und Pitch-Events beginnt für das dynamische Team nun eine neue Phase: „In den nächsten Monaten machen wir eine kleine Eventpause und überlassen das Testen der Prototypen unseren Pilotkunden“, so die Gründer.
ca

Quellen und weitere Informationen:
www.nuwiel.de
www.hamburg-startups.net/innomatch

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