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© © Gregor Schläger / Lufthansa Technik AG

Lufthansa Technik treibt Digitalisierung der Flugzeugkabine voran

Das neue Projekt "Kabine 4.0" setzt auf moderne Sensorik. Automation soll die Abläufe für Passagiere und Bordcrew vereinfachen

Während die Digitalisierung mehr und mehr Lebensbereiche durchdringt, ist ihr Einfluss auf die Abläufe in der Flugzeugkabine bislang eher gering. Dieser Ansicht ist zumindest das Hamburger Unternehmen Lufthansa Technik und will daher mit dem Projekt „Kabine 4.0“ durch intelligente Automatisierung die Abläufe in der Flugzeugkabine für Passagiere und das Bordpersonal vereinfachen und den Komfort steigern. Innovationen in der Flugzeugkabine sind auch Thema auf der an diesem Dienstag zuende gehenden Aircraft Interiors Expo in den Hamburger Messehallen.

Intelligente Leselampe

Eine spezielle Sensorik soll beim Projekt “Kabine 4.” bislang manuell ausgeführte Tätigkeiten ersetzen und damit Flugbegleitern mehr Zeit für einen personalisieren Service geben. “Wir wollen nicht einfach die traditionelle Leselampe gegen LED-Beleuchtung austauschen, die man mit dem Smartphone an- beziehungsweise ausschalten kann. Wir wollen, dass die Leselampe selbstständig erkennt, ob der Passagier eine Zeitschrift aufschlägt. Soll es dann doch lieber ein Film sein, könnte die Datenlieferung durch dieselbe Lampe per optischer Übertragung sicherstellt werden”, erläutert Sven Taubert, Corporate Innovation Manager der Lufthansa Technik, das Konzept. “Damit steigern wir den Passagierkomfort und entlasten gleichzeitig die WLAN-Netze an Bord.”

Entwicklung am ZAL TechCenter in Hamburg-Finkenwerder

Die Entwicklung wird mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) am ZAL TechCenter in Hamburg-Finkenwerder in einer realen Kabine aufgenommen. Für weitere Anwendungsbeispiele sei das Projektteam in Kontakt zu den verschiedensten Nutzern der Kabine – vom Reinigungspersonal, über den Caterer, die Flugbegleiter, Techniker bis hin zum Passagier. „Aktuell haben wir so gut wie keine Daten aus der Kabine verfügbar. Deshalb schauen wir uns jetzt im ersten Schritt genau an, bei welchen Informationen rund um die Kabine es sinnvoll ist, sie automatisch zu erheben. Daraus können wir dann Erkenntnisse gewinnen, die zur konkreten Entwicklung neuer Systeme und Dienstleistungen führen“, erklärt Taubert.
mm/kk

Quelle und weitere Informationen:
https://www.lufthansa-technik.com/

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