Titel Luftfahrt
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Hamburger Luftfahrt stellt neue Standortstrategie vor

Künftig soll auch das Feld Luftfahrtinformations-& Kommunikationstechnologie zu einer Kernkompetenz in Hamburg werden

Fast kein anderer Luftfahrtstandort auf der Welt bündelt so viele Kompetenzen entlang der Wertschöpfungskette wie die Metropolregion Hamburg. Durch zielgerichtete Zusammenarbeit
von Unternehmen, Forschung, Bildung und Politik sollen hieraus künftig noch mehr Innovationen entstehen. Die drei wesentlichen Eckdaten der aktualisierten Strategie für das Luftfahrtcluster Hamburg Aviation lauten daher: Bestehende Kompetenzen festigen, die Zusammenarbeit in Forschung & Entwicklung sowie die internationale Sichtbarkeit verstärken.

Das neue Strategiepapier wurde von mehr als 100 hochrangigen Standortakteuren in Interviews und Workshops gemeinsam erarbeitet und auf dem Hamburg Aviation Forum am 9. Oktober erstmals vorgestellt. Neuer Vorsitzender des auf neun Köpfe erweiterten Vorstands von Hamburg Aviation ist Prof. Dr. Joachim Szodruch.

Hamburger Kernkompetenzen erweitert

Konkrete Maßnahmen sind etwa der gezielte Ausbau von thematischen Arbeitsgruppen, der interdisziplinäre Austausch mit anderen Branchen-Clustern und noch stärkeres Engagement im internationalen Bereich.

Neben den vier bestehenden Produktwelten des Standorts, „Flugzeugproduktion & Flugzeugsysteme“, „Kabine & Kabinensysteme“, „Wartung, Reparatur, Überholung & Modifikation“ sowie „Lufttransportsysteme“, soll zukünftig auch das Feld „Luftfahrtinformations-
& Kommunikationstechnologie“ zu einer Hamburger Kernkompetenz werden.

Weitere wichtige Strategie-Bausteine

Das sich derzeit im Bau befindliche Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Finkenwerder, in dem zukünftig Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten am Standort gebündelt werden sollen, sowie das Hamburg Centre of Aviation Training (HCAT), das an Bedeutung weiter gewinnen wird, tragen ebenfalls zur neuen Strategie am Luftfahrtstandort bei.

Ausgezeichnetes Spitzencluster

Im internationalen Vergleich steht der Luftfahrtstandort Hamburg schon heute gut da, so das
Urteil der im Rahmen der Strategieentwicklung befragten Experten. Ein wesentlicher Grund
hierfür: der hohe Grad der Vernetzung zwischen Unternehmen, Hochschulen und Politik im
Cluster. Als einziger Branchenverband nördlich der Mittelgebirge zählt Hamburg Aviation seit
2008 zum Kreis der 15 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgezeichneten
Spitzencluster.

Zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte, Maßnahmen zur Fachkräfteentwicklung und Qualifizierung sowie nicht zuletzt die gemeinsame Dachmarke Hamburg Aviation wurden in diesem Rahmen bereits erfolgreich umgesetzt.

Netzwerke weiter entwickeln

„Hamburgs Cluster-Politik hat sich als moderne Form der Wirtschaftsförderung hervorragend
bewährt – auch durch die Erfolge unseres Luftfahrtclusters“, sagt Frank Horch, Senator für
Wirtschaft, Verkehr und Innovation. „Diesen Weg müssen wir weitergehen und uns in die
Zukunft entwickeln. In den Hamburger Unternehmen und unseren kreativen Köpfen steckt auch
weiterhin ein enormes Innovationspotenzial, das wir heben können, indem wir den
Netzwerkgedanken konsequent weiter entwickeln“.

Know-How am Standort sichern

Dr. Franz Josef Kirschfink, Geschäftsführer von Hamburg Aviation, ergänzt: „Trotz guter
Auftragslage haben wir zum ersten Mal seit Jahrzehnten die Situation, dass weder Airbus noch
Boeing in absehbarer Zeit völlig neue Flugzeuge entwickeln werden. Dies hat gravierende
Auswirkungen für einen forschungsstarken Standort wie Hamburg, die sich im Bereich der
Ingenieurdienstleistungen bereits jetzt deutlich bemerkbar machen. Unser neuer strategischer
Weg muss daher Lösungen finden um unser Know-How nicht nur abzusichern, sondern
langfristig weiter zu entwickeln.“

Gemeinsames Ergebnis

„Am Strategieprozess von Hamburg Aviation haben sich führende Köpfe aller Bereiche des
Luftfahrtstandorts Hamburgs mit hohem Engagement beteiligt – große Unternehmen und
KMUs, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Politik und weitere Institutionen“ sagt der neue
Vorstandsvorsitzende von Hamburg Aviation, Prof. Dr. Joachim Szodruch, der den Posten von
Bernhard Conrad übernommen hat. „Dieser Schulterschluss zeigt in beeindruckender Weise,
wie sehr sich die Branche trotz unterschiedlicher Interessen und individuellen Zielsetzungen mit
unserem Standort identifiziert.“

Neue Vorstandsmitglieder

Als weitere Mitglieder wurden Prof. Dr. Monika Bessenrodt-Weberpals (Hochschule für
Angewandte Wissenschaften Hamburg), Prof. Dr. Otto von Estorff (Technische Universität
Hamburg-Harburg), Dr. Werner Etzenbach (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt),
Harald Gloy (Lufthansa Technik AG), Jörg Manthey (HECAS e.V.), Ingo Martens (Hanse-
Aerospace e.V.), Dr. Georg Mecke (Airbus Operations GmbH) und Andreas Richter (Behörde
für Wirtschaft, Verkehr und Innovation) in den Vorstand von Hamburg Aviation gewählt.
ker

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg-aviation.com

Über Hamburg Aviation

Mit mehr als 40.000 hochqualifizierten Fachkräften ist Hamburg Aviation einer der größten Standorte der zivilen Luftfahrtindustrie weltweit. Neben den beiden Branchenriesen Airbus und Lufthansa Technik sowie dem Flughafen Hamburg tragen mehr als 300 Zulieferer sowie vielfältige technologisch-wissenschaftliche Institutionen zum Know How bei. Um ihren Standort zu fördern, haben sich Unternehmen, Hochschulen, Verbände, Wirtschaftsbehörde und weitere Partner zum Cluster Hamburg Aviation zusammengeschlossen.

Gemeinsam verfolgen sie ein Ziel: mit vernetzter Forschung und Entwicklung hochwertige Produkte und Dienstleistungen für die Luftfahrt der Zukunft auf den Markt bringen, die gut für Passagiere sind und Maßstäbe in Sachen Ressourcenschutz setzen. Hamburg Aviation konzentriert sich bislang auf vier Produktwelten: Entwicklung und Bau von Flugzeugen und Flugzeugsystemen, Entwicklung und Bau von Kabinen und ihren Systemen, Optimierung der Aviation Services sowie die Effizienzsteigerung der Lufttransportsysteme.

Für die auf diesen Produktwelten entwickelte Strategie „Neues Fliegen“ wurde das Luftfahrtcluster 2008 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als Spitzencluster ausgezeichnet. 2014 wurde Hamburg Aviation von der ECEI-Initiative der Europäischen Kommission mit dem GOLD Label als eines der am besten gemanagten Cluster Europas ausgezeichnet.

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