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Musikfest - © Michael Zapf

Die "Freiheit" zum Klingen bringen

Der Vorverkauf für das 2. Internationale Musikfest in Hamburg im April und Mai 2016 hat begonnen

Mit dabei sind das zukünftige Residenzorchester der Elbphilharmonie, das NDR Sinfonieorchester, sowie das Philharmonische Staatsorchester Hamburg, die Hamburger Symphoniker und das Ensemble Resonanz. Neben den Hamburger Klangkörpern sind auch hochkarätige Gastorchester, bekannte Dirigenten und internationale Solisten vertreten. Mit Orchesterkonzerten, szenischen Produktionen, Kammermusik und ausgesuchten Pop-Projekten will die Musikstadt Hamburg einen Monat lang ein klangvolles Zeichen für die Freiheit setzen.

Matthäuspassion zum Auftakt

Zur Festivaleröffnung bringt die Staatsoper Hamburg Bachs »Matthäuspassion« in der Lesart des Regisseurs Romeo Castellucci in die Deichtorhallen. In St. Michaelis kombinieren Kent Nagano und das Philharmonische Staatsorchester Pierre Boulez´ Raummusik-Meilenstein »Répons« mit dem Brahms-Requiem. Freiheit, ein utopischer Wunschtraum? Das NDR Sinfonieorchester widmet sich dieser Frage mit der konzertanten Aufführung von Luigi Dallapiccolas Oper »Il prigioniero« (Der Gefangene). Im Rahmen eines Brahms-Schwerpunkts präsentiert das Orchester unter seinem Chefdirigenten außerdem alle vier Sinfonien des Hamburger Komponisten an einem Tag. Mit dem Balthasar-Neumann-Ensemble bringt Thomas Hengelbrock seine neue Fassung von Henry Purcells Oper »Dido and Aeneas« nach Hamburg. Jeffrey Tate und die Hamburger Symphoniker sind mit Leonard Bernsteins Comic Operetta »Candide« mit von der Partie.

Musik – befreit von Regeln und Tabus

In der Konzertreihe »Überlebensmusik« präsentieren renommierte Ensembles wie das Pavel Haas Quartet, das Ensemble Resonanz und das Bennewitz Quartet, sowie Kammermusiker wie die Klarinettistin Sharon Kam und die Geigerin Carolin Widmann Musik, die zur Zeit des Nationalsozialismus als »entartet« gebrandmarkt wurde. Das Ensemble Resonanz ist mit zwei weiteren Produktionen zu erleben, darunter ein Abend zum Thema »Utopie« mit der Geigerin Alina Ibragimova. Künstlerische Freiheit ist das Ideal des italienischen Pianisten und Dirigenten Marino Formenti, der zu einer interaktiven Dauer-Installation ins Kulturhaus III&70 lädt.

Befreit von Regeln und ohne Tabus zu musizieren, ist auch das Ziel der moldawischen Geigerin Patricia Kopatchinskaja. Sie setzt ihre Hamburg-Residenz mit drei Auftritten fort – darunter »Bye Bye Beethoven«, eine Konzertperformance mit dem Mahler Chamber Orchestra.

Abschiedskonzert in Hamburg

Das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, das kurz vor seiner Fusionierung mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart steht, gibt sein Abschiedskonzert in Hamburg unter der Leitung von François-Xavier Roth, der auch mit seinem Originalklangorchester Les Siècles zu erleben ist. Der spanische Cembalist und Dirigent Eduardo López Banzo kommt mit seinem Ensemble Al Ayre Español nach Hamburg. Unter der Leitung von Andris Nelsons ist das Boston Symphony Orchestra mit Mahlers Neunter Sinfonie in der Laeiszhalle zu Gast. Zum Festivalfinale lässt Großmeister Nikolaus Harnoncourt mit dem Concentus Musicus Wien Beethovens Neunte erklingen.

Klavier- und Liederabende

Unter den weiteren Festivalhighlights sind auch Klavierabende mit Igor Levit und Maurizio Pollini sowie ein Liederabend mit dem amerikanischen Star-Bariton Thomas Hampson. Wie schon bei der ersten Musikfest-Ausgabe nehmen sich kreative Künstler der Pop-Szene außerdem im Rahmen der »Nightline« die Freiheit, die Laeiszhalle kurzerhand in einen Club zu verwandeln. Einführungen, Anker-Angebote, eine Podiumsdiskussion, ein Seminar und eine Filmreihe machen das 2. Internationale Musikfest zu einem Begegnungsort für Musikbegeisterte.

Breit aufgestellt

Das Internationale Musikfest Hamburg ist eine Kooperation zahlreicher Hamburger Konzertveranstalter und Orchester: Neben den Elbphilharmonie Konzerten, dem NDR Sinfonieorchester und dem Philharmonische Staatsorchester wirken die Staatsoper Hamburg, Das Alte Werk und das neue werk des NDR, die Hamburger Symphoniker, das Ensemble Resonanz, ProArte und die Hamburgische Vereinigung von Freunden der Kammermusik wesentlich am Festivalprogramm mit.
him/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.musikfest-hamburg.de

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