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© SoMe Experte Dominik Böcker

10 Social Media Tipps für Startups

Wie holen Gründer das Beste aus ihrer Social Media-Kommunikation heraus? Dazu Dominik Böcker, Geschäftsführer der Onlineagentur Pier 42

Social Media hat sich in den letzten Jahren als eigene Marketing-Disziplin etabliert und ist aus einem ausgewogenen Marketing-Mix kaum noch wegzudenken. Online- und Social Media-Maßnahmen sind nicht mehr voneinander zu trennen. Die folgenden 10 Tipps für eine gelungene Social Media Kommunikation können Startups dabei helfen, erfolgreich im Social Web aufzutreten.

Tipp 1: Entwickelt eine Strategie

Zuerst und vor allen anderen Maßnahmen gehört die Ausgestaltung einer Social Media-Strategie, denn es gilt: „Keine Maßnahme ohne Zielrichtung“. Anhand der 6-W-Methode könnt ihr ein strategisches Grobgerüst entwickeln, auf dem ihr eure weiteren Schritte aufbaut: Wem möchtet ihr was, wann auf welchem Kanal mit welchen Inhalten wofür mitteilen? Je exakter ihr eure Strategie ausarbeitet, desto mehr wisst ihr über eure Zielgruppe, deren Bedürfnisse und (Social Media-) Vorlieben und könnt euren Content passgenau auf Ziel und Zielgruppe ausspielen.

Tipp 2: Erst zuhören, dann sprechen

Social Media ist wie eine gute Unterhaltung: Wenn jemand nur von sich selbst spricht, hört man ihm/ ihr nicht gerne lang zu und die Bindung zum Gegenüber findet nicht statt. Im Social Web geht es nach wie vor um Austausch und Beziehungsaufbau. Dazu gehört zu wissen, was eure Zielgruppe bewegt, welche Bedürfnisse sie hat und wie man es schaffen kann, diese Bedürfnisse zu befriedigen. Und das geht am besten, indem man zunächst zuhört und an den Gesprächen seiner Zielgruppe partizipiert. Erst dann kann man erfolgreichen Content erstellen.

Tipp 3: Beobachtet die Konkurrenz

Was macht EUER Markt. Wer macht bereits was, wie erfolgreich ist die Kommunikation? Was läuft gut, was könnte optimiert werden? Je besser ihr eure Wettbewerber und deren Social Media Kommunikation kennt, desto besser könnt ihr auch eure Zielgruppe ansprechen. Benchmarking gehört also zum 1×1 der Social Media Kommunikation dazu.

Tipp 4: Schafft wertvollen Content

Kreiert Inhalte, die einen Mehrwert bei euren Nutzern erzeugen. „Teflon-Content“ – also Content, der nicht „haften“ bleibt oder keinen Mehrwert bietet und genauso schnell wieder vergessen ist, wie er konsumiert wurde – bringt euch in eurer Kommunikation nicht weiter. Löst bei eurem Nutzer Probleme, beantwortet offene Fragen, informiert oder unterhaltet nachhaltig, nur dann habt ihr die Chance langfristig mit eurer Marke oder eurem Produkt wahrgenommen zu werden. Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Dazu folgender Tipp: Verseht euren Content mit einer interessanten und klickwürdigen Überschrift. Studien belegen, dass 80 Prozent der Klick-Entscheidungen bereits mit der Überschrift beschlossen werden.

Tipp 5: Kontinuität und Durchhaltevermögen

Bevor ihr mit eurer Kommunikation startet, stellt sicher, dass ihr diese auch über einen längeren Zeitraum gewährleisten könnt. Stellt bereits zu Beginn eurer Aktivitäten sicher, dass ihr die nötigen Ressourcen und Kapazitäten habt, um dauerhaft und vor allem kontinuierlich im Social Web zu kommunizieren. Man wird auch im Social Media-Umfeld nicht mit Loslegen sondern mit Durchhalten erfolgreich.

Tipp 6: Call-To-Actions und leichter Konsum

Man glaubt es kaum, aber es funktioniert immer noch: „Call-To-Actions“ sind nach wie vor sehr hilfreich und erhöhen die durchschnittliche Shareability eures Contents um bis zu 27 Prozent. Macht es euren Followern zudem so leicht wie möglich eure Inhalte zu konsumieren, zu kommentieren und zu teilen. Je weniger Klicks desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass mit eurem Content interagiert wird.

Tipp 7: Seid da, wo eure Zielgruppe ist

Nutzt die Kanäle, die auch von eurer Zielgruppe genutzt werden. Eine noch so gute Instagram-Strategie ist zum Scheitern verurteilt, wenn eure Zielgruppe eher in Fachforen oder auf Twitter unterwegs ist. Genauso wichtig wie die Kanalwahl ist auch der Zeitpunkt, wann ihr euren Content veröffentlicht. Studien, die belegen, wann es die beste Zeit ist um Inhalte zu posten, sollte man getrost vergessen. Schaut euch lieber eure eigenen Statistiken an und schaut, wann eure Zielgruppe und Follower am aktivsten sind. Das ist meistens sehr individuell und sollte von euch gut eingeplant werden.

Tipp 8: Plant und testet

Planung ist das halbe Leben. Das gilt auch und vor allem für eure Social Media Aktivitäten. Plant Eure Inhalte pro Kanal in Redaktionsplänen. Vorteil: So habt Ihr immer im Überblick, was Ihr bereits gespielt habt, welche Inhalte funktionieren oder nicht funktionieren (diese könnt ihr im nachfolgenden Redaktionsplan entfernen). Bleibt dennoch flexibel und postet auch Inhalte, die sich kurzfristig ergeben, aber auf eure Ziele einzahlen, denn Social Media bedeutet auch schnell zu sein.

Testen, probieren und experimentieren ist die andere Seite der (Social Media-)Medaille. Es gibt nicht DIE Social Media Strategie oder DIE Formel um erfolgreiche Virals zu erstellen. Probiert euch und euren Content aus, ohne dabei die Bedürfnisse eurer Zielgruppe und eure Ziele aus den Augen zu verlieren.

Tipp 9: Messt und analysiert

Messt Eure Aktivitäten auf den verschiedenen Kanälen und überprüft, welche Maßnahmen welchen Effekt hatten. Nur durch ein kontinuierliches Monitoring eurer Aktivitäten könnt ihr langfristig erfolgreichen von nicht erfolgreichen Content unterscheiden und euren Content pro Kanal nach und nach optimieren.

Tipp 10: Investiert

Investiert Zeit, Kapazitäten und auch (leider) Geld. Natürlich sind mehrwertstiftende Inhalte nach wie vor das A und O, aber leider wird bei Netzwerken wie Facebook, die organische (also nicht mit Werbeunterstützung gesteigerte) Reichweite immer weiter eingeschränkt. Um eine möglichst große Reichweite zu erzielen, sind daher Werbemaßnahmen ein probates und nicht wegzudenkendes Mittel geworden, welches vor allem budgetär mitgedacht werden muss, um dauerhaft erfolgreich sein zu können. Die wenigsten wirklich erfolgreichen Marken und Produkte verzichten gänzlich auf Werbeunterstützung.

Gastbeitrag von Dominik Böcker für die Hamburg News

Quellen und weitere Informationen:
www.pier42-hamburg.de
www.facebook.com/PIER42MedienagenturHamburg

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