Titel Luftfahrt
EbolaFlieger - © Lufthansa Technik

Lufthansa Technik liefert weltersten Ebola-Evakuierungsflieger aus

Intensivversorgung bereits in der Luft. Umbau des Lufthansa-Passagierflugzeuges „Villingen-Schwenningen" für diese besondere humanitäre Mission durch Lufthansa Technik

Unter dem neuen Namen „Robert Koch” steht mit dem Airbus A340-300 nun eine weltweit einmalige Evakuierungsmöglichkeit für hochinfektiöse Patienten zur Verfügung. Im Gegensatz zu bislang vereinzelt vorhandenen kleineren Flugzeugen bietet sie eine umfassende intensivmedizinische Versorgung im Reiseflug.

Know-how für Umbau in Hamburg

Die Voraussetzungen für die sehr schnelle Umsetzung eines derart komplexen und technisch anspruchsvollen Vorhabens konnte die Lufthansa-Gruppe erfüllen, weil die Airline ein für das spezielle Anforderungsprofil geeignetes Langstreckenflugzeug kurzfristig zur Verfügung stellen konnte. Darüber hinaus konnte Lufthansa Technik als weltweit führender luftfahrttechnischer Betrieb ihr großes Know-how beim Einbau von Kabinensonderausstattungen in Regierungs-, VIP- und Geschäftsreiseflugzeugen für die Konstruktion und den Einbau der besonderen Isolierstation in der Flugzeugkabine einbringen.

Umrüstung in Kooperation mit Robert-Koch-Institut

Der am 17. November in Hamburg begonnene Umbau fand in enger Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) statt. Im Mittelteil und Heck des Langstreckenflugzeugs wichen Fluggastsitze, Küchen- und Waschräume sowie Gepäckfächer einer so genannten Patient Transport Isolation Unit, die ein luftdichtes Zelt mit Unterdruck umschließt. Darin haben Mediziner die Möglichkeit, Patienten während des Fluges intensiv unter Vollschutz zu betreuen und zu behandeln. Zwei vorgelagerte und ebenfalls luft- und gasdichte Zelte dienen als Schleusen für das sichere Betreten und Verlassen des Behandlungszeltes. Im vorderen Kabinenabschnitt verbleiben Sitze für bis zu 19 Fluggäste wie Ärzte, Begleiter des RKI, Isolationszelt-Techniker und einen Lufthansa-Ingenieur.

Für den zunächst auf sechs Monate angelegten humanitären Einsatz der „Robert Koch” haben sich auf freiwilliger Basis binnen kürzester Zeit insgesamt mehr als 700 Piloten und Flugbegleiter als Cockpit- und Kabinenbesatzung gemeldet.
him

Quelle und weitere Informationen
www.lufthansa-technik.com

Weitere Artikel

  • Es gibt keine älteren Artikel in dieser Kategorie.
  • Es gibt keine neueren Artikel in dieser Kategorie.