Titel Luftfahrt
© Gregor Schläger / Lufthansa Technik AG

Lufthansa Technik steigert deutlich Umsatz und Ergebnis

Die Hamburger Lufthansa Technik AG hat im Jahr 2015 ihren Wachstumskurs fortgesetzt und 27 Kunden neu gewonnen

Die Umsatzerlöse stiegen um 17,6 Prozent auf rund 5,1 Milliarden Euro (+762 Mio. Euro). Sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Adjusted EBIT) konnte das Unternehmen um 20 Prozent auf 454 Millionen Euro (Vorjahr: 380 Mio. Euro) steigern. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, den die Lufthansa Technik AG und 22 voll konsolidierte Gesellschaften vorgelegten.

Starker Umsatz-Anstieg mit externen Kunden

Überproportional konnte das Unternehmen das Geschäft mit Kunden außerhalb der Lufthansa-Gruppe steigern. Der konzernexterne Außenumsatz wuchs um 21,8 Prozent auf 3,3 Mrd. Die Umsätze mit Konzerngesellschaften konnten vor allem durch das größte Modifikationsprogramm in der Geschichte der Lufthansa auf 1,8 Milliarden Euro gesteigert werden (+179 Mio. Euro). Wesentlich unterstützt wurde die Umsatzentwicklung durch den US-Dollarkurs.

27 neue Kunden

Im Jahr 2015 konnte die Lufthansa Technik AG 27 neue Kunden gewinnen. Insgesamt betreut das Unternehmen jetzt 800 Kunden. 2015 wurden zudem 375 neue Verträge abgeschlossen. Ihr Volumen allein in der AG beträgt für 2015 und die Folgejahre insgesamt 3,1 Milliarden Euro. Die Zahl der von Lufthansa Technik betreuten Flugzeuge wuchs um zwölf Prozent auf rund 3.700.

Wichtige Verträge betreffen neue Flugzeugmuster wie die A350 von Airbus und die Boeing 787. Mit Finnair beispielsweise, dem europäischen Erstbetreiber des neuen Airbus A350, sowie mit Air Europa Lineas Aéreas (Boeing 787-Flotte) wurden umfassende Verträge zur Komponentenversorgung abgeschlossen. Heute betreute LHT sämtliche modernen Verkehrsflugzeuge der Welt, inklusive der A320neo.

Investitionen in deutsche und ausländische Standorte

Mit der Eröffnung eines neuen Auslandsstandortes im Juli 2015 in Puerto Rico bietet Lufthansa Technik nun auch im wichtigen amerikanischen Markt einen eigenen Überholungsstandort an. Die Inbetriebnahme der ersten beiden von fünf geplanten Überholungslinien von Lufthansa Technik Puerto Rico war ein wichtiger Schritt bei der weiteren Internationalisierung des Unternehmens. In Asien nahm Lufthansa Technik Philippines zusätzliche Hallenfläche zur Überholung von Airbus A380- und den künftigen Boeing 777-Flugzeugen in Betrieb. Mit dem Baubeginn einer neuen Räder- und Bremsenwerkstatt in Frankfurt wurden auch rund 60 Millionen Euro in den deutschen Standort investiert.

Ausbau der internationalen Präsenz

„Der Markt wächst – vor allem in Asien und Südamerika. Und unsere Kunden erwarten, dass wir in ihrer Nähe sind. Somit werden wir unsere internationale Präsenz weiter ausbauen, um das erwartete Wachstum des internationalen Luftverkehrs nutzen zu können”, sagte Johannes Bußmann.

Der Markt für das Wartungs- und Instandhaltungsgeschäft im Luftverkehr wird weiter wachsen, sich aber auch deutlich verändern. „Wir sehen eine gewaltige Dynamik in der Luftfahrtindustrie: Derzeit gehen so viele neue Flugzeugmuster mit neuen Technologien, Materialien, Komponenten und Triebwerken in den Flugbetrieb wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Gleichzeitig drängen auch neue Wettbewerber mit Wucht in den Markt”, so Bußmann weiter.

„Diese Dynamik ist für uns eine große Chance, wird uns aber auch einiges an Veränderungsbereitschaft abverlangen, um auf profitablem Wachstumskurs zu bleiben”, unterstrich Constanze Hufenbecher. Für 2016 rechnet das Unternehmen bei steigendem Umsatz mit einem deutlichen Ergebnisrückgang.

Hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung

Zur Sicherung der eigenen Zukunft investierte Lufthansa Technik signifikante Beträge in ihre Entwicklung. Wesentliche Themen waren dabei Innovation und Produktentwicklung, darunter neue Technologien, die Beherrschung neuer Werkstoffe und die Automatisierung von Reparaturverfahren. Ein bestimmender Trend ist die Digitalisierung, die die Branche in den nächsten Jahren massiv verändern wird.

„Lufthansa Technik kann und muss ganz vorne mit dabei sein. Deshalb investieren wir viele Millionen in Entwicklung und Forschung – und zwar gerade auch hier am Standort Hamburg”, unterstrich Bußmann.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.lufthansa-technik.com

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