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Rundgang im Hamburger Twitter-Büro mit Moritz Klämt - © Hamburg Kreativ Gesellschaft/Patrick Solar

Auf Stippvisite bei Twitter Deutschland

Aus dem Hamburger Büro wird der Vertrieb des Mikroblogging-Dienstes gesteuert. Nicht nur ein twitternder Fußball-Kicker lässt die Besucher staunen

In der Reihe “Stippvisite” veranstaltet die Hamburg Kreativ Gesellschaft regelmäßig Kennenlerntreffen zwischen Studenten und Berufseinsteigern mit Hamburger Unternehmen der Kreativbranche. Zuletzt stand ein Besuch im Hamburger Büro des Kurznachrichtendienstes Twitter auf dem Programm. Die Hamburg News waren live dabei, um einen Blick hinter die Fassaden der börsennotierten Mikroblogging-Plattform zu werfen. Die Fragen der Nachwuchs-Kreativen beantworteten Twitter-Account-Managerin Büşra Todil und Sales Executive Moritz Klämt.

Direkter Draht zu Agenturen

Während in Berlin, dem zweiten Standort von Twitter Deutschland, User darin unterstützt werden, Content für die Twitter-Plattform zu produzieren, sitzt in Hamburg die Vertriebszentrale. Unter Deutschlandchef Thomas de Buhr arbeiten hier neben Büşra und Moritz 15 weitere Sales-Strategen an der Vermarktung von Twitter. Vom relativ jungen Standort – de Buhr begann im August 2014 mit dem Aufbau der Abteilung – soll ein Netzwerk mit Unternehmen und deren Agenturen entwickelt werden. “Dafür ist Hamburg genau der richtige Standort. Hier sitzen zahlreiche Agenturen und Marken, mit denen wir in direktem Kontakt stehen”, sagt Moritz.

#volvocontest

Als Paradebeispiel für die Werbemöglichkeiten mit Twitter wurde den Studenten die “Interception Kampagne” von Volvo präsentiert. Diese entwickelte die amerikanische Agentur Grey in Kooperation mit Twitter anlässlich des Super-Bowls 2015, dem Finale der US-amerikanischen Football-Profiliga. Die schwedische Automarke Volvo hatte keinen TV-Werbeplatz während des Spiels gekauft, wollte aber dennoch Aufmerksamkeit für die eigene Marke erzeugen. Das ging mit dem #volvocontest: Im Vorfeld des Tuniers warb die Automarke Super-Bowl-Fans dazu an, während der Werbeblöcke anderer Automarken den #volvocontest zu twittern und in dem Tweet Freunde zu markieren, die ein neues Volvo-Modell gewinnen sollten. Das Resultat waren bis zu 2.000 Tweets pro Minute und reichlich Aufmerksamkeit für die Marke Volvo.

Ungezwungene Atmosphäre

Zurück in Hamburg. Beim Rundgang im Twitter-Büro wird klar: Dies ist kein gewöhnlicher Arbeitsplatz. In der Küche steht eine Kaffeemaschine, die über ein Touch-Pad bedient wird. Noch bequemer lässt sich der Latte Macchiato mit einem Tweet ordern. Ähnliches gilt für den Kicker im Brainstorming-Raum des Büros. Hier können sich die Spieler mit ihren Profilen anmelden. Fällt ein Tor wird der neue Spielstand direkt getwittert. Das sind kleine Spielereien, die unter den Studenten für Erstaunen sorgen. Noch mehr beeindruckt aber die ungezwungene Atmosphäre im Büro. Die Mitarbeiter wirken entspannt, sie tragen Jeans, T-Shirts und Sneaker. Von Hektik keine Spur.

Bullshit-Vögel und andere Inspirationen

Im Brainstorming-Raum können die Mitarbeiter auf bunten Polstern in sich kehren oder ihre Gedanken mit Stiften an die Tapete malen (alles abwischbar!). Wer komplett abschalten möchte, geht an die Spielkonsole. Der Brainstorming-Raum ist übrigens, wie jeder abgetrennte Büroteil, nach einer Vogelart benannt. Die Ideenschmiede wurde auf den Namen “Kohschietvogel”, plattdeutsch für die Schafstelze, getauft. Nicht etwa, weil der Singvogel besonders ausgefallen zwitschert, sondern, weil er auf Englisch übersetzt “Bullshit-Vogel” heißt. “Der perfekte Name für diesen Ort”, wie Büşra und Moritz finden.

Christin Apenbrink

Quellen und weitere Informationen:
www.twitter.com
www.kreativgesellschaft.org

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