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Nanting maste ga söder - Something Must Break - © LSF Hamburg

25. Lesbisch-Schwule Filmtage Hamburg: 150 Kurz- und Langfilmen, 79 Veranstaltungen, 6 Nächten

Erster Bürgermeister Olaf Scholz eröffnet das internationale Filmfestival mit dem Ruf nach mehr Toleranz. Weltpremieren, europäische Erstaufführungen und preisgekrönten Streifen wie "Nånting måste gå sönder - Something Must Break" im Programm.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat die Festivalwoche der 25. Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg eröffnet. In seiner Rede auf Kampnagel lobte er das Engagement der lesbisch-schwulen Bewegung, das viel erreicht habe. Er schränkte jedoch ein: „Mehr Sichtbarkeit ist nur die eine Seite – Akzeptanz ist leider nach wie vor alles andere als selbstverständlich.“

Umdenken braucht Zeit

„In manchen konservativen Milieus gibt es so einen merkwürdigen Bis-hierhin-und-nicht-weiter-Liberalismus. Der durch Parlamente oder Gerichtsentscheidungen erreichte Fortschritt wird zwar nicht infrage gestellt. Aber es geht freiwillig auch nicht weiter: Das ist nicht gut“, sagte Scholz. Es sei auch nicht gut, dass „schwul“ als Schimpfwort noch immer zum Alltag auf dem Schulhof gehöre – das sei ein fatales Signal für alle Jugendlichen inmitten ihrer sexuellen Identitätsfindung. „Umdenken braucht seine Zeit. Der politische Anspruch der Lesbisch Schwulen Filmtage bleibt darum aktuell, und der künstlerische Anspruch sowieso“, sagte Scholz. Sechs Nächte lang werden in Spielstätten von Kampnagel über Passage-Kino bis zur Roten Flora gezeigt, die so unterschiedlich sind wie das Spektrum der 150 Filme im Programm, die die mehr als 15.000 Besucher erwarten.

Ältestes und größtes queeres Filmfest

Die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg sind als Deutschlands ältestes und größtes Filmfestival aus einem kulturellen Freiraum heraus entstanden und regional sowie überregional fest etabliert. Sie finden bereits zum 21. Mal statt und sind mittlerweile das zweitgrößte Filmereignis der Stadt. Das Festival bietet überwiegend Neuproduktionen aus aller Welt. Es stellt die Bandbreite queeren Filmschaffens dar und hat den Anspruch, ein Forum für gesellschaftlich engagierte, diskussionswürdige und anspruchsvolle Filmkultur zu sein.

Sieben Filmpreise

Eine Fachjury verleiht an ein herausragendes Werk den mit 5.000 Euro bestdotierten queeren deutschen Award: den Jurypreis der Lesbisch Schwulen Filmtage. Vom Publikum werden Preise für die besten Kurzfilme (lesbisch, schwul, gender bender), die beste Dokumentation und den besten Spielfilm vergeben. Alle fünf Preise sind mit jeweils 1.000 Euro dotiert. Der Wettbewerb Made in Germany fördert außerdem den deutschen Nachwuchs mit einem filmbezogenen Sachpreis. Im diesjährigen Jury-Wettbewerb konkurrieren diese Filme: 52 Tuesdays, Ang huling cha-cha ni Anita (Anita’s Last Cha-Cha), Appropriate Behavior, Día trajo la oscuridad, El (Darkness By Day), Drunktown’s Finest, Last Summer, Lilting, My Prairie Home, Nanting maste ga söder (Something Must Break)Tercero, El (Der Dritte) und Xenia.
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Quelle und weitere Informationen:
www.lsf-hamburg.de

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