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ChannelPilots Solutions-Mitbegründer Mirko Platz - © Channel Pilot Solutions GmbH

Channel Pilot Solutions steigt in den US-Markt ein

In Europa ist das Hamburger E-Commerce-Startup bereits gut vertreten. Mitbegründer Mirko Platz in einem Hamburg Startups-Interview über weitere Schritte

Mit einer neuen Vertriebsniederlassung im kalifornischen Palo Alto expandiert das Hamburger Startup Channel Pilot Solutions in die USA. Über die Ausweitung des europäischen Geschäfts hatten die Hamburg News bereits im vergangenen Jahr berichtet. Der E-Commerce-Dienstleister bietet seinen Kunden ein Vermarktungswerkzeug für Onlineshops, mit dem Angebote in allen relevanten Vermarktungskanälen positioniert werden können. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen aktuell über 50 Mitarbeiter. Im Interview mit der privaten Initiative Hamburg Startups spricht Mirko Platz, der die Channel Pilot Solutions GmbH im Jahr 2012 mitbegründete, über Herausforderungen und konkrete nächste Schritte.

Vom Gratis- zum Premiumprodukt

Der Einstieg in den US-Markt soll mithilfe eines Gratis-Produktes gelingen, erläutert Platz. Kunden sollen über ein kostenloses Basisprodukt angeworben und später für das kostenpflichtige Premiumprodukt „ChannelPilot”gewonnen werden. Mithilfe dieses sogenannten Freemium-Modells wollen Platz und seine Partner offenbar zu hohe Investitionen im Anfangsstadium in Premiumprodukte vermeiden. Neben der Kundenakquise stehe zurzeit der Aufbau neuer Kooperationen mit lokalen Shop-Systemen und Agenturen im Vordergrund.

Mentalität à la „don´t waste my time”

Wann eine Expansion in den amerikanischen Markt Sinn mache? – „Erst, wenn man bereits signifikante Marktanteile und Umsätze in Deutschland und auch Europa erreicht”, rät Platz. Dieses Ziel habe ChannelPilots Solutions bereits erreicht: Nach eigenen Angaben zählen über 30 Prozent der größten 1000 Webshops in ganz Europa zu den Kunden des E-Commerce-Dienstleisters. „Alternativ kann es auch lohnenswert sein, in den US-Markt vorzudringen, wenn der deutsche/europäische Markt für das eigene Produkt zu klein ist”, erklärt der Gründer weiter.

Und noch einen konkereten Tipp hat Platz für expandierende Unternehmer parat: „Eine gute Übung, um sich für den US-Markt vorzubereiten, ist der UK-Markt. Dort ist die Mentalität ähnlich à la 'don´t waste my time’. Wer sein Produkt nicht schnell erklären kann, hat schlechte Karten. Das kriegen die Deutschen oft nicht gleich hin.”
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg-startups.net
www.channelpilot.de

Über Hamburg Startups

Das Hamburg Startups Team rund um die Gründerinnen Sina Gritzuhn und Sanja Stankovic setzt sich für eine effektive Vernetzung und Sichtbarkeit der Hamburger Startup-Szene ein. Neben Event-Formaten wie der Startups@Reeperbahn Pitch und dem Hamburg Startups Mixer haben sie eine Plattform etabliert, die eine Darstellung aller Hamburger Startups bietet – dem Hamburg Startup Monitor. Das Team setzt sich mit dem regelmäßigen Monitoring der Startup-Szene für die internationale Wahrnehmung der Stadt Hamburg als Gründermetropole ein. Eine Übersicht über rund 400 Hamburger Startups ist im Hamburg Startup Monitor zu finden. Weitere Informationen unter www.hamburg-startups.net

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