Hamburg-News-media-it-creative-industries-innovation-future-business
© Kai-Uwe Gundlach

Wie Trends zu Innovationen werden

Das Hamburger Unternehmen Trendone spürt Trends auf und untersucht sie auf ihr Innovationspotenzial. Dabei hilft ein weltweites Trendscout-Netzwerk

Was ist ein Trend und wohin könnte er sich entwickeln? Hat er möglicherweise das Potenzial, eine ganze Branche zu revolutionieren? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die 30 Mitarbeiter von Trendone am Firmensitz in Hamburg. Im Team agieren Innovationsberater und Analysten, Produkt- und Brandmanager, Grafikdesigner, Talentmanager und Researcher. Geschäftsführer ist Nils Müller, der Trendone 2002 gründete.

Fit für den Online-Markt

Trendone unterscheidet Micro-, Macro- und Megatrends. Bei Micro-Trends kann es sich um neue Produkte, Technologien, Services oder Geschäftsmodelle handeln, die das Potenzial haben, eine Branche zu verändern. Als solcher Micro-Trend wurde das Hamburger Start-up Pocketstory eingestuft. Es bietet einzelne Printartikel von renommierten Zeitungen für kleine Beträge zum Onlinekauf an. Mit Blick auf die gesamte Branche könnte das Konzept Printprodukte nachhaltig für den Online-Markt stärken.

Trendbook veröffentlicht

Neben Micro-Trends erforscht das Trendone-Team auch Mega- und Macro-Trends. Dabei handelt es sich um größere Wandlungen, die das Leben und die Arbeitswelt in den nächsten Jahren verändern können. Zu den Megatrends zählen beispielsweise Themen der Nachhaltigkeit, wie alternative Anbaumethoden, ethischer Konsum oder Recycling. Ein Beispiel für Macro-Trends, die “kleineren unter den großen Trendströmungen”, sind Data-Deals. Erste Startups bieten bereits Marktplätze, auf denen die Offenlegung persönlicher Daten mit monetären oder materiellen Leistungen vergütet wird. Neue Mega- und Macro-Trends werden alle drei Jahre im Trendbook von Trendone veröffentlicht. Das aktuelle Trendbook ist im September erschienen.

1.500 Trendvorschläge

Trendone beschäftigt weltweit 80 Trendscouts. Das sind Freelancer, Researcher, Studenten oder Angestellte, die auf freier Basis Trendvorschläge recherchieren. Entdeckt ein Trendscout eine mögliche Neuerung, schickt er seinen Vorschlag an Trendone. Rund 1.500 Trendvorschläge erreichen das Unternehmen auf diese Weise jeden Monat. Die Analysten identifizieren relevante Vorschläge und interpretieren die Themen wiederum als erste Anzeichen von großen Strömungen.

30.000 Fallbeispiele

“2016 steht für uns neben der Trendforschung verstärkt die Beratung von Unternehmen bei der Schaffung von Innovationen auf dem Programm”, sagt Peter von Aspern, Head of Trendservices bei Trendone. Mit der HYPE Software AG werde das Hamburger Team zum Beispiel eine Innovationsmanagement-Software, die betriebliches Ideenmanagement und Trendscouting kombiniert, entwickeln. Zudem sei die Erweiterung unserer Innovationsplattform Trendexplorer.com geplant.” Die Plattform ist nach Angaben von Trendone mit über 30.000 Fallbeispielen bereits heute die größte Innovationsdatenbank im deutschsprachigen Raum.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.trendone.com

Weitere Artikel

  • Es gibt keine älteren Artikel in dieser Kategorie.
  • Es gibt keine neueren Artikel in dieser Kategorie.