Titel Luftfahrt
Virtual Reality Lab - © DLR

Zukunft des Fliegens: Zwei neue DLR-Institute in Hamburg

Deutsches Zentrum für Luft-und Raumfahrt forscht in Hamburg an der Digitalisierung der Luftfahrt. Feierliche Eröffnung am ZAL

Die Luftfahrt der Zukunft steht vor diversen neuen Herausforderungen. Die Digitalisierung eröffnet dafür neue Wege, schon in der Designphase effizienterer Flugzeuge das Gesamtsystem Luftfahrt zusätzlich effizienzsteigernd mitzudenken und später im Betrieb die passgenaue und kosteneffektive Wartung zu revolutionieren. Im Beisein von zahlreichen Ehrengästen, darunter Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, wurden dafür zwei neue Forschungsinstitute im ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung auf Finkenwerder am Freitag eröffnet.

Digitale Entwicklung von Flugzeugen

„Wir freuen uns über die Entscheidung des DLR, Hamburg zu einem seiner Sitzländer zu machen. Aus der engen Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft entstehen Innovationen, die zukunftsweisend für die gesamte Branche sein werden. Das ZAL ist ein Ort für innovative Ideen, aus denen am Ende neue Produkte für die Luftfahrtindustrie entstehen“, so Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz.

Das Institut für Systemarchitekturen in der Luftfahrt wird sich vor allem auf die digitale Entwicklung von zukünftigen Flugzeugtypen und die Übertragung in neuartige Produktionsprozesse konzentrieren („Digitales Flugzeug“). Das Institut für Instandhaltung und Modifikation bündelt die Forschung rund um den Flugzeugbetrieb und wird sich auf die Entwicklung von neuen Wartungs- und Datenauswertungsmethoden spezialisieren („Digitaler Zwilling“). Beide Institute werden nach DLR-Angaben je 80 Mitarbeiter im ZAL aufbauen, Hamburg bekommt damit den Status eines offiziellen Sitzlands des DLR.

Finanzierung der neuen Institute

Die neuen Institute werden in den kommenden Jahren mit jährlich zehn Millionen Euro im Rahmen der gemeinsamen Bund-Länder-Finanzierung gefördert, zu der die Stadt Hamburg einen Sitzlandbeitrag von rd. 1,6 Millionen Euro pro Jahr leistet. Darüber hinaus stellt die Stadt in der Aufbauphase bis Ende 2018 weitere zwei Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung.

Für die industrienahe Forschung ist eine enge Zusammenarbeit mit den relevanten Unternehmen aus Industrie und Mittelstand erforderlich. Aus diesem Grund ist das Institut im ZAL angesiedelt. Das DLR hat hier die Möglichkeit, gemeinsam mit einer Vielzahl von Industriepartnern aus dem Luftfahrtbereich, darunter sowohl Airbus und Lufthansa Technik als auch Zulieferer und Start-Ups, im selben Gebäude und an gemeinschaftlich genutzten Großversuchsträgern zu forschen.

Ansiedlung im ZAL

Das Hamburger Luftfahrtforschungszentrum, das zu den modernsten der Welt zählt und für 600 Arbeitsplätze ausgelegt ist, ist damit keine zwei Jahre nach seiner Eröffnung voll vermietet. Mit über 40.000 Beschäftigten in über 300 Unternehmen & Institutionen ist Hamburg der drittgrößte zivile Luftfahrtstandort der Welt und die Luftfahrt eine der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Region. Hamburg hat dabei den Vorteil, in allen Feldern entlang des Lebenszyklus eines Flugzeugs – von der Vorentwicklung bis zum Recycling – Know-How von Weltruf am Standort zu vereinen. “Wir freuen uns nun auch in Hamburg an einem der weltweit größten Standorte der zivilen Luftfahrt mit zwei neugegründeten DLR-Instituten vertreten zu sein und im ZAL eng mit unseren Industriepartnern in der anwendungsorientierten Forschung zusammenzuarbeiten”, so die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Pascale Ehrenfreund.
kk

Quelle und weitere Informationen:
www.@dlr.de
www.bwvi.hamburg.de

Weitere Artikel

  • Es gibt keine älteren Artikel in dieser Kategorie.
  • Es gibt keine neueren Artikel in dieser Kategorie.