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Luicella's Eismix in DHDL - © MG RTL D / Frank Hempel

4. Staffel DHDL: Hamburger Food-Startups auf Erfolgskurs

Obwohl die Show für Ideen verschiedenster Branchen offen ist, überzeugten gleich sechs Jungunternehmen aus Hamburg mit innovativen Food-Ideen

Ob Speiseeis zum Selbstanrühren, kalorienarme Nudel-Alternative oder Tinder-App für Foodies – In der vierten Staffel der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ konnten gleich sechs Hamburger Startups die Juroren mit einer Idee aus dem Bereich Ernährung überzeugen. Damit stärkt Hamburg einmal mehr seine Wahrnehmung als herausragender Standort innovativer Food-Unternehmen. Laut dem Startup-Monitor der private Initiative Hamburg Startups verfolgt etwa jedes fünfte Hamburger Jungunternehmen ein Geschäftsmodell, das mit dem Thema Ernährung zusammenhängt – bringt also vorrangig ein innovatives Food-Produkt oder eine digitale Lösung für Food-Themen auf den Markt.

Luicella's Eismix in DHDL

Die Qual der Wahl für „Luicella´s Eismix“

Gleich zum Auftakt der 4. Staffel von DHDL sorgte ein Hamburger Gründer-Duo für große Begeisterung: Ex-Profischwimmer Markus Deibler und Business-Partnerin Luisa Mentele präsentierten mit „Luicella´s Eismix“ eine schmackhafte Fertigmischung für Speiseeis. Für ihren glanzvollen Auftritt („Sensationell!“, „Der Hammer!“) wurden die Gründer gleich mit drei Investment-Angeboten belohnt. 120.000 Euro boten die Familienunternehmerin Dagmar Wöhrl und Einzelhandelsexperte Ralf Dümmel jeweils im Gegenzug für 25,1 Prozent der Unternehmensanteile. Tech-Experte Frank Thelen forderte 20 Prozent des Unternehmens für die gewünschte Investmentsumme und warf dazu sein Knowhow in Sachen Design und Online-Vertrieb in die Waagschale. Dieses Angebot konnten die Gründer nicht ausschlagen und der Deal war perfekt. 

Kajnok-Gründerin Sonja Zuber in DHDL

„kajnok“-Gründerin überrascht nach ihrem Auftritt

Auch die Hamburger Unternehmerin Sonja Zuber hatte in der 4. DHDL-Staffel die Qual der Wahl: Drei Löwen boten ihr ein Investment für ihre kalorienarme Supernudel „kajnok“, die verspricht kein Fett und keinen Zucker zu enthalten, glutenfrei und vegan zu sein. Zuber verließ das Studio mit einem Investment von 400.000 Euro im Gegenzug für 26 Prozent der Firmenanteile. Gastjuror Georg Kofler hatte sich gegen die beiden Löwen Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel durchgesetzt.

Doch dann die Überraschung: Zuber hatte den Deal nach den Dreharbeiten abgesagt. „Die Synergien waren doch nicht so, wie in der Sendung erwartet – auf jeden Fall nicht groß genug, um dem Investor Anteile meiner Firma zu überlassen“, sagte Zuber gegenüber Gründerszene. Erfolglos sei der TV-Pitch trotzdem nicht gewesen: „Wir haben aus eigenem Geld investiert und so alles umsetzen können, was in der Sendung angesprochen wurde. Vor allem haben wir uns online besser aufgestellt, da arbeiten wir jetzt mit einer Agentur zusammen”, so die Gründerin.

Veluvia-Gründer Jörn-Marc Vogler mit den Investoren Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel

Veluvia-Gründer punktet mit Fachkompetenz

Die Erfolgserie der Hamburger Food-Startups riss nicht ab. Unternehmer Jörn-Marc Vogler (45) gewann Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer für seine Nahrungsergänzungskapseln „Veluvia“. Mit „Veluvia“ werde gesunde Ernährung auch im stressigen Alltag möglich, sagte Vogler in der Show. Das Nahrungsergänzungsprodukt soll ausschließlich aus natürlichen Lebensmitteln bestehen und ohne Zusatzstoffe auskommen – ein klarer Marktvorteil, wie Vogler den Löwen versicherte.

„Ich bin begeistert von Ihrer Fachkompetenz“, sagte Maschmeyer und unterbreitete Vogler den Gemeinschaftsdeal mit Dümmel – 300.000 Euro im Gegenzug für 25,1 Prozent der Firmenanteile. Auch Frank Thelen biss an: 200.000 Euro bot er Vogler im Gegenzug für 20 Prozent der Firmenanteile. Vogler hörte auf sein Bauchgefühl und entschied sich für den Doppel-Deal mit Dümmel und Maschmeyer. „Mit den beiden Löwen an unserer Seite werden wir die Umsätze in fünf Jahren auf 50 Millionen Euro steigern“, sagte er begeistert. Es wäre nicht die erste Erfolgsgeschichte, die in der Höhle der Löwen ihren Anfang nahm.

Foodguide-Gründer in DHDL

Foodguide: Mit Maschmeyer in den US-Markt

Neben innovativen Lebensmitteln überzeugten in der 4. Staffel der Vox-Show auch digitale Food-Plattformen. Die Hamburger Gründer Malte Steiert (24) und Finn Fahrenkrug (26) konnten Carsten Maschmeyer für ihre Social-Gastro-App „Foodguide“ gewinnen. Dem Deal ging ein gelungener Pitch voraus: Die Gründer nahmen Teleshopping-Expertin Judith Williams mit auf einen fiktiven Städtetrip nach Paris. Dort sollte sich die Jurorin für ein Restaurant entscheiden.

Statt einer aufwendigen Internetrecherche „wischte“ sich Williams ganz nach dem Prinzip der Dating-App Tinder durch das kulinarische Angebot der Foodguide-App, die die Gerichte der Restaurants mit Bildern zeigt, die andere Nutzer fotografiert haben. Das Konzept ging auf – nach kurzer Suche hatte Williams zwischen Beef-Burgern und Veggie-Bowls ein Thunfisch-Tatar entdeckt, das sie an diesem Abend in Paris bestellen würde. Die Darbietung überzeugte: „Löwe“ Maschmeyer investierte im Gegenzug für 31,6 Prozent der Firmenanteile 450.000 Euro. Der Finanzunternehmer, der u.a. eine Investmentfirma in San Francisco besitzt, wird die Gründer bei ihrer Expansion in den amerikanischen Markt unterstützen. 

Chef.One-Gründer in DHDL

Staffel-Finale: Zwei überzeugende Auftritte, zwei Angebote, aber kein Deal

In der letzten Folge der 4. Staffel sorgten gleich zwei Hamburger Food-Startups für Wirbel. Sowohl die Social Dining-Plattform “Chef.One” als auch der Spirituosen-Onlineshop “Tastillery” konnten die Löwen überzeugen. Beide Startups erhielten ein Angebot. Doch die Deals kamen nach der Show, nicht so wie bei der Ausstrahlung dargestellt, zustande.

150.000 Euro boten Judith Wiliams und Frank Thelen für 25 Prozent der Firmenanteile von Chef.One – Das Hamburger Startup hatte in der Gründershow einen gelungenen Auftritt hingelegt. Doch der Deal ist geplatzt: “Es gab teilweise dann doch bei den drei Parteien leicht unterschiedliche Ansichten darüber, wie Chef.one strategisch weiterentwickelt werden kann. Daher haben wir uns dann letztlich gemeinsam entschieden, den Deal nicht zu machen”, sagte Chef.One-Mitbegründer Eddy Alim dem Hamburger Abendblatt.

In der selben Folge forderten die Tastillery-Gründer 100.000 Euro im Gegenzug für 20 Prozent ihrer Firmenanteile. Dagmar Wöhrl ging ohne große Umschweife auf das Angebot ein. „Wir bauen eine Marke auf“, sagte die Familienunternehmerin. Doch nach der Aufzeichnung platzte auch dieser Deal: „Die Chemie hat gestimmt. Wir haben uns dann aber dazu entschieden, eigenständig zu bleiben und uns weiterhin aus eigener Kraft zu finanzieren“, sagten die Unternehmer Gründerszene.de.

Die 4. Staffel “DHDL” hätte wohl kaum mit mehr Wirbel um ideenreiche Food-Startups aus Hamburg zu Ende gehen können. Die Hamburg News werden auch im kommenden Jahr wieder berichten, wenn sich mutige Gründer aus Hamburg in “Die Höhle der Löwen” wagen.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.vox.de
www.luicellas.de
www.konjak-shop.com
www.veluvia.com
www.thefoodguide.de
www.chef.one
www.tastillery.com

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