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Foodguide-Gründer in DHDL - © MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Carsten Maschmeyer investiert in Hamburger Startup Foodguide

Im Gegenzug für 31,6 Prozent der Firmenanteile investiert der Vox-„Löwe“ 450.000 Euro. Er wird das Team bei seiner Expansion in die USA unterstützen

Wieder ein durchschlagender Erfolg für ein Hamburger Startup in der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“: Malte Steiert (24) und Finn Fahrenkrug (26) konnten am Dienstagabend den Finanzunternehmer und DHDL-Juror Carsten Maschmeyer für ihre Social-Gastro-App „Foodguide“ gewinnen. Im Gegenzug für 31,6 Prozent der Firmenanteile investiert der „Löwe“ 450.000 Euro. Maschmeyer, der u.a. eine Investmentfirma in San Francisco besitzt, wird die Gründer bei ihrer Expansion in den amerikanischen Markt unterstützen.

Judith Williams auf Restaurantsuche in Paris

Dem Deal ging ein gelungener Pitch voraus: Steiert und Fahrenkrug nahmen Judith Williams mit auf einen fiktiven Städtetrip nach Paris. Dort sollte sich die Jurorin für ein Restaurant entscheiden. Statt einer aufwendigen Internetrecherche „wischte“ sich Williams ganz nach dem Prinzip der Dating-App Tinder durch das kulinarische Angebot der Foodguide-App. „Die App zeigt die Gerichte der Restaurants mit Bildern – fotografiert von anderen Usern. Die Auswahl richtet sich nach dem aktuellen Standort des Nutzers“, erläuterte Steiert.

Tischreservierung und Bezahlung via App

Der zugrundeliegende Algorithmus passe sich an das Suchverhalten der Nutzer an. Zum Beispiel würden Vegetariern oder Veganer ihren Präferenzen entsprechende Gerichte präsentiert. Das Konzept ging auf – nach kurzer Suche hatte Williams zwischen Beef-Burgern und Veggie-Bowls ein Thunfisch-Tatar entdeckt, das sie an diesem Abend in Paris bestellen würde. Auch eine Tischreservierung und die Bezahlung des Essens seien über die App möglich, betonten die Gründer.

100.000 Euro Umsatz in 2016

Trotz überzeugender Darbietung kamen Steiert und Fahrenkrug um die kritischen Zahlen-Fragen der potenziellen Investoren nicht herum. Wie viele User die App täglich aktiv nutzen, wollte Digital-Experte Frank Thelen wissen. 2.800 rechnet Steiert vor. Wie hoch der Umsatz in 2016 war, ist die nächste Frage: 100.000 Euro konnten Steiert und Fahrenkurg mit ihrem zehnköpfigen Team im vergangenen Jahr erwirtschaften. Dass die Gründer mit dem gewünschten Investment in den US-Markt einsteigen wollen, schmeckt jedoch nicht jedem Löwen.

Maschmeyer äußert Kritik

Am Ende ist es Carsten Maschmeyer, der seine Beute wittert. Trotz kritischer Anmerkungen („Sie sind chaotisch. Ihnen fehlt der Fokus.“) macht der erfahrene Investor den Gründern aus Hamburg ein Angebot: 31,6 Prozent statt der ursprünglich angesetzten 15 Prozent der Firmenanteile fordert Maschmeyer im Gegenzug für eine Finanzspritze in Höhe von 450.000 Euro. Nach kurzer Beratung stößt das neue Business-Trio mit einem Glas rotem Traubensaft an – wieder ist ein Deal mit Hamburger Gründern in DHDL perfekt („enchanté!“).
ca

Quellen und weitere Informationen:
www.thefoodguide.de
www.vox.de

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