Titel Luftfahrt
ZAL TechCenter - © ReGe Hamburg/ Martin Kunze

DLR baut Aktivitäten in Hamburg aus

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt: Bereichsübergreifend sollen im ZAL in Hamburg die Themen Industrie 4.0 und 3D-Druck gestärkt werden

Hamburg wird Sitzland von Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Bisher ist das DLR in Hamburg nur mit zwei kleineren Einrichtungen vertreten: der Abteilung für „Human Factors in Aviation“, einer Abteilung des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln, und dem Stiftungslehrstuhl „Institut für Lufttransportsysteme“ an der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Das DLR ist mit 10 Prozent als Gesellschafterin am Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) beteiligt. Die Institute sollen in 2017 ihre Arbeit in den ZAL-Räumlichkeiten aufnehmen.

Hamburg ist der drittgrößte Standort der zivilen Luftfahrtindustrie weltweit. “Die Zukunftsfähigkeit der Luftfahrtindustrie am Standort Hamburg hängt von der Geschwindigkeit und der Exzellenz der Entwicklung innovativer Industrieprodukte und – prozesse ab, da es sich hierbei um die zentralen Erfolgskriterien im internationalen Standortwettbewerb handelt”, so der Hamburger Senat am Dienstag in einer Mitteilung.

Gemeinsame Forschungsplattform der Clusterakteure ist das TechCenter des Zentrums für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL), das von der Industrie – neben Airbus und Lufthansa Technik insbesondere auch kleine und mittlere Unternehmen –, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), den Hochschulen und der Stadt getragen wird.

DLR-Institute ziehen ins ZAL

„Hamburg möchte seine führende Position als Entwicklungs-, Integrations- und Endlinienstand­ort für die Flugzeugindustrie ausbauen. Das erfordert zwingend den weiteren Ausbau der am Standort vorhandenen Forschungskompetenz und Innovationskraft”, so Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch zur Begründung. Der Senat habe sich aus diesem Grund besonders dafür eingesetzt, dass Hamburg DLR-Sitzland wird und mit zwei Themenbereichen im ZAL TechCenter eine zukunftsweisende Forschungsinfrastruktur etablieren wird. Schwerpunkte sollen dabei die virtuelle Gesamtentwicklung und der 3D-Druck im Flugzeugbau sein. “Heute hat der Senat die notwendige Finanzierung dafür beschlossen“, so Horch weiter.

Stadt investiert zwei Millionen Euro in Forschungsinfrastruktur

Der Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages stockt die Grundfinanzierung des DLR um 42 Millionen Euro jährlich auf. Davon fließen 9 Millionen Euro in die Hamburger Themenbereiche. Hierdurch ist eine Ansiedlung des DLR im ZAL ab 2017 möglich und Hamburg wird damit Sitzland des DLR. Bereichsübergreifend sollen in Hamburg die Themen Industrie 4.0 und 3D-Druck bearbeitet werden. 3D-Druck als Querschnittstechnologie für die werkzeuglose Fertigung wird nicht nur die Bauteilkonstruktion und – herstellung tiefgreifend verändern, sondern auch die damit verbundene Prozess- und Wertschöpfungskette. Das DLR wird hier insbesondere seine speziellen Kompetenzen in Sachen Design und Zulassung einbringen können.

Die Institute sollen in 2017 ihre Arbeit in den ZAL-Räumlichkeiten aufnehmen. Hamburg soll für die Forschungsinfrastruktur – wie eine mobile Roboter-Plattform oder Virtual Realitiy-Technik- 2 Millionen Euro zur Verfügung stellen und ab 2018 jährlich 1,6 Millionen Euro Sitzlandbeitrag.
ca/kk

Quellen und weitere Infomationen:
www.hamburg.de/bwvi

Hamburg auf der Paris Air Show 2017

Aktuell ist Hamburg umfangreich präsent auf der diesjährigen Paris Air Show. Neben einer großen Anzahl norddeutscher Fachbesucher sind insgesamt 23 Mitglieder des Luftfahrtclusters Hamburg Aviation in der Ausstellerliste vertreten, darunter der Kabinen-Ausrüster Diehl, der 3D-Druck-Spezialist SLM Solutions oder das ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung.

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