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Depot Kunsthalle - © amburger Kunsthalle Photo: Norbert Weidemann

Depot der Hamburger Kunsthalle fertiggestellt

Die Modernisierungsarbeiten an der Hamburger Kunsthalle laufen auf Hochtouren. Jetzt wurde die Sanierung des Gemälde- und Skulpturendepots abgeschlossen

Die Modernisierung der Hamburger Kunsthalle läuft auf Hochtouren. Die von der Stadt mit rund vier Millionen Euro finanzierte Sanierung des zentralen Gemälde- und Skulpturendepots in der Kunsthalle ist bereits abgeschlossen. Damit können jetzt die Kunstwerke nach höchsten internationalen Standards gelagert werden. Die weiteren umfassenden Modernisierungsmaßnahmen ermöglicht die Dorit & Alexander Otto-Stiftung durch eine Sachspende von 15 Millionen Euro. Erste Sammlungsräume sind renoviert. Auch steht bereits der Rohbau für den Museumsanbau. Ziel ist es, die Kunsthalle für Besucher noch attraktiver zu machen und die Strahlkraft der international bedeutenden Sammlung zu erhöhen.

Zentrales Gemälde- und Skulpturendepot fertig gestellt

Neben einer umfassenden Sanierung der Depoträume wurde ein Regal- und Hängesystem nach technisch neuestem Standard eingebaut sowie potenzielle Gefahrenquellen wie wasserführende Leitungen beseitigt. Damit wird von jetzt an eine Aufbewahrung der Kunstwerke auf internationalem Niveau gewährleistet. Zudem hat die Stadt begonnen, mit knapp drei Millionen Euro den Außenbereich der Kunsthalle im Rahmen von Umbaumaßnahmen barrierefrei und einladender umzugestalten.

Barrierefrei und besucherfreundlich

Die von der Dorit & Alexander Otto-Stiftung finanzierten Modernisierungen im Gründungs- und im Erweiterungsbau sind im vollen Gange. Dazu gehört die Schaffung eines repräsentativen und barrierefreien Eingangsportals mit einem großzügigen Foyer, das zentrale Serviceeinrichtungen wie Ticketverkauf, Besucher-Info und Museumsshop vereint und verkürzte Wege zu allen Sammlungsbereichen bietet. Im Zuge der Wand- und Bodenrenovierung für das zukünftige Foyer wurde der historische Terrazzo-Boden freigelegt. Das angrenzende Café Liebermann wird vollständig renoviert und zu einem stilvollen Museumscafé hergerichtet. Der Olympiasaal wird mit dem früheren Saal der Meisterzeichnung zum künftigen Veranstaltungsraum zusammengelegt, der Ausstellungseröffnungen, Empfänge, Vorträge und Konzerte für bis zu 400 Personen ermöglicht.

Neues Zwischengeschoss

Außerdem wird ein neues Zwischengeschoss für ein weiteres Foyer mit Garderoben und Serviceeinrichtungen geschaffen. Bahnseitig wird ein viergeschossiger, energieeffizienter Neubau in den Gründungsbau stilvoll eingepasst, der Büros und Restaurierungswerkstätten umfasst. Im Erweiterungsbau werden im ersten Obergeschoss die Sammlungsräume der Alten Meister und des 19. Jahrhunderts umfangreich saniert und behutsam modernisiert. Erste Sammlungsräume sind bereits fertiggestellt und werden in Kürze an die Kunsthalle übergeben.

15 Millionen Euro von Otto

Alexander Otto stellt persönlich und über die von ihm und seiner Frau gegründete Dorit & Alexander Otto-Stiftung 15 Millionen Euro an Planungs- und Bauleistungen als Sachspende für diese Modernisierungsarbeiten bereit. Die ECE sowie externe Architekten und Bauingenieure (unter anderem das Hamburger Architekturbüro LH-Architekten) planen gemeinsam mit der Kunsthalle und den beteiligten Behörden die Details für den Umbau. Ausführender Generalunternehmer ist die Firma Züblin.

Wiedereröffnung im Frühjahr 2016

Die Wiedereröffnung soll, wie geplant, im Frühjahr 2016 erfolgen. Während der laufenden Arbeiten bleibt die Hamburger Kunsthalle weiterhin in Teilbereichen für Besucher geöffnet. Ebenso werden weiterhin Ausstellungen sowie ein umfangreiches Programm an Veranstaltungen im Bereich Bildung und Vermittlung angeboten.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburger-kunsthalle.de

Die Depotsanierung in Zahlen

• zirka 35 Tonnen Stahlträger als Unterkonstruktion für Depotschiebewände
• 4.100 m² neue Depotschiebewände montiert
• zirka 900 m² neues Parkett verlegt
• an rund 1.400 m² Wandflächen Putz abgeschlagen, gespachtelt und angestrichen
• zwei neue Hebebühnen für den Kunsttransport
• alte Installationsleitungen für Wasser, Heizung und Starkstrom entfernt
• neue Elektroinstallation, Einbruchmeldeanlage, Brandmeldeanlage, Sicherheitsbeleuchtung, Alarmierungsanlage eingebaut
• neue Lüftungs- und Klimaanlage eingebaut
• neue Türen und Fenster eingesetzt: Zwei Fensteranlagen mit Sonnenschutz, 21 Türen und ein Brandschutzschiebetor
• alle Maßnahmen erfolgten auf insgesamt drei Etagen
• insgesamt waren zirka 40 Arbeitskräfte im Einsatz

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