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Blendle-Mitbegründer Marten Blankesteijn - © Bild: Daniel Reinhardt/dpa

Blendle-Mitgründer Marten Blankesteijn erhält den scoop Award 2015

Innovatives Geschäftsmodell ermöglicht einfachen Erwerb journalistischer Inhalte und ergänzt die Paywall der Verlage. Rund 250 Medienvertreter auf der scoopcamp-Konferenz 2015 in Hamburg

Digitale journalistische Inhalte einzeln und benutzerfreundlich kaufen: Für dieses innovative Geschäftsmodell hat Blendle-Mitgründer Marten Blankesteijn beim scoopcamp in Hamburg am Donnerstag den scoop Award 2015 erhalten. Mit diesem Preis zeichnen die Initiative nextMedia.Hamburg und die Nachrichtenagentur dpa bereits zum zweiten Mal einen Medien-Entrepreneur aus, der journalistische Geschäftsmodelle auf eine besondere Weise mit den Möglichkeiten digitaler Technologien verknüpft. 2014 hatte der Storify-Mitgründer Burt Herman den scoop Award erhalten.

Mehr als 250 Experten, Entscheider und Innovatoren der Medien- und Digitalbranche diskutierten im Hamburger Theater Kehrwieder in der Speicherstadt über Trends und aktuelle Themen an der Schnittstelle zwischen Redaktion, Programmierung und Produktentwicklung. Dazu gab es Workshops, Vorträge und Expertengespräche. Im Fokus standen Themen wie „Data Journalism”, „Social Media“ und „New Storytelling” in digitalen Medien.

Ergänzung für Paywalls der Verlage

Die Auszeichnung übergab Johannes Vogel, Geschäftsführer der Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH. In seiner Laudatio sagte er über das niederländische Startup, es gebe genügend lesenswerte Geschichten, mit denen Blendle die interessierten Leser nun gezielt versorge: „Blendle bereichert die Medienlandschaft und ihre Geschäftsmodelle. Das benutzerfreundliche Angebot des Startups ergänzt die unterschiedlich gearteten Paywalls der Verlage perfekt“, so Vogel.

Kreative Impulse für die Branche

Vor allem die Zielgruppe der unter 35-Jährigen erreicht Blendle mit seinem Angebot – und das mittlerweile auch in Deutschland: Nachdem Blankesteijn die Plattform gemeinsam mit Alexander Klöpping im Jahr 2013 zunächst in den Niederlanden gegründet hatte, gibt es Artikel zum Preis von niedrigen Cent- oder Eurobeträgen seit September dieses Jahres auch hierzulande.

„Der Journalismus braucht unternehmerische Köpfe wie Marten Blankesteijn. Sie bringen die Branche zum Nach- und Weiterdenken. Blendle eröffnet eine weitere vielversprechende Möglichkeit, um die Finanzierbarkeit von Qualitätsinhalten auch im digitalen Zeitalter zu sichern”; sagt Meinolf Ellers, Geschäftsführer der dpa-infocom GmbH und Mitinitiator des scoopcamp.

Neue Ideen kommen an

Marten Blankesteijn zeigte sich sichtlich stolz über seinen Preis. „So kurz nach dem Start in Deutschland – und nur zwei Jahre nach unserer Gründung – schon einen Preis zu erhalten, freut mich sehr. Dass von der Süddeutschen Zeitung über Neon bis Gala die unterschiedlichsten Medien auf unserer Plattform sind, zeigt, dass die Akzeptanz in der deutschen Medienbranche für neue Ideen vorhanden ist“, sagte er nach der Preisverleihung. Wie Vorjahres-Preisträger Burt Herman nimmt auch Blankesteijn den scoop Award als Trophäe mit nach Hause: Das Kunstwerk mit dem Namen „The Storyteller“ hat die Künstlergruppe Styrocuts in Hamburg gestaltet.

Medienstadt Hamburg

Hamburg ist kreative Metropole und international wichtiges Zentrum der Medien- und Informationstechnologie. Beide Branchen zusammen beschäftigen mehr als 100.000 Menschen in über 23.000 Unternehmen wie Der Spiegel, Die Zeit, Stern, Axel Springer Verlag, Bauer Media Group, Gruner + Jahr, Google, Facebook und Xing. kk

Quelle und weitere Informationen:
www.scoopcamp.de
www.nextmedia-hamburg.de

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