Titel Luftfahrt
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Projekt am ZAL will wirtschaftliche Nutzung von Drohnen fördern

Rahmenbedingungen sollen analysiert und gestaltet werden. Experten sehen diverse Einsatzmöglichkeiten für Nutzung in Hamburg

Die Erwartungen an den kommerziellen Einsatz von Drohnen, beispielsweise zur Wartung von Windrädern oder im Baugewerbe, sind hoch: Viele Aufgaben sollen durch sie schneller, kostengünstiger und sicherer ausgeführt werden können. Im Hamburger ZAL (Zentrum für angewandte Luftfahrt) TechCenter ist gerade das Projekt WiNDroVe gestartet. Der Name steht für die „Wirtschaftliche Nutzung von Drohnen in der Metropolregion“. In dem vom “Innovationsforum Mittelstand” des BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderten Netzwerkvorhaben sollen in den nächsten neun Monaten die Rahmenbedingungen für die kommerzielle Nutzung von so genannten Unmanned Aerial Systems – UAS – analysiert und weiter gestaltet werden.

Zahlreiche Anwendungsgebiete für Drohnen

Eine wesentliche Hürde einer stärkeren wirtschaftlichen Nutzung seien derzeit noch die behördlichen Rahmenbedingungen. Sie waren für das neu entstandene Segment der autonomen Fluggeräte bislang nicht ausgelegt und müssen diese künftig nicht nur berücksichtigen, sondern auch in Einklang bringen mit bestehenden Regulierungen im Luftverkehr. Eine Chance für Hamburg mit etablierten Wirtschaftszweigen wie Logistik, Luftfahrt und Erneuerbare Energien, in denen ein kommerzieller Einsatz von Drohnen denkbar ist. Gleichzeitig habe der Stadtstaat den Vorteil der “kurzen Wege”, wenn es um behördliche Regulierungsfragen geht – denn diese sind insbesondere über dicht besiedelten Gebieten wie der Stadt Hamburg ein entscheidender Faktor, so das Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg.

Geplante Abschlusskonferenz Ende 2017

Beim offiziellen Projekt-Kickoff (30.6.) im ZAL Center kamen alle Beteiligten mit Bezug zu dem Thema zusammen, insgesamt 34 Personen aus 20 Institutionen. In den kommenden Monaten soll sich das WiNDroVe-Gremium nun in verschiedene Arbeitsgruppen unterteilen, um dort an konkreten Aufgabenstellungen zu arbeiten. Ende des Jahres sollen die Ergebnisse im ZAL TechCenter vorgestellt werden.
mm/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.zal.aero

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