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Sina Gritzuhn präsentiert die Ergebnisse der Studie - © Torben Jensen, Hamburg Startups

Das sind die 4 Top-Branchen der Hamburger Startup-Szene

Commerce, Tech oder Medien – Der Hamburg Startups-Monitor zeigt, wo Gründer aktiv sind und in welchen Bereichen die meisten Mitarbeiter beschäftigt werden

Die meisten Hamburger Startups entstehen im Bereich Commerce, der sowohl den stationären als auch den Online-Handel umfasst. Das ist eine der zahlreichen Erkenntnisse über die hiesige Gründerszene, die die Datenbank der privaten Initiative Hamburg Startups liefert. Ein Startup ist nach Definition der Initiative nicht älter als zehn Jahre, hat eine innovative Geschäftsidee und Wachstumspotenzial. In der Datenbank werden Startups berücksichtigt, die im Startup-Monitor der Initiative, einem Verzeichnis mit über 550 innovativen Jungunternehmen aus Hamburg, ein Profil eingerichtet haben.

Top 1: About You, Foodist & co

Knapp ein Viertel der Startups (24,2 Prozent, Stand: 5.9.2016) geben an im Geschäftsfeld „Handel“ tätig zu sein. Damit ist Commerce, sowohl in Bezug auf die Zahl der dort verorteten jungen Unternehmen als auch mit Blick auf die Mitarbeiterzahl, eine Branche mit intensiven Gründungsaktivitäten in Hamburg. Denn mit 1.247 Arbeitnehmern beschäftigen Commerce-Startups auch rund 24 Prozent der Startup-Mitarbeiter. Ein Blick in den Monitor verrät: In der Hamburger Gründerszene sind vor allem E-Commerce-Unternehmen vertreten. Darunter sind bekannte Hamburger Namen wie der Gourmet-Box-Versandhändler Foodist, der Online-Fashion-Store About You oder das Präsent-Portal Geschenke.de.

Top 2: Vom Mietwagenvergleich bis zur Fahrradgarderobe

Über 17 Prozent der Startups stammen aus dem Service-Bereich. Mit rund 12 Prozent der Beschäftigten ist die Branche auch ein relevanter Arbeitgeber. Viele spannende Geschäftsideen, wie die Marktforschungs-App Appinio, das Coworking-Space-Angebot von Shhared und das Mietwagenvergleichsportal Happycar, sind in dieser Kategorie zu finden. Auch ganz neue Service-Ansätze, wie die FahrradGarderobe, eine mobile Fahrradparkplatz-Lösung für Großveranstaltungen, oder Bettertalk.to, eine Freelancer-Suchmaschine, stammen aus der Hamburger Gründerszene.

Top 3: Storytelling als Geschäftsmodell

Dass auch die Medienbranche einen bedeutenden Raum in der Hamburger Gründerszene einnimmt, überrascht kaum, ist die Hansestadt doch als Digital- und Medienstandort bekannt. Über 14 Prozent der Startups entstammen diesem Bereich. Rund 10 Prozent der Startup-Mitarbeiter werden in der Branche beschäftigt. Die Vielfalt der Gründungsideen ist groß. Da gibt es das Medien-Startup Pocketstory, das sich als Online-Kiosk für journalistische oder literarische Qualitätstexte beschreibt. Aber auch Virtual-Reality-Pioniere, wie Spice VR oder Noys VR, ordnen sich dieser Branche zu. Für Schlagzeilen sorgte zuletzt zum Beispiel das auf Storytelling-Konzepte spezialisierte Startup audioguideMe.

Top 4: Ebenso viele Gründungen im Tech-Bereich

Die Tech-Branche hält mit fast 13 Prozent ebenfalls einen bedeutsamen Anteil an den Startups der hiesigen Gründerszene. Qualifizierte Unterstützung aus der Wissenschaft finden die „Tekkies“ am TU Startup Dock, dem Gründerzentrum der Technischen Universität Hamburg (TUHH). So zählt die Branche mittlerweile rund 421 Arbeitnehmer und beschäftigt damit etwa 8 Prozent der Mitarbeiter in der hiesigen Gründerszene. Anzumerken ist, dass FinTech-Unternehmen in den Live-Daten eine eigene Kategorie bilden. Die Zahl der dort verorteten Startups ist mit rund 4 Prozent relativ gering, die Anteil der Arbeitnehmer von fast 8 Prozent ist dagegen ebenso hoch wie in der Tech-Branche. Trotz separater Betrachtung der FinTech-Branche zeigt der Tech-Markt ein breites Spektrum an Geschäftsideen. Der Startup-Monitor listet hier Unternehmen wie das Internet-of-Things-Startup bentekk, den SmartCity-Entwickler Floatility oder Industrie 4.0-Durchstarter Cybus.

Weitere Branchen der Hamburger Startup-Szene

Weitere Gründungen gibt es demnach in den Bereichen Games, Food und Fashion. Zehn Prozent der verzeichneten Unternehmen ordnen sich der Food-Branche zu. Knapp 4 Prozent der Mitarbeiter werden hier beschäftigt. Eine besondere Überraschung hält die Gaming-Industrie bereit. Gerade einmal 4,5 Prozent der Startups gründen in diesem Bereich, dennoch ist die Branche mit rund 31 Prozent der Beschäftigten der größte Arbeitgeber unter den Startup-Branchen. Die übrigen rund 13 Prozent der Startups verteilen sich auf das Mode-Segment und sonstige – nicht im Monitor gelistete – Bereiche.

Zahlen und Fakten zur Hamburger Gründerszene

Der Startup Monitor der privaten Initiative Hamburg Startups bietet einen umfassenden Überblick über Zahlen und Fakten der Hamburger Gründerszene. Dort sind neben der Live-Daten zur Branchenverteilung der Startups zum Beispiel auch die aktuelle Anzahl der Beschäftigten in verschiedenen Bereichen oder der Anteil von Frauen in den jeweiligen Gründungsgebieten zu sehen. Startups einer bestimmten Branche zuzuordnen ist nicht immer einfach, da deren Geschäftsideen oftmals verschiedene Bereiche miteinander verbinden. Die Branchen-Einteilung entstand in Gesprächen mit Gründern, Vertretern städtischer Initiativen und den Kammern.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.monitor.hamburg-startups.net/stats

Über Hamburg Startups

Das Hamburg Startups Team rund um die Gründerinnen Sina Gritzuhn und Sanja Stankovic setzt sich für eine effektive Vernetzung und Sichtbarkeit der Hamburger Startup-Szene ein. Neben Event-Formaten wie der Startups@Reeperbahn Pitch und dem Hamburg Startups Mixer haben sie gemeinsam eine Plattform etabliert, die eine transparente Darstellung aller Hamburger Startups bietet – dem Hamburg Startup Monitor. Das Team möchte sich mit dem regelmäßigen Monitoring der Startup-Szene für die internationale Wahrnehmung der Stadt Hamburg als Gründermetropole einsetzen. Eine Übersicht über mehr als 550 Hamburger Startups ist im Hamburg Startup Monitor zu finden. Weitere Informationen unter www.hamburg-startups.net und monitor.hamburg-startups.net

Anlaufstelle für Medien-Startups: nextMedia.Hamburg

Insbesondere für Gründer in der Medien-Branche ist städtische Initiative für die Medien- und Digitalwirtschaft, nextMedia.Hamburg, eine hilfreiche Anlaufstelle. Sie wird getragen von der Freien und Hansestadt Hamburg, der Hamburgischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH, dem Verein Hamburg@work sowie engagierten Unternehmen und Persönlichkeiten. Ziel der Initiative ist es, die Spitzenposition der Medienmetropole Hamburg zu sichern und die Rahmenbedingungen für die hiesigen Unternehmen zu verbessern. Die Initiative und der nextMedia.StartHub sind erste Ansprechpartner zu allen Fragen der digitalen Wirtschaft für Unternehmen, Institutionen und die Öffentlichkeit in Hamburg. Weitere Informationen unter www.nextmedia-hamburg.de

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