Titel Luftfahrt
© Airbus

Luftfahrtstandort Hamburg präsentiert sich auf der ILA

Erstmals stellen die norddeutschen Bundesländer gemeinsam auf der Luftfahrtmesse aus. Neu ist auch der Startup-Day am zweiten Messetag

Vom 1. bis 4. Juni öffnet mit der ILA Berlin Air Show eine der weltweit bedeutendsten Luft- und Raumfahrtmessen wieder ihre Tore. Als Deutschlands größter Standort der zivilen Luftfahrtindustrie spielt Hamburg dabei eine zentrale Rolle. Großunternehmen wie Airbus und zahlreiche Zulieferer aus der Region sind auf der Messe vertreten. Erstmals treten die norddeutschen Bundesländer unter einem gemeinsamen Dach auf.

Kooperationsabkommen

Am zweiten Messetag wollen die norddeutschen Wirtschaftsminister und Staatsräte zudem ein Kooperationspapier zur länderübergreifenden Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation unterschreiben. Mit einem Norddeutschen Gemeinschaftsstand bekommen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Netzwerke wie das Luftfahrtcluster Hamburg Aviation eine länderübergreifende Bühne. So wollen sich die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Niedersachsen als ineinandergreifende Kompetenzregion präsentieren.

„Nicht zuletzt mit dem kürzlich eröffneten ZAL – Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung beweist Hamburg seine große Kompetenz in einer so dynamischen Branche wie der Luftfahrt. Hamburg gibt als weltweit drittgrößter ziviler Luftfahrtstandort den Takt in Deutschland für Innovationen an, die bereits morgen im Flugzeug zu finden sind. Somit ist es nur konsequent, dass sich die Hansestadt dieses Jahr besonders stark präsentiert“, so Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, der auch auf der Meese erwartet wird.

ILA-Highlights aus Hamburg

Auf der ILA 2016 werden Hamburger Unternehmen und Produkte stark vertreten sein. So präsentiert Airbus Fachbesuchern und Publikum seinen sparsamen Langstreckenflieger an allen Messetagen den A350 XWB, bei dem wesentliche Komponenten aus der Metropolregion stammen. Das Flaggschiff A380 wird ebenfalls erneut unter der Flagge von Emirates auf dem Gelände zu sehen sein und auch ein Airbus aus dem Drucker ist Teil der Messe: mit THOR („Testing High-Tech Objectives in Reality“), einem fast komplett aus dem 3D-Drucker stammenden Mini-Flieger und der „Bionic Partition“, einer 3D-gedruckten Kabinentrennwand in bionischem Design.

Lufthansa stellt den Besuchern eine A320 in der neo-Variante vor. Auch die Hamburger Konzerntochter Lufthansa Technik ist wieder mit einem Stand auf der Messe präsent. Im International Suppliers Center ISC haben Zulieferer die Gelegenheit, sich auf einem Markplatz aller Produktsparten auszutauschen. Hier werden zahlreiche kleine und mittelständische Hamburger Unternehmen wie die auf Umweltsimulationen spezialisierte Treo GmbH vertreten sein.

Schwerpunkt Industrie 4.0

Die bereits 1909 ins Leben gerufene älteste Luftfahrtmesse der Welt richtet sich dieses Jahr neu aus und fokussiert sich unter anderem auf Innovationsthemen wie Industrie 4.0, Additive Manufacturing und Sustainable Aviation. Zu den Ausstellern zählt zudem das Hamburger LZN Laserzentrum Nord, welches im Bereich 3D-Druck Pionierarbeit leistet. Erstmals bietet zudem ein Startup Day am 2. Juni jungen Unternehmen der Branche die Möglichkeit, sich mit etablierten Akteuren zu vernetzen und ihre Ideen zu präsentieren. Hier zeigt auch das Airbus BizLab mit den Hamburger Gründungen Ideas for Aviation und Synergeticon Präsenz.
kk

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg-aviation.com
www.ila-berlin.de

Hamburg Aviation

Mit mehr als 40.000 hochqualifizierten Fachkräften ist Hamburg Aviation einer der größten Standorte der zivilen Luftfahrtindustrie weltweit. Neben den beiden Branchenriesen Airbus und Lufthansa Technik sowie dem Hamburg Airport tragen mehr als 300 Zulieferer sowie vielfältige technologisch-wissenschaftliche Institutionen zum Know-how bei. Um ihren Standort zu fördern, haben sich Unternehmen, Hochschulen, Verbände, Wirtschaftsbehörde und weitere Partner zum Cluster Hamburg Aviation zusammengeschlossen.

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