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Radialsystem - © © Foto/Animation: Radialsystem

Das neue Art Lab im Hubertus Wald Forum

Mehr als ein Ausstellungsbereich: Die Hamburger Kunsthalle macht das Hubertus-Wald-Forum zu einem Ort des »künstlerischen Forschens«

Nach Abschluss der Modernisierung der Hamburger Kunsthalle soll das Hubertus-Wald-Forum nicht nur für die Präsentation von großen Ausstellungen genutzt werden. Während ein bis maximal zwei Monaten im Jahr wird der Raum – der bis ins Jahr 2000 Außenspielstätte des Thalia Theaters war – künftig auch zu einem Ort des »künstlerischen Forschens«.

Neue künstlerische Erkenntnis- und Erlebnisräume

Unter dem Titel Art Lab sollen hier über Spartengrenzen hinweg neue künstlerische Erkenntnis- und Erlebnisräume in Kooperation mit innovativen Partnerinstitutionen erschlossen werden. In seiner Hybridfunktion zwischen Aufführungs- und Ausstellungsort ist der Raum, der je nach Projekt rund 200 bis 400 Zuschauern Platz bietet, ein idealer Ort für die Umsetzung interdisziplinärer Ansätze.

Freiraum für neue Erfahrungen

Das Art Lab ist zugleich der Versuch, im Herzen einer etablierten Kulturinstitution einen Freiraum für neue Resonanzerfahrungen zu schaffen. Es geht damit letztlich um die »Wiederentdeckung der Institution«: Um das Ausloten von Spielräumen, Institutionen von innen heraus mit den im Off-Spektrum entwickelten Strategien und Ansätzen zu konfrontieren, zu bereichern und zu verändern.

Die Hamburger Kunsthalle hat sich das Radialsystem V als ersten Partner für diesen Erkundungsprozess ausgesucht. Das inzwischen weltweit bekannte Berliner Kreativ-Kollektiv und sein Leiter Folkert Uhde sind auf spartenübergreifende Projekte spezialisiert. Bereits 2013 waren sie mit Inside Partita zwei Abende lang in der Hamburger Kunsthalle zu erleben.

Akustisch-visuelles Spiel: Außen/Innen

Das erste Projekt im neuen Art Lab trägt den Titel AUSSEN/INNEN. Das akustisch-visuelle Spiel zwischen Videokunst, Performance und klassischer Musik stellt die Frage nach den Rezeptionsbedingungen von Kunst im »Zeitalter der Flüchtigkeit«. AUSSEN/INNEN beschäftigt sich zudem explizit mit den Folgen der architektonischen Veränderungen der Hamburger Kunsthalle, mit ihrer durch die Setzung des künftigen Zentraleingangs veränderten Verortung in der Stadt sowie mit dem zugleich angestoßenen inhaltlichen Erneuerungsprozess.

Im Frühjahr 2016 werden Videoaufnahmen von Musikstücken im Umfeld der unterschiedlichen Stadträume rund um die Kunsthalle produziert: Auf dem Weg vom Bahnhof, auf den umliegenden Brücken, auf der Grünfläche jenseits der Gleisflächen, an der Alster, inmitten des Stadtverkehrs. Im Hubertus-Wald- Forum werden die Videos dann auf die Wände projiziert. Musiker, die zunächst in den Videos zu sehen sind, finden sich plötzlich im Aufführungsraum wieder, andere interagieren live mit ihren visuellen Avataren. Der Abend zentriert sich immer mehr, die Konzentration verdichtet sich, der Innenraum wird wichtiger als der Außenraum. Die Aufführung endet in Dunkelheit.

Eigenkomposition für die Hamburger Kunsthalle

AUSSEN/INNEN wird eigens für die Hamburger Kunsthalle kreiert. Es erklingen Kompositionen von Steve Reich, Ali Askin, Fausto Romitelli und Carl Philipp Emanuel Bach sowie Improvisationen. Das Hamburger Ensemble Resonanz, das für urbane Konzepte der Präsentation klassischer und zeitgenössischer Musik steht, fungiert als ausführender Partner. Das Projekt wird zudem von Jim Rakete fotografisch begleitet.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburger-kunsthalle.de

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