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Hamburg Airport - © Michael Penner

Luftfahrt News: Hamburg Airport startet Pünktlichkeitsoffensive

Airport und Airlines wollen Fluglärm nach 23 Uhr verhindern. Der Hamburger Senat will strikter gegen Verspätungen vorgehen

Vertreter von Air Berlin, Condor, easyJet, Eurowings/Germanwings, Lufthansa und der Flughafen Hamburg GmbH wollen Flug-Verspätungen nach 23 Uhr am Hamburg Airport künftig vermeiden. Mit dieser Erklärung wollen sich Flughafen und Airlines verpflichten, zum Schutz der Anwohner so selten wie möglich Gebrauch von der sogenannten Verspätungsregelung zu machen. Auf diese Weise will der Luftfahrtstandort Hamburg bundesweit Vorreiter für die Zusammenarbeit von Flughafen und Airlines bei der Reduzierung von Verspätungen sein.

„Wir konzentrieren uns mit den Airline-Partnern darauf, die letzten Flugzeuge eines Tages, die bis 23 Uhr geplant sind, auch pünktlich in Hamburg starten oder landen zu lassen. Das ist von großer Bedeutung für die Anwohner in Hamburg und in Schleswig-Holstein“, erklärt Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport.

Bußgelder bis zu 10.000 Euro

Die Betriebszeiten am Hamburger Flughafen sind täglich von 6 bis 23 Uhr, danach gibt es konkrete Nachtflugbeschränkungen. Verspätete Flugzeuge dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen bis 24 Uhr starten und landen.

Geht es nach dem am Dienstag vom Senat vorgelegten Maßnahmenkatalog drohen künftig Bußgelder bis zu 10.000 Euro für Verstöße gegen Nachtflugbeschränkungen. Zudem sieht der Plan mit insgesamt 16 Punkten höhere Gebühren für laute Flugzeuge und eine Verschmalerung der Einflugschneise im Nordosten Hamburgs vor. Die Fluglärmschutzbeauftragte soll künftig weisungsunabhängig vom Senat handeln können. Mit dem Maßnahmenkatalog antwortet der Senat auf ein Ersuchen der Bürgerschaft aus dem vergangenen Jahr.

Bürgschaft berät in Kürze

An der weiteren Umsetzung des 16-Punkte-Plans werden künftig die bei der Umweltbehörde angesiedelte Fluglärmschutzbeauftragte gemeinsam mit der Behörde für Wirtschaft und Verkehr (BWVI), dem Flughafen Hamburg und der Deutschen Flugsicherung arbeiten. Der beschlossene Maßnahmenkatalog soll in Kürze von der Bürgerschaft beraten und verabschiedet werden.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg.de
www.hamburg.de/bwvi
www.hamburg.de/bue
www.hamburg-airport.de

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