Titel Luftfahrt
© David Goltz

Luftfahrtcluster startet Netzwerk zur Fachkräfte-Entwicklung

Im DigiNet.Air - entwickeln die Partner digitale Angebote und Trainingsmethoden mit neuen Technologien wie Virtual Reality

Mittelständische Zulieferer, Hochschulen, Bildungseinrichtungen und Politik haben sich in Hamburg zusammengeschlossen, um die Qualifizierung von Fachkräften am weltweit drittgrößten Luftfahrtstandort systematisch an die Anforderungen der Zukunft anzupassen. Im neuen Netzwerk Digitales Lernen – DigiNet.Air – entwickeln die Partner im Hamburger Luftfahrtcluster bis 2021 gemeinsam digitale Aus- und Weiterbildungsprogramme, Trainingsmethoden mit neuen Technologien wie Virtual Reality, sowie neue Geschäftsfelder.

Herausforderungen durch die Digitalisierung

“Unsere Zeit wird gekennzeichnet von einem schnellen digitalen Wandel. Exzellente akademische und berufliche Bildungsmöglichkeiten gewinnen dadurch noch mehr an Bedeutung. Im Projekt DigiNet.Air wird durch das Zusammenspiel aller Bildungsakteure im Luftfahrtbereich ein solches innovatives Bildungsangebot entwickelt, mit dem wir den Luftfahrtstandort Hamburg weiter stärken werden”, so Prof. Dr. Sönke Knutzen, Vizepräsident Lehre der Technischen Universität Hamburg.

Im Fokus von DigiNet.Air stehen vor allem Bildungsträger und mittelständische Unternehmen, die durch die zunehmende Digitalisierung vor besondere Anforderungen gestellt werden. Das Verbundprojekt wird geleitet vom Hamburg Centre of Aviation Training-Lab (HCAT+ e.V.). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert DigiNet.Air mit knapp fünf Millionen Euro.

Virtuelle Projektlabore und Lernen 4.0

Wesentliches Ziel von DigiNet.Air ist es, Zulieferunternehmen auf dem Weg der digitalen Transformation zu begleiten. In virtuellen Projektlaboren, einer Bildungs-Werkstatt “Arbeit und Lernen 4.0”, sowie einem physischen “Tech-Shop 4.0” können digitale Prozesse von Unternehmen und ihren Beschäftigten erprobt werden. Denn die Zeit drängt: Schon heute betritt nahezu jeder Passagier ein Flugzeug mit dem Smartphone in der Tasche.

Mobile Bordkarten, Internet über den Wolken und Kundenbetreuung per Whatsapp – so wie die Digitalisierung den Luftverkehr bereits grundlegend gewandelt hat, wandelt sich auch die Industrie: Vernetzte Lieferketten, Automatisierung in der Fertigung oder die systematische Kommunikation zwischen Mensch, Maschine und Bauteilen verändern Produktion und Betrieb von Flugzeugen. Diese mit dem Schlagwort “Industrie 4.0” zusammengefassten Entwicklungen stellen vor allem Fach- und Führungskräfte kleiner und mittlerer Unternehmen, sowie die Berufs- und Hochschulen vor große Herausforderungen.
bkr/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg-aviation.de/presse

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